Texen mit AmyEdit

Der LaTeX-Editor AmyEdit (http://amyedit.sourceforge.net) eignet sich vor allem für fortgeschrittene Tex-Anwender. Tastaturkürzel oder Vorlagen, die Textsatzelemente einfügen und damit Einsteigern unter die Arme greifen würden, sucht man vergebens. Lediglich ein gutes Syntax-Highlighting hilft, im Dschungel aus Text und Tags nicht den Überblick zu verlieren.

Zu den interessanten Funktionen von AmyEdit zählen daneben auch eine Rechtschreibprüfung sowie eine Routine zum Zählen der Worte. Als besonders hilfreich erweist sich die Vorschaufunktion, die aus dem aktuellen Text on-the-fly ein PDF-Dokument erstellt und anzeigt. Alternativ lässt sich der Text auch als Postscript oder DVI-Dokument anzeigen.

Mit der aktuellen Version 1.0 haben die Entwickler begonnen, eine Plugin-Schnittstelle zu implementieren, damit Erweiterungen und neue Funktionen schneller den Weg ins Programm finden. Außerdem hält sich die Konfiguration jetzt an die Vorgaben des FreeDesktop-Projektes und des Human Interface Guide.

Der LaTeX-Editor Amyedit beschränkt sich auf die wesentlichen Funktionen.

Systemmeldungen im Überblick

Wer die Systemmeldungen von Syslog im Auge behalten möchte, gibt sie meist regelmäßig in einem Terminalfenster aus. Unter Gnome gibt es eine wesentlich elegantere Alternative: Bandsaw (http://bandsaw.sourceforge.net/) sammelt die Meldungen ein und zeigt sie übersichtlich an.

Bandsaw greift nicht direkt auf die Syslog-Meldungen zu, sondern bezieht seine Daten aus einer FiFo-Warteschlange. Der Anwender muss lediglich die Syslog-Konfiguration um einen Eintrag erweitern, der die Warteschlange speist. Die Systemeinträge stellt Bandsaw in tabellarischer Form dar, wobei eine Suchmaske das Auffinden bestimmter Einträge erleichtert. Mit Hilfe eines Regelwerks aus frei definierbaren Filtern schränkt der Anwender bei Bedarf die Menge der angezeigten Einträge ein.

Im Normalfall analysiert Bandsaw die Systemmeldungen im Hintergrund und tritt lediglich als Icon in der Symbolleiste von Gnome in Erscheinung. Im Gegensatz zu früheren Versionen, die bei wichtigen Meldungen ein Popup-Fenster öffneten, zeigt die aktuelle Version 0.3.0 wichtige Systemereignisse durch ein rotierendes Symbol an.

Der Syslog-Monitor Bandsaw filtert die Meldungsflut und informiert den Benutzer nur von wichtigen Systemereignissen.

Kurz notiert

Es war nur eine Frage der Zeit, bis der erste Gnome-Podcast erscheint. Zwei Episoden von zirka 10 MByte Größe und 10 Minuten Dauer stehen dem interessierte Hörer unter http://feeds.feedburner.com/gnomepodcast im MP3- oder Ogg-Format zur Verfügung. Der englischsprachige Podcast ist gut verständlich, bietet eine News-Rubrik und greift aktuelle Themen aus der Gnome-Community auf.

Die Entwickler des Gnome-Audiomanagers Rhythmbox haben es sich zum Ziel gesetzt, mobile MP3-Player künftig besser zu unterstützen – insbesondere all jene, die Linux automatisch als Massenspeicher erkennt. Rhythmbox-Anwender sind nun aufgerufen, die Identifikationsinformationen ihres Players aus dem HAL-Device-Manager zu erfassen und mit der auf dem Player gespeicherten Playlist-Datei an Rhythmbox zu senden. Apples iPod und Sonys PSP erfahren bereits Unterstützung. Das Rhythmbox-Team hofft, dass schnell weitere folgen.

Wer Gnome 2.12.2 auf einem Xgl-fähigen X-Server testen will, bekommt mit der neuen Kororaa Xgl Demo Live CD Gelegenheit dazu (http://getkororaa.com). Als System-Voraussetzung geben die Entwickler mindestens einen Pentium 3 mit 384 MB RAM sowie einer passende Grafikkarte von Nvidia (ab GeForce 3) respektive ATI (ab Radeon 8500) an. Ist entsprechende Hardware vorhanden, darf sich der Anwender auf optischen Effekte wie Transparenz und das Anordnen der virtuellen Oberflächen auf den Seiten eines drehbaren Würfels freuen.

Da kaum jemand wirklich alle Funktionen von Gnome kennt, haben engagierte Entwickler jetzt ein Wiki mit Tipps und Tricks zu Gnome (http://live.gnome.org/DocumentationProject/TipsAndTricks) ins Leben gerufen. Die Ausrichtung des Wiki überschneidet sich zwar inhaltlich mit dem Gnome-Anwenderhandbuch, allerdings sind die Informationen im Wiki kompakter. Die Initiatoren hoffen nun, dass sich möglichst viele Anwender am Wiki beteiligen und weitere Beiträge einstellen.

Das Vektorzeichenprogramm Xara Xtreme der Xara Group steht jetzt in der Version 0.3 Rev 676 unter der GPL zum Download bereit. Bereits vor sechs Monaten hatte Xara die Portierung nach Linux und die Veröffentlichung unter der GPL angekündigt. Dabei setzten die Entwickler auf GTK+ und wxWidget für die grafische Oberfläche. Auf ersten Screenshots macht diese einen guten Eindruck. Das 8 MByte große Programmarchiv der Linux-Ausgabe Xara LX kann bei Xara heruntergeladen werden (http://www.xaraxtreme.org/developers/sourcecode.html).

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