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01.05.2006

Festplatten-Tuning

Geschwindigkeit ist keine Hexerei und hängt maßgeblich von der eingesetzten Hardware sowie deren richtiger Konfiguration ab. Hdparm (http://sourceforge.net/projects/hdparm/) hilft bei der optimalen Konfiguration von ATA-Festplatten und bringt so die Disks auf Trab.

Vor Manipulationen an der Festplattenkonfiguration sollte man jedoch unbedingt erst einen Blick in die Man-Pages zu Hdparm werfen. Sie beschreiben ausführlich alle Parameter und informieren über Risiken und Nebenwirkungen. Hdparm erlaubt das Drehen an zahlreichen Konfigurationsschrauben, von der DMA-Unterstützung über verschiedene PIO-Modi bis hin zum Read-Ahead-Verhalten einer Platte. Selbst Performance-Messungen lassen sich mit Hdparm vornehmen.

Einige Funktionen wie das Akustikmanagement, das Festplatten leiser machen soll, befinden sich noch im experimentellen Stadium. Bei anderen Fähigkeiten des Werkzeugs, wie etwa dem Ein- und Auschecken ganzer ATA-Controller, sollte man Vorsicht walten lassen. Nach dem Neustart sind die Änderungen durch Hdparm jedoch wieder hinfällig. Hat man einmal eine gute Konfiguration gefunden, empfiehlt es sich, diese als Skript in den Boot-Ablauf zu integrieren.

Hdparm ist Bestandteil jeder Distribution. Die jetzt erschienene Version 6.6 enthält vor allem Korrekturen für den Einsatz unter Red Hat Linux respektive Fedora.

Hdparm eignet sich auch dazu, die Geschwindigkeit einer Festplatte zu testen.

Verzeichnisse bequem Synchronisieren

Wem Rsync zur Synchronisation zu komplex erscheint, der sollte einen Blick auf Unison (http://www.cis.upenn.edu/~bcpierce/unison/) werfen. Das Programm existiert plattformübergreifend sowohl für Linux und Unix als auch in einer Windows-Version. Dabei steht es in Sachen Funktionsumfang dem bekannteren Synchronisations-Pendant in nichts nach.

Ebenso wie Rsync legt Unison beim Datenabgleich Backups älterer Dateiversionen an, passt bei Bedarf die Besitz- und Zugriffsrechte an und kann auch Verzeichnisse über das Netz synchronisieren. Zum Absichern der Verbindung greift Unison dabei auch auf einen SSH-Tunnel zurück. Im Gegensatz zu Rsync ist Unison in der Lage, in nur einem Schritt beide Richtungen abzugleichen. Treten dabei Konflikte auf, fragt das Programm beim Anwender nach.

Wer sich nicht mit Kommandozeilenparametern abmühen mag, kann auf eine GTK-basierte Version von Unison zurückgreifen. Sie bietet auch die Möglichkeit, Synchronisationsszenarien als Profile abzulegen und immer wieder zu verwenden. Einen weitereren Vorteil der Oberfläche stellt die Option dar, beim Abgleich aufgetretene Konflikte mit wenigen Klicks zu beheben.

Zur Zeit liegt Unison in der Version 2.13.16 vor. Diese Version verfügt über eine verbesserte Benutzeroberfläche und warnt den Anwender, wenn er ein leeres gegen ein volles Verzeichnis abgleichen will. Dies soll vermeiden, dass der Benutzer versehentlich Dateien löscht.

Eine GTK-Oberfläche erleichtert dem Anwender die Arbeit mit dem Synchronisationswerkzeug Unison.

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