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Gnomogramm

01.06.2006

Adressen und Termine handlich verwalten

Beim Adress- und Terminplaner Winzig (http://www.muth.org/Robert/Winzig/) ist der Name Programm: Das Python-Programm besteht in der aktuellen Version 1.72 aus gerade 6000 Zeilen Code und bringt neben den Kernfunktionen noch einen Kalender, eine Notizfunktion, einen Taschenrechner, ein Wettervorhersage-Modul sowie ein W�rterbuch mit. Eine digitale ASCII-Tabelle rundet den Umfang ab. Die kompakte Software eignet sich auch f�r den Einsatz auf Handhelds oder Pocket-PCs wie einem Ipaq oder dem Nokia 770.

Sowohl Wetterabfrage als auch W�rterbuchfunktion setzen einen Zugang zum Internet voraus, dabei darf kein Proxy-Server zwischen Server und Client arbeiten. Das W�rterbuch �bersetzt in beiden Richtungen zwischen Deutsch und Englisch sowie Spanisch und Englisch. Dabei fungiert Winzig lediglich als Frontend f�r die entsprechenden Google-W�rterb�cher.

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Die PIM-Suite Winzig besteht aus nur 6000 Zeilen Python-Code und l�uft auch auf Handhelds.

Netzwerk kontrollieren

Wieviel Verkehr gerade auf Ihrem Netzwerkanschluss herrscht, macht das Monitorprogramm Bungmeter (http://grecni.com/bungmeter/) sichtbar. Es zeichnet den Gesamtdatendurchsatz als zeitnahen Graphen. Differenzierten Angaben �ber ein- und ausgehenden Datenverkehr liefert Bungmeter lediglich als Zahlenwert. Hierf�r zeichnet das Programm keine separate Grafik. Damit die Anzeige nicht un�bersichtlich ger�t, verwaltet Bungmeter nur ein Interface pro Sitzung. Es spricht allerdings nichts dagegen, mehrere Sitzungen gleichzeitig zu starten.

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Das kompakte Bungmeter-Fenster passt problemlos in eine Bildschirmecke, wo es den laufenden Netzwerkverkehr auf dem gew�nschten Interface anzeigt.

DNS-Server bequem administrieren

Das Verwalten der so genannten Zone-Dateien eines DNS-Server stellt besonders f�r Neulinge kein triviales Unterfangen dar. Hier greift die grafische Oberfl�che Gbindadmin (http://mange.dynalias.org/linux.html) helfend unter die Arme und erm�glicht auch Einsteigern den Betrieb eines eigenen kleinen DNS-Servers im lokalen Netz.

Die Oberfl�che von Gbindadmin ist auf den popul�ren ISC-Bind-Nameserver abgestimmt. Das Programm gliedert sich sehr �bersichtlich in einen Domain-Bereich, der das Verwalten mehrerer Domains erlaubt, und einen Ressourcen-Abschnitt, der die zu jeder Domain geh�renden Zone-Dateien zusammenfasst. Eine solche Zone-Datei ordnet jedem Rechnernamen in einer Domain die jeweilige IP-Adresse zu. Aus diesen Daten erstellt Gbindadmin automatisiert die notwendigen Dateien f�r Zone- sowie Reverse-Lookup und legt die Grundkonfiguration des Servers fest.

Die Oberfl�che erm�glicht zudem, mit wenigen Mausklicks aus einem Master- einen Slave-DNS-Server zu machen oder den Namen einer Domain in der zugeh�rigen Zone-Datei in einem Zug zu �ndern. Selbstverst�ndlich bleibt die M�glichkeit offen, die DNS-Server-Konfiguration von Hand mit einem Editor zu modifizieren. Gbindadmin besitzt keine eigene Datenbank, sondern liest die Konfiguration bei jedem Start neu ein. Somit bleibt Ihnen immer die Wahl, wie Sie den DNS-Server konfigurieren.

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Dank Gbindadmin verliert die Komplexit�t einer Zone-Datei ihren Schrecken.

IP-Adressen komfortabel verwalten

Aus der gleichen Schmiede wie Gbindadmin stammt auch Gdhcpd (http://mange.dynalias.org/linux.html), das als grafische Oberfl�che die Konfiguration eines ISC-DHCP-Servers erleichtert. F�r jede Netzwerkschnittstelle d�rfen Sie einen oder mehrere Adressbereiche vorgeben, aus denen der DHCP-Server bei Anfragen eine passende Adresse ausw�hlt.

Au�erdem legen Sie bei Bedarf f�r jede Netzwerkschnittstelle den jeweiligen Domain-Name, den Router, die Broadcast-Adresse sowie DNS-, NTP- und NIS-Server fest. Daneben erlaubt die Software auch, einzelne IP-Adressen fest an bestimmte Rechner zu binden. Auf diese Weise bildet Gdhcpd die volle Konfigurationspalette eines DHCP-Servers ab.

Im Gegensatz zu Gbindadmin liegt Gdhcpd schon in einer h�heren Version vor und besitzt eine deutschsprachige Bedienoberfl�che. Das erspart dem Anwender jedoch keineswegs, sich einige Grundkenntnisse zu DHCP anzueignen. Gdhcpd verf�gt �ber keine eigene Datenbank, in der es Konfigurationseinstellungen ablegt. Stattdessen liest die Software bei jedem Start die Konfigurationsdatei des DHCP-Servers neu ein.

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Selbst wenig erfahrene Administratoren konfigurieren mit Gdhcpd in k�rzester Zeit einen DHCP-Server.

Textausschnitte beliebig verschieben

Da Linux ein modulares System ist, kommt es mitunter vor, dass das Drag & Drop zwischen X11-basierten Anwendungen und Programmen, die auf der Konsole oder im Terminal laufen, nicht einwandfrei funktioniert. Das Python Programm Dragbox (http://www.student.lu.se/~cif04usv/wiki/dragbox.html) soll hier Abhilfe schaffen.

Es fungiert als vollwertige Zwischenablage, in die der Anwender nach Belieben Textausschnitte aus X11-Anwendungen hineinzieht. Umgekehrt l�sst sich auch die Ausgabe von Konsolenprogrammen mit einer Pipe direkt nach Dragbox umleiten. Dabei verwaltet das Programm mehrere Ausschnitte gleichzeitig, was das Recycling h�ufig ben�tigter Textpassagen erleichtert.

Die aktuelle Version 0.2.1 behebt einige Fehler, die w�hrend der Installation fr�herer Dragbox-Releases auftraten, insbesondere wenn die Python-Installation nicht im Standardpfad lag. Ein Update lohnt sich also.

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Drag & Drop f�rs Terminal: Dragbox verwaltet problemlos mehrere Textausschnitte gleichzeitig.

Kurz notiert

Auf der Linux World Conference in Boston Anfang April stellten das Open Source Development Lab und FreeDesktop.org erstmals erste Tools aus ihrem gemeinsamen Project Portland vor. Das Projekt soll das Portieren und Integrieren von Programmen in die Oberfl�chen Gnome und KDE vereinfachen. Software-Hersteller wie Codeweavers begr��ten die Bem�hungen des Projektes und hoffen, dass Teile davon m�glichst bald in die Linux Standard Base aufgenommen werden. Eine erste Beta-Version des Portland-Projekts ist f�r Mitte Mai geplant, die fertige Version 1.0 soll im Juni erscheinen.

172,50 / 195 34,5 / 39

Wer sich f�r eine Teilnahme an der Guadec in Katalonien Ende Juni interessiert, sollte sich bis zum 1. Juni unter http://guadec.org/GUADEC2006/registration anmelden. Ab dann steigt die Registrationsgeb�hr auf 195 statt 172,50 Euro f�r Professionals respektive auf 39 statt 34,50 Euro f�r Studenten und Hobbyists. F�r Mitglieder der Gnome Foundation gibt es kr�ftige Rabatte. Die Organisatoren bitten um zahlreiche und fr�hzeitige Registrierung.

Nur vier Wochen nach Erscheinen der Version 2.14 erblickte Mitte April Gnome 2.14.1 das Licht der Welt. Die Entwickler aktualisierten die landessprachlichen Anpassungen sowie die Dokumentation und beseitigen diverse Fehler, die sich in einzelne Komponenten und Bibliotheken eingeschlichen hatten. Dabei legten sie unter anderem bei GTK+, Glib, Pango, Nautilus, Metacity und Fileroller Hand an, um nur einige zu nennen. Eine Version des Build-Werkzeugs Garnome zum Erstellen von Gnome 2.14.1 aus den Sourcen existiert bereits, Bin�r-Pakete f�r verschiedene Distributionen sollen umgehend folgen.

Nach zweij�hrigem Winterschlaf erwacht der beliebte News-Reader Pan jetzt zu neuem Leben. Seit Anfang April erschienen bereits vier Versionen der 0.9x-Reihe, die komplett in C++ neu entwickelt wurde. Zu den erzielten Verbesserungen z�hlen ein reduzierter Ressourcenverbrauch und ein beschleunigtes Herunterladen der News-Header. Zurzeit stufen die Entwickler Pan 0.9x noch als instabile Beta ein, ein Termin f�r die erste stabile Version steht noch nicht fest.

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