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© sxc.hu

Streaming-Server und Netzwerk-Player von Slim Devices

Multi-Talent

Im Esszimmer spielt Mozart, im Kinderzimmer Robbie Williams und im Keller lärmt der Server mit der zentralen Musiksammlung vor sich hin. Möglich machen dies die Squeezebox und der Slimserver von Slim Devices.

Sie ist einfach hübsch und kann fast alles: die Squeezebox der dritten Generation von Slim Devices [1]. Eigentlich genügten diese Argument bereits, um sich je eine Squeezebox ins Wohnzimmer, in die Küche und ins Arbeitszimmer zu stellen, wäre da nicht der etwas hohe Preis (siehe Tabelle "Die Squeezebox").

Die Squeezebox

Hersteller Slim Devices Inc., Kalifornien
Maße 19,2 x 9,3 x 8 cm
Schnittstellen Ethernet, WLAN
Audio-Schnittstellen Kopfhörer, analog (RCA), digital (optisch und Coax)
Unterstützte Formate MP3, WMA, FLAC, AAC, WAV und Ogg Vorbis
Zubehör Netzwerk-Adapter, Fernbedienung
Preis ca. 280 Euro (Ethernet), 330 Euro (WLAN)

Server und Client

Bei der Squeezebox handelt es sich um einen Linux-basierten Netzwerk-Audioplayer mit Ethernet- und wahlweise auch WLAN-Schnittstelle. Mit Linux als Betriebssystem beschränkt sich die Funktionalität der Designer-Hardware allerdings nicht nur auf die Streaming-Client-Funktion. Die Box lässt sich auch als Newsfeed-Reader, E-Mail-Client (Abbildung 1) oder Wecker benutzen.

Abbildung 1: Die Squeezebox spielt nicht nur Musik ab, sondern dient auch als Informationszentrale.

Damit die Squeezebox ihre Arbeit verrichten kann, braucht sie einen Streaming-Server. Diesen Part übernimmt der Slimserver [2]. Die in Perl geschriebene Software steht mit der Ausnahme von wenigen Komponenten unter der GPL. Der Slimserver eignet sich nicht nur dazu, die Squeezebox mit Musik zu füttern, sondern auch, um zu Hause einen kleinen Streaming-Server aufzusetzen. Die dazu nötige Handarbeit beschränkt sich auf ein absolutes Minimum.

Download und Installation

Laden Sie sich von [3] aus dem neuesten Verzeichnis SlimServer_v6.X.X entweder das .noarch.rpm-Paket für RPM-basierte Distributionen oder den Tarball für alle anderen Distributionen. Bei Redaktionsschluss war Version 6.2.1 aktuell. Arbeiten Sie mit Mandriva Linux oder Fedora Core, startet der Slimserver nach der Installation des RPMs automatisch, und Sie können im Browser über die Adresse http://localhost:9000 seine Web-Oberfläche öffnen. Damit der Slimserver beim Start des Rechners automatisch startet, geben Sie folgenden Befehl ein:

chkconfig --add slimserver

Das Startskript des Slimservers funktioniert unter Suse Linux leider nicht. Hier starten Sie den Server als Root über den Befehl

/usr/local/slimserver/slimserver.pl --daemon

Das RPM legt während der Installation auch den nicht privilegierten Benutzer slimserver an, in dessen Namen der Slimserver-Prozess eigentlich laufen sollte. Da der Server unter Suse jedoch beim Start auch auf die Datei /root/fontcache zugreifen will, müssen Sie ihn hier als root starten oder die Berechtigungen der einzelnen Dateien von Hand anpassen. Ein Init-Skript für Suse Linux finden Sie unter [4].

Haben Sie sich für den Tarball entschieden, ist eine Installation des Slimservers nicht nötig. Hier starten Sie den Server einfach nach dem Entpacken der Archivs über den Befehl

./slimserver.pl --daemon

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