KDE-Dialoge für GTK-Anwendungen

Viele Distributionen verwenden mittlerweile einheitliche Symbole und Styles, um das Aussehen von KDE- und Gnome-Anwendungen unter dem jeweils anderen Desktop anzugleichen. Die letzte Bastion nimmt nun möglicherweise eine Software, die unter dem Namen KGtk auf KDE-Look.org zum Download bereitsteht: Sie ermöglicht es, KDE-Dateidialoge zumindest in einigen GTK-Anwendungen zu benutzen.

Der Autor weist in den Release Notes jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei KGtk eigentlich eher um einen Hack als eine ordentliche Integration handelt, denn KGtk greift zu drastischen Mitteln: Es schiebt GTK-Anwendungen mit Hilfe der Umgebungsvariable LD_PRELOAD eine Bibliothek unter. Findet Linux diese Variable, schlägt es vom Programm angeforderte Bibliotheksaufrufe zunächst in der dort spezifierten Bibliothek nach. Zudem funktioniert KGtk nur unter vollwertigen KDE-Sitzungen, da es den KDE Meta-Daemon (KDED) benötigt.

Zu den Programmen, die mit der Erweiterung funktionieren, zählen das Videoschnitt-Tool Kino, der Browser Firefox ab Version 1.5 sowie die Vektorgrafik-Software Inkscape.

Um das Problem langfristig und sauber zu lösen, riefen Mitglieder des Open Source Development Labs (OSDL) zusammen mit Vertretern der wichtigsten Open-Source-Projekte das Portland-Projekt ins Leben. Zu den Zielen von Portland zählt eine Desktop-unabhängige API für Dateidialoge.

Gimp mit KDE-Dateidialog: KGtk funktioniert bereits auf einigen GTK-basierten Anwendungen.

Barcodes generieren leicht gemacht.

KBarcode-Maintainer Dominik Seichter hat mit der Version 2.0 seiner Software zum Generieren der maschinenlesbaren Strichcodes eine Reihe von Features hinzugefügt, die das Programm für den Großeinsatz nützlich machen. Die möglichen Einsatzbereiche erstrecken sich vom Drucken einfacher Visitenkarten bis hin zu komplexen Aufklebern mit verschiedenen Barcode-Typen.

Dazu verfügt das Programm über einen WYSIWYG-basierten Label-Designer, eine Reihe von Assistenten sowie eine große Anzahl von vordefinierten Labels. Laut Angaben des Autors kommt es auch mit dem Druck einer großen Anzahl von Labels gut klar. Als wichtige Neuigkeit weisen die Release Notes die Fähigkeit aus, Abfragen und Tabellen aus SQL-Datenbanken, CSV-Dateien sowie das KDE-Adressbuch als Datenquellen für die Labels heranzuziehen.

Zudem interpretiert das Programm nun Javascript, was das Generieren von Barcode-Werten, Textfeldern und die Auswahl relevanter Komponenten vereinfacht. Ein Assistent hilft ganz erheblich bei Seriendrucken. Außerdem wartet das Programm mit einem kompletten PDF-Handbuch in englischer Sprache auf.

Der WYSIWYG-Designer von KBarcode ermöglicht auf einfache Weise, individuelle Labels zu erstellen.

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