Verbesserte Viewer

Die Viewer-Programme Eye of Gnome (Eog) und Evince wurden hinsichtlich der Bedienbarkeit, kürzerer Ladezeiten beim Start und schnellerer Verarbeitung der Dateien und Funktionen ausgebaut. Eog bietet zudem eine einfache Navigation durch die Bilder. Evince zeigt PDF-, PS-Dateien und Vorschaubilder in der Seitenleiste schneller an. Das Suchen in Dokumenten geht nun ebenfalls reibungsloser vonstatten.

Epiphany und Evolution

Den Web-Browser Epiphany befreiten die Entwickler von unnötigem Ballast, was die Ladezeit für HTML-Seiten deutlich verkürzt. Auf ein Parallelinstallation von Mozilla oder Firefox kann man nun verzichten: Epiphany greift direkt auf XULRunner [8] zu, den Kern von Mozilla/Firefox. Mithilfe des Pakets Network-Manager erkennt der Browser automatisch den Netzwerkstatus (Online/Offline) erkennen, was besonders für Laptop-Nutzer von großem Vorteil ist. Die neue Version besticht durch "intelligente" Lesezeichen (Abbildung 5). Epiphany ordnet diese nicht wie andere Web-Browsern hierarchisch, sondern nach Themen. Ein Lesezeichen kann auch zu mehreren Themen gehören. Daher warnt Epiphany, falls man ein Lesezeichen für die selbe Adresse mehrfach anzugelegen versucht.

Bei Evolution nahmen die Entwickler die Ladezeiten genauer unter die Lupe – bei einem Code-Umfang von über einer halben Million Zeilen kein leichtes Unterfangen. Dennoch konnten sie den Code straffen und so die Wartezeit beim Start verkürzen. Trotzdem bleibt noch einiges an Arbeit zu tun – in der nächsten Release soll Evolution noch effizienter und einfacher in der Bedienung werden.

Dem Evolution-Groupware-Client spendierten die Gnome-Entwickler jetzt die schon vor einem halben Jahr angekündigte CalDAV-Unterstützung. So kooperiert der Client jetzt problemlos mit verschiedensten Groupware-Serven inklusive dem freien Hula [9]. Desweiteren unterstützt Evolution in der neuesten Version Memo-Einträge (VJOURNAL) in iCal-Dateien.

Abbildung 5: Epiphanys intelligente Lesezeichenverwaltung in Aktion.

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