Novell und die Zukunft des Linux-Desktops

Auf der CeBIT 2006 hat Novell mit dem Suse Linux Enterprise Desktop (SLED) die nächste Generation des Linux-Desktops für Unternehmen vorgestellt. Viel Aufwand steckte das Unternehmen dabei in eine bessere Benutzerschnittstelle, um den Anwendern das Bedienen des Computers zu vereinfachen und Umsteigern von Windows zu Linux entgegen zu kommen.

Kernstück des Systems bildet ein angepasster Gnome-Desktop und OpenOffice 2.0, das Novell um Funktionen zum Ausführen von Visual-Basic-Makros ergänzt hat. SLED fügt sich in bestehende Windows-Netzwerke ein und erlaubt den Zugriff auf Lotus-Notes/Domino-Server. Der Desktop enthält Xgl, das Hardware-beschleunigte, grafische Effekte ermöglicht.

Novell plant die Freigabe des fertigen Suse Linux Enterprise Desktops für diesen Sommer, ein Preis steht noch nicht fest.

Mandriva in unruhigen Fahrwassern

Der französische Distributor Mandriva (http://www.mandriva.com) hat sich überraschend von Gaël Duval getrennt, der die Distribution 1998 mit aus der Taufe hob. Als Grund für die Maßnahme nennt Mandriva eine nach dem Kauf der brasilianischen Distribution Conectiva notwendigen Umbau der internen Struktur des Unternehmens.

Duval reagierte enttäuscht und plant, gegen seine Entlassung zu klagen. Gleichzeitig kündigte er an, noch in diesem Jahr ein neues System namens Ulteo (http://www.ulteo.com) zu entwickeln, das das Bedienen des Computers noch einmal drastisch vereinfacht.

Unterdessen stellte Mandriva mit Mandriva One eine kombinierte Live- und Installations-CD vor. Mandriva One basiert auf dem Ende letzten Jahres erschienen Mandriva Linux 2006 und enthält auf einer CD alle Anwendungen für die tägliche Büroarbeit.

Ein Installer bannt das System auf Wunsch auf die Festplatte, wobei er alle Änderungen aus dem Live-System berücksichtigt. Mandriva One steht in siebzig Sprachen zur Verfügung. Zur Zeit ist Mandriva One nur für Mitlieder des Mandriva Clubs zu haben; in einigen Wochen soll es auch einen freien Download geben.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 04/2017: SPEZIAL-DISTRIBUTIONEN

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

WLAN lässt sich nicht einrichten
Werner Hahn, 21.03.2017 14:16, 0 Antworten
Dell Latitude E6510, Ubuntu 16.4, Kabelbox von Telecolumbus. Nach Anklicken des Doppelpfeiles (o...
"Mit Gwenview importieren" funktioniert seit openSuse 42.2 nicht mehr
Wimpy *, 20.03.2017 13:34, 2 Antworten
Bisher konnte ich von Digitalkamera oder SD-Karte oder USB-Stick Fotos mit Gwenview importieren....
Ich habe eine awk Aufgabe und bekomme es nicht so Recht hin
Dennis Hamacher, 10.03.2017 18:27, 1 Antworten
Ich hoffe Ihr könnt mir dabei helfen oder mir zeigen wie der Befehl richtig geschrieben wird. Ich...
Unter Linux Open Suse Leap 42.1 einen Windows Boot/ ISO USB Stick erstellen...
Tim Koetsier, 07.03.2017 15:26, 1 Antworten
Hallo, weiß jemand wie ich oben genanntes Vorhaben in die Tat umsetzen kann ? Wäre echt dankba...
Druckertreiber installieren OpenSuse42.1
Tim Koetsier, 07.03.2017 15:22, 1 Antworten
hallo, kann mir BITTE jemand helfen ich verzweifel so langsam. Habe einen Super Toner von Canon...