Home / LinuxUser / 2006 / 06 / Eindrucksvolle Präsentationen mit KeyJnote

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(226 Punkte bei 13 Stimmen)
Speichern in der Cloud
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Re: War doch klar...
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
AA_opernglas_photocase_52391.jpg

© photocase.com

Betrachter gesucht

Eindrucksvolle Präsentationen mit KeyJnote

01.06.2006 KeyJnote ist der etwas andere PDF-Viewer: Mit schicken 3D-Effekten und effektiven Skripting sorgt es für beeindruckende Präsentationen.

An Präsentationssoftware herrscht unter Linux zwar wahrlich kein Mangel: Mit MagicPoint, OpenOffice.org, KPresenter und nicht zuletzt einigen LaTeX-Paketen stehen reichlich Möglichkeiten zur Auswahl, um ansehnliche Folien zu erstellen. Allerdings geht es mit all diesen Methoden bei der Anzeige selbst eher bieder zu.

KeyJnote widmet sich diesem Aspekt gezielt: Mit Hilfe moderner Grafikhardware stellt es attraktive Folienüberblendungen dar, verschiedene Markierfunktionen richten die Aufmerksamkeit auf bestimmte Teile des Texts und eine Übersichtsfunktion erleichtert die Navigation in längeren Präsentationen.

KeyJnote einrichten

Das in Python geschriebene KeyJnote nutzt zum Darstellen OpenGL. Um das Rendering der PDF-Dokumente in anzeigefertige Bilddaten kümmert sich GhostScript, das kleine Tool Pdftk leistet optional Schützenhilfe beim Auswerten der Metadaten. Zumindest GhostScript und Python selbst gehören bei praktisch jeder Distribution zum Standard-Installationsumfang.

Die verschiedenen Python-Erweiterungen gilt es jedoch oft aus dem Netz nachzuinstallieren. Sie Benötigen hier die Pakete für PyOpenGL, PyGame und PIL, die Python Imaging Library. Nutzer von Debian-basierten Distributionen spielen all diese Abhängigkeiten mit einem Rutsch ein; Ubuntu-Anwender schalten dazu zunächst das Repository Universe frei.

# apt-get update
# apt-get install python python-↩opengl python-pygame python-imag↩ing gs pdftk

KeyJnote selbst laden Sie bei SourceForge [1] herunter. Für den Einsatz unter Linux holen Sie dort lediglich das rund 100 KByte große .tar.gz-Paket ab. Um das Programm zu "installieren", kopieren Sie mit administrativen Rechten die Datei keyjnote.py einfach nach /usr/local/bin. Dabei können Sie das Suffix .py auch weglassen, damit die Namensgebung konsistent mit dem Rest des Systems bleibt:

$ tar xzf keyjnote-0.8.1.tar.gz
# cp keyjnote-0.8.1/keyjnote.py ↩/usr/local/bin/keyjnote

Gentoo-Nutzer haben es etwas einfacher, können sie das Programm doch samt aller Abhängigkeiten einfach mittels emerge keyjnote installieren.

Um KeyJnote mit befriedigender Performance nutzen zu können, sollte der Rechner auf jedem Fall Hardware-3D-Beschleunigung bieten. Mit Software-Rendering läuft das Programm zwar auch, aber dann steigt die Reaktionszeit auf Benutzereingaben deutlich an – und man muss auf die Animationen verzichten, die den eigentlichen Reiz von KeyJnote ausmachen.

Die Präsentation vorbereiten

Da KeyJnote sich lediglich um die Anzeige der Folien kümmert, erstellt man die eigentlichen Inhalte mit anderen Programmen. Hier empfehlen sich die eingangs erwähnten Software-Pakete OpenOffice.org und LaTeX: OpenOffice exportiert die Folien über Datei | Exportieren als PDF... im passenden Format. Für pdflatex gibt es das bekannte Paket beamer, das ebenfalls sehr ansehnliche PDF-Dateien erzeugt.

Exportiert das gewählte Programm keine PDF-Dateien oder bereitet der PDF-Export auf eine andere Art Probleme, kann man KeyJnote auch Bilder in den Formaten PNG, TIF oder JPEG unterschieben. Dabei müssen alle Bilddateien in einem Verzeichnis ohne weitere Unterverzeichnisse liegen. Die Anzeigereihenfolge der Seiten entspricht dabei einer einfachen alphanumerischen Sortierung, wie von ls gewohnt. Die Option, Bilder statt PDFs anzuzeigen, eröffnet auch einen interessanten zweiten Anwendungszweck für KeyJnote: Die Slideshow mit den Fotos vom letzten Urlaub gewinnt durch die Übergangseffekte ebenfalls deutlich an Pep.

Haben Sie eine PDF-Datei – etwa folien.pdf – erzeugt, starten Sie KeyJnote mit einem einfachen keyjnote folien.pdf. Für eine Bilder-Slideshow geben Sie statt der PDF-Datei den Namen des abzuspielenden Verzeichnisses (nicht der Dateien darin!) an. KeyJnote kennt ferner etliche Kommandozeilenoptionen, die die Option -h oder die beigefügte (englische) Bedienungsanleitung ausführlich erklären. Die wichtigsten sind -f, um den Vollbildmodus schon beim Start auszuschalten, und -g, um die Bildschirmauflösung einzustellen. Folgender Aufruf zeigt die Bilder aus dem Verzeichnis NeueFotos in einem 800x600 Pixel großen Fenster an:

$ keyjnote -f -g 800x600 NeueFot↩os

Nach dem Aufruf zeigt Keyjnote zunächst das Startlogo und einen Ladebalken an. Dabei rendert es jede Seite der Präsentation in den Arbeitsspeicher vor, um später schnelleren Zugriff zu gewährleisten und die Übersichtsseite zu füllen. Diesen Vorgang kann man jedoch auch mit einem beliebigen (Maus-)Tastendruck vorzeitig abbrechen. Ganz ausschalten lässt sich dieses Vorladen mit der Option -c. Diese hilft vor allem bei Rechnern mit wenig Arbeitsspeicher, da KeyJnote dann auch später nicht versucht, alle bereits angezeigten Seiten im RAM zu halten.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

529 Hits
Wertung: 55 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...
Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
Klaus Sigerist, 05.02.2012 11:39, 3 Antworten
Hallo Gemeinde! Ich bin nur ein einfacher Nutzer und habe Probleme mit der Installation von Skyp...
8! Anfängerfrage :) Wie finde ich in Ubuntu die Datenträger (Bild, Text)
samuel leusam, 04.02.2012 15:53, 2 Antworten
Ich habe neu Ubuntu. Wenn ich die SD Karte im Laptop einstecke, erkennt er sie und gibt ihr den N...
OpenSuse 12.1-Service Kit 01/12
Christoph-J. Walter, 28.01.2012 08:52, 2 Antworten
Hallo Gemeinde, ich habe 12.1 neu installiert. Alles in Ordnung! Nun möchte ich das Service Kit (...
Ubuntu 11.10 konfigurieren
Michael Hinz, 27.01.2012 17:52, 1 Antworten
Ubuntu läuft bei mir. Allerdings nur, wenn die Daten-CD eingelegt ist. Unabhängig von Bios-Einste...