Home / LinuxUser / 2006 / 06 / Filigrane Grafiken

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(143 Punkte bei 5 Stimmen)
Google schmeißt Jabber raus ...
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Feuerzauber

Filigrane Grafiken

01.06.2006 Aus mathematischen Formeln generiert Fyre faszinierende grafische Strukturen. Die sehen nicht nur hübsch aus, sondern lassen sich auch filmisch aufbereiten.

Fyre gehört nicht zu den Tools, die Sie unbedingt brauchen. Das Programm ist vielmehr ein faszinierender Pausenfüller, eine Spielerei. Es errechnet auf der Basis einer simplen mathematischen Gleichung faszinierende Grafiken, die Sie über ein GTK+-Frontend interaktiv verändern. Das Ergebnis präsentiert sich als HDR-Bild. Gefällt Ihnen eine Variante oder Bewegung besonders, halten Sie diese als Film fest.

Feuer frei

Den Quellcode des Programms finden Sie auf der Heft-CD und installieren ihn über den üblichen Dreischritt ./configure, make und im Root-Modus make install. Sie starten Fyre, indem Sie [Alt]+[F2] drücken und fyre eingeben.

Auf der rechten Seite sehen Sie zunächst eine schwarze Figur auf weißem Hintergrund. Über die Variablen A, B, C und D auf der linken Seite beeinflussen Sie das Objekt selbst, die restlichen Parameter betreffen eher die Erscheinung der Figur auf dem Bildschirm. Über Width und Height ändern Sie den Umfang der Fläche, auf der die Figur liegt. Mit Zoom vergrößern und verkleinern Sie das Gebilde. Die Werte X offset und Y offset verschieben das Objekt als Ganzes, über Rotate drehen Sie es um die Z-Achse.

Die Farbeinstellungen verändern Sie über Foreground und Background. Sehr schön sieht die Figur beispielsweise in roter Farbe auf schwarzem Hintergrund aus. Um zugleich die Farbintensität anzupassen, erhöhen Sie den Gamma-Wert, über Exposure regeln Sie die Helligkeit der Figur. Behalten Sie die Parameter des Gebildes für eine Weile bei, dann verzeichnet die Statuszeile ganz unten einen Qualitätsanstieg, da die zugrunde liegende Gleichung das Ergebnis laufend optimiert.

Film läuft

Um einen Film zu realisieren, fixieren Sie zunächst einen Anfangs- und einen Endzustand für das Gebilde. Der Film zeigt dann den Übergang von einem Zustand in den anderen. Über den Menüeintrag ViewAnimation Window rufen Sie das Animationsfenster auf, ein Klick auf Hinzufügen legt den ersten Keyframe für die Figur fest (Abbildung 1).

Abbildung 1: Der erste Schritt zum Film: Über Hinzufügen legen Sie einen Ausgangspunkt für das Rendern fest, der Wert von Transition bestimmt die Dauer der Transformation.

Nun verzerren Sie die Figur über die Variablen A bis D und setzen einen zweiten Keyframe. Dann weisen Sie dem ersten Keyframe einen Wert für Transition zu. Dieser steuert, wie schnell sich die Transformation im Film vollzieht. Versuchen Sie es zunächst mit fünf Sekunden, um das Rendern abzukürzen. Den Transition-Wert für das zweite Keyframe setzen Sie auf zwei Sekunden, damit das Bild nach der Verwandlung noch einen Augenblick stehen bleibt.

Nun folgt der eigentliche Rendering-Prozess:Über FileRender legen Sie die Frame Rate für den Film fest – gewöhnlich sind das 24 Frames pro Sekunde – und weisen dem Film einen Namen und einen Speicherort zu. Klicken Sie abschließend auf OK, erzeugt das Programm aus den einzelnen Bildern einen netten kleinen Experimentalfilm.

Glossar

HDR

High Dynamic Range, ermöglicht Digitalbilder mit sehr hohen Kontrastverhältnissen, die den Fähigkeiten des menschlichen Auges entsprechen.

Keyframe

Bild mit Schlüsselfunktion, das zum Beispiel am Anfang oder am Ende einer Transformation steht.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

662 Hits
Wertung: 92 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...