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01.05.2006

Java-Kochkurs

Ein schlankes Buch über ein umfangreiches Programm – diesen Spagat versucht Ed Burnette in dem Band "Eclipse IDE – kurz & gut" aus O'Reillys Taschenbibliothek. Herausgekommen ist dabei eine verständliche und übersichtliche Einführung, die Anfängern den Einstieg in das Java-Programmieren mit Eclipse erleichtert.

Von der Installation über den Aufbau des Arbeitsbereiches bis hin zu fortgeschrittenen Eclipse-Funktionen gelingt dem Autor eine sinnvolle Auswahl der Themen, die die Balance zwischen einer knappen Übersicht und einem umfassenden Rundumschlag hält. Ein Java-Schnellkochkurs nimmt den Leser mit in die Praxis, setzt allerdings Grundkenntnisse im Programmieren mit der Sprache voraus.

Das Kapitel "Tipps und Tricks" hilft, die vielen nützlichen, manchmal aber auch gut versteckten Features von Eclipse zu finden. Ein kurzer Ausblick auf weiterführende Themen rundet das Buch ab. Dass der Autor der Übersicht über die Eclipse-Befehle rund ein Viertel des Umfangs einräumt, wirkt allerdings ein wenig wie Platzschinderei, zumal er die Befehle nicht erläutert, sondern nur ins Deutsche übersetzt.

Für Einsteiger in Eclipse empfiehlt sich das Buch wegen der verständlichen Erklärungen. Fortgeschrittene Eclipse-Anwender entdecken in ihm freilich wenig Neues.

Info

Ed Burnette Eclipse IDE – kurz & gut O'Reilly 2006 ISBN 3-89721-515-7 143 Seiten, 9,90 Euro http://www.oreilly.de

Mach' mal

Makefiles sind unter Linux so verbreitet wie unbeliebt: Sie steuern das Übersetzen von Quellcode und installieren die Pakete. Was dabei passiert und wozu ein gut geschriebenes Makefile noch fähig ist, zeigt das Buch "GNU Make" von Robert Mecklenburg.

Der Autor betreute selber lange Zeit große Software-Projekte und setzte zu diesem Zwecke Makefiles ein – er spricht also aus der Praxis. Das spiegeln die Beispiele im Text auch wieder. Mecklenburg schafft es zudem, die zahlreichen Effekte, die beim Schreiben von Makefiles auftreten immer wieder soweit herunterzubrechen, dass es dem Leser verständlich bleibt.

Die Lektüre des Buches animiert dazu, auf dem eigenen Rechner Vorgänge in eine Makefile zu gießen, und in der Tat erlaubt das System dem Anwender eine manchmal erstaunliche Flexibilität. Der handliche Umfang des Buches entmutigt zudem nicht den Leser. Angenehmerweise enthalten diese Seiten keine umfangreichen Übersichten, Referenzen oder Anhänge, mit denen manche Autoren gerne Seiten schinden.

Wer sich mit dem Programmieren beschäftigt, und sei es auch nur im kleinen Maßstab, dem sei dieses Buch an Herz gelegt. Make gehört zwar zu den ältesten Werkzeugen, es aber noch lange nicht zum alten Eisen. Das zeigt auch die Tatsache, dass der Verlag das englische Original nun schon zum dritten Mal aufgelegt und der Autor den Inhalt komplett überarbeitet und aktualisiert hat.

Info

Robert Mecklenburg GNU Make O'Reilly 2004 ISBN 3-89721-408-3 328 Seiten, 32 Euro http://www.oreilly.de

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LinuxUser 06/2012

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