Opulente Linux-Tage 2006 in Chemnitz

Mit einem opulenten Ausstellungs- und Vortragsprogramm rund um das freie Betriebssystem warteten am ersten März-Wochenende die Chemnitzer Linux-Tage 2006 auf. Trotz des Schneekatastrophen-Wetters füllten auch dieses Jahr wieder rund 2500 Besucher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum das als Veranstaltungsort dienende Hörsaalgebäude der TU Chemnitz bis in den letzten Winkel.

Im Ausstellungsprogramm präsentierten sich 56 Open-Source-Projekte und Unternehmen. 81 Vorträge in 16 Tracks vermittelten profundes Linux-Wissen von Einsteigerthemen wie der Wahl der richtigen Distribution bis hin zum System- und Netzwerkmanagement in Enterprise-Umgebungen.

Wer sein Wissen gezielt vertiefen wollte, dem gab dazu ein gut gemischtes Angebot von 12 mehrstündigen Workshops Gelegenheit: In den Hands-on-Veranstaltungen konnte man unter fachmännischer Anleitung am Rechner beispielsweise den Umgang mit der Kommandozeile, die Konfiguration des VoIP-Servers Asterisk oder das Aufsetzen von GFS-Clustern trainieren. In einer Fotogalerie (http://chemnitzer.linux-tage.de/2006/info/bilder.html) verlinken zahlreiche Teilnehmer ihre Schnappschüsse von der Veranstaltung, die einen guten Überblick zum Spektrum des gebotenen vermitteln.

Quantität wie Qualität der Veranstaltung beeindruckten auch den Keynote-Speaker Thomas Jurk, seines Zeichens sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit. Er lobte die Chemnitzer Linux-Tage als deutschlandweite Veranstaltung, die eine Brücke zur Gesellschaft schlägt. Sein Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass er mehrfach spontan vom Protokoll abwich – so zum Beispiel, um am OpenWRT-Stand über Antennenbauformen und deren Leistungen zu fachsimpeln.

Klare Aussagen aus der Politik: Staatsminister Thomas Jurk fachsimpelte am OpenWRT-Stand über Vorzüge und Nachteile verschiedener Antennenbauformen.

Die Chemnitzer Linux-Tage 2006 überzeugten jedoch nicht nur durch Vordergründiges, sondern vor allem auch mit durchdachter Organisation. Dies demonstrierte nicht nur der reibungsfreie Technik-Einsatz in den Vorträgen und Workshops, sondern auch mit ein flächendeckendes 802.11b/g-Funknetz und einem gut genutzer Gigabit-Uplink ins Internet. Der kam auch bei Live-Streaming aller Vorträge ins Web zum Einsatz. Die rund 90 Stunden Vortrags-Mitschnitt sowie die (meist im PDF-Format gehaltenen) Präsentationen des Vortragsprogramms stehen unter http://chemnitzer.linux-tage.de/2006/vortraege/ zum Download bereit.

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