LCRs im Vergleich

Zeit ist Geld

Um 17:58 Uhr noch ein Preisbrecher, kostet die gleiche Internetverbindung via Analog-Modem oder ISDN zwei Minuten später das Zehnfache oder mehr. Least Cost Router wählen den stets günstigsten Tarif.

Modem-und ISDN-Einwahlen jenseits der Flat-Rate geraten schnell zu Kostenfalle: Ähnlich wie einige Betreiber von Mobilfunknetzen sorgen auch die Zugangs-Provider mit einem beinahe undurchdringlichen Tarifdschungel dafür, dass unachtsame Anwender bei Tarifwechseln zuweilen das Zehnfache des ursprünglichen Betrages berappen müssen.

Abhilfe schaffen so genannte Least Cost Router. Sie sollen den aktuell günstigsten Einwahltarif finden und bei Tarifwechseln einen günstigeren Provider wählen, die Leitung trennen oder zumindest über den Wechsel informieren. Der Artikel klopft die Programme Optisurf, Bongosurfer und SlyLCR unter anderem auf ihre diesbezüglichen Fähigkeiten ab.

Optisurf

Der erste Kandidat, Optisurf [1] von Dirk Folsche, besteht aus einer Sammlung von Shell-Skripten, die zum Darstellen von Fenstern KDialog verwenden. Auch die Konfiguration erfolgt über ein gut dokumentiertes Skript.

Optisurf unterstützt ausschließlich das Verbinden über Analog-Modems. Der Least-Cost-Router bietet die Möglichkeit, die Internetverbindung bei geänderten Tarifdaten zu trennen oder es bei einem Hinweis darauf zu belassen. Zum Verbinden in das Internet triggert Optisurf das Programm kppp mit den Daten des zum Einwahlzeitpunkt günstigsten Providers.

Dies geschieht entweder über ein Auswahlfenster, das alle in Frage kommenden Provider aus dem Adressbestand auflistet, oder dem direkten Aufruf von optisurf3, der das günstigste Angebot nutzt. Optisurf bezieht seine Tarifdaten vom Web-Portal http://www.callmagazin.de/.

Installation

Da Optisurf die Rechnerzeit als Grundlage für die Tarifwahl verwendet, muss diese möglichst exakt mit der tatsächlichen Zeit übereinstimmen. Einen automatischen Online-Abgleich sieht die Software nicht vor.

Optisurf bedient sich der Programme Bash, Sed, Awk, Kdialog, Bc, Grep, Egrep, Wget und Kppp, die es – sofern noch nicht vorhanden – vorab zu installieren gilt. Der Aufruf which Programmname zeigt an, ob diese installiert sind.

Zur Installation kopieren Sie den Tarball von der Heft-CD in ein beliebiges Verzeichnis und entpacken in dort mittels des Kommandos tar xvzf optisurf-3.3.2.tar.gz. Nun wechseln Sie in das Verzeichnis, indem Sie Optisurf entpackt haben, und starten mit administrativen Rechten das Installations-Script ./install.root. Im Anschluß erledigt der Aufruf ./install.optisurf3 als normaler User den Rest. Da die Installationsroutine alle wichtigen Dateien in Systemordner verteilt, löschen Sie das Installationsverzeichnis im Anschluß.

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