Linux am Limit

Lange war es still um die Performance-optimierte Distribution Yoper (http://www.yoper.com). Jetzt hat das Entwicklerteam um Tobias Gerschner eine erste Beta-Version von Yoper 2.2 in die freie Wildbahn entlassen. In den letzten Monaten haben die Entwickler das System komplett überarbeitet: Die distributionseigenen Skripte wurden neu geschrieben, der Installer bekam einen neuen Aufbau. Die Hardware-Erkennung übernahmen die Entwickler vom Live-System Kanotix.

Yoper basiert auf Kernel 2.6.15, nutzt X.org 6.8.2 für die grafische Oberfläche und bringt mit KDE 3.5 einen aktuellen Desktop mit. Der Philosophie folgend, dass es für jeden Zweck nur ein Programm gibt, weist das System eine eingeschränkte Software-Auswahl auf.

Die aktuelle Yoper-Beta lässt sich über die Yoper-Homepage sowie einige Spiegelserver herunterladen und besteht aus lediglich einem CD-Image.

Kurz notiert

Das chinesische Unternehmen Menglan beginnt laut Washington Post (http://www.iht.com/articles/2006/03/15/bloomberg/sxlaptop.php) im Mai mit dem Verkauf eines preiswerten Laptops, auf dem Linux installiert ist. Zielgruppe sind Bewohner ländlicher Gebiete in China gedacht, für die ein herkömmlicher PC zu teuer wäre. Der Longmeng ("Drachentraum") getaufte Rechner kostet umgerechnet etwa 155 Euro. Er bringt ein DVD-Laufwerk mit und fällt bei einem Gewicht von rund 500 Gramm mit 17 x 14 Zentimeter sehr klein aus. Das Unternehmen verbaut eine in China entwickelte CPU, den Godson II, dessen Leistung einem Pentium III entspricht. Menglan plant, innerhalb des nächsten Jahres 100 000 Geräte abzusetzen.

Terra Soft Solutions hat Yellow Dog Linux 4.1 (http://www.yellowdoglinux.com) zum Download freigegeben. Die PowerPC-Distribtion läuft auf entsprechender Apple-Hardware, basiert auf Kernel 2.6.15 und bringt die Desktops KDE 3.4.2 und Gnome 2.10 mit. X.org liegt in Version 6.8.2 bei. Yellow Dog Linux besteht aus vier CDs, deren ISO-Images auf der Homepage des Herstellers zum Download bereit liegen.

Greg Ley hat sein Buch The Complete Free BSD zum freien Download für den privaten Gebrauch freigegeben. Das Buch eignet sich für Einsteiger und Kenner von FreeBSD gleichermaßen. Bei gewerblicher Nutzung des Werkes fällt eine Gebühr von 20 US-Dollar pro Kopie an. Unter http://www.lemis.com/grog/Documentation/CFBSD/book.pdf.gz finden Sie eine PDF-Version des Buches, die Quellen gibt es ebenfalls auf der Homepage des Autors.

Der amerikanische Computer-Händler Dell (http://www.dell.com) liefert eine Reihe seiner Workstations ab sofort mit einem vorinstallierten Red Hat Enterprise Linux aus. Es handelt sich dabei um die Modelle Dell Precision 670n, Dell Precision 470n und Dell Precision 380n. Die Preise liegen zwischen 879 und 1629 Euro. Das Angebot richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Firmen. Dell gewährt auf die Hardware drei Jahre Support, Red Hat auf das installierte System ein Jahr.

Der Distributor Linspire (http://www.linspire.com) überlegt, sein kostenpflichtiges Software-Angebot auch auf Ubuntu auszudehnen. Im Gespräch ist ein Client für das Linspire-eigene Click and Run-Warehouse (CNR). Der Client integriert sich über Apt ganz normal ins System und fordert den Benutzer nach 15 Tagen auf, ein Abonnement für CNR abzuschließen. Für den Service fällt voraussichtlich eine jährliche Gebühr von 20 US-Dollar an, die den Zugriff auf den Shop und kostenlose Programme beinhaltet. Kommerzielle Programme wie Win4Lin oder StarOffice schlagen extra zu Buche.

Der Distributor Xandros (http://www.xandros.com) bringt seine Distribution in Zusammenarbeit mit der Firma Avanquest in die Regale deutscher Einzelhändler. Zugleich gab Xandros die Verfügbarkeit der deutschen Version der Business Edition von Xandros 3.1 bekannt. Diese führt mit Hilfe von Crossover Office Windows-Programme aus, bringt ein eigenes Antiviren-Programm mit und erlaubt das Authentifizieren gegenüber Windows Primary Domain Controller und einem Active Directory Server. Xandros Linux Business Edition ist im Handel zu Preisen ab 109 Euro erhältlich. Die Open Circulation Edition der Distribution findet sich auf der aktuellen LinuxUser-Heft-CD.

Version 3.0.1 des Diskettenrouters Fli4l (http://www.fli4l.de) beseitigt einige Fehler der Ende letzten Jahres erschienen Version 3.0. Fli4l erlaubt das Einrichten eines ISDN-Routers auf einem älteren Rechner. Mit Hilfe von Erweiterungen lässt sich der Router um Server-Funktionen erweitern. Alle Plugins funktionieren mit der aktualisierten Version, wenngleich diese zuweilen Konflikte meldet.

Gentoo (http://www.gentoo.org) hat Version 2006.0 erreicht. Die wichtigste Änderung ist der neue Installer, der das Einrichten des Systems erleichtert und mit der x86-Live-CD mitkommt. Gentoo 2006.0 enthält die Desktops KDE 3.4.3, Gnome 2.12.2 und XFCE 4.2.2. Als Compiler verwendet das aktuelle Gentoo GCC 3.4.4 und steht für die Architekturen x86, Alpha, AMD64, HPPA, IA64, PPC, PPC64 und Sparc64 bereit. Zur Installation gibt es ISO-Images für eine universelle Installations-CD, eine Live-CD und für ein Minimalsystem.

Der langjährige Debian-Entwickler und LinuxTag-Organisator Martin Schulze tritt von seiner Position als Debian-Releasemanager für Debian Stable zurück. Als Grund nennt er Probleme und mangelnde Bereitschaft zur Kooperation zwischen den Mitarbeitern der Distribution.

Das neue Installationsprogramm für Debian (http://www.us.debian.org/devel/debian-installer) macht Fortschritte. Der Installer ist für die nächste Version von Debian gedacht und erledigt die Installation bei einem auf Kernel 2.6.15 basierenden System. Zum Erkennen der Hardware verwendet das Programm Udev. Die gesamte Installation läuft jetzt einschließlich Konfiguration ohne Neustart ab. Eine grafische Oberfläche für den Installer gibt es noch nicht.

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