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USB- und Firewire-Laufwerke im Test

01.04.2006 Wird der Speicherplatz knapp, bieten externe USB- oder Firewire-Festplatten eine bequeme Möglichkeit zur Erweiterung. Wir testen neun typische Vertreter dieser Gattung.

Spätestens wenn sämtliche IDE-Anschlüsse des Rechners belegt sind, und der Speicherplatz schon wieder knapp wird, sollten Sie über die Anschaffung einer externen Speicherlösung nachdenken. Die Harddisk außerhalb des Rechners aufzubewahren, ist zwar etwas umständlich und die meisten externen Festplatten benötigen auch eine zusätzliche Stromversorgung. Die Mobilität von USB- und Firewire-Platten macht diesen Nachteil aber jederzeit wett. Im Unterschied zu Rack-Einschüben lassen sich diese zudem auch im laufenden Betrieb problemlos ein und ausschalten.

USB, Firewire oder Ethernet

Je nach Arbeitsumfeld sollten Sie nicht einfach die erstbeste USB-Platte kaufen. Besitzen Sie zu Hause bereits ein kleines Netzwerk mit Switch oder Router, lohnt sich eventuell die Anschaffung einer Netzwerk-Festplatte wie der hier vorgestellten Lacie Ethernet Disk Mini. Mit dieser Lösung greift gleichzeitig nicht nur ein Rechner auf die externen Dateien zu, sondern sämtliche Teilnehmer des Netzwerkes, ohne dass Sie dazu umständlich verschiedene Shares oder NFS-Exporte einrichten müssten. Einige Hersteller bieten auch externe Speicher mit integriertem Hardware-Raid an, die sich zum Beispiel hervorragend als Backup-Lösung eignen.

Hängen an Ihrem Rechner bereits zahlreiche USB-Geräte und verfügt Ihr Rechner bereits über eine Firewire-Schnittstelle, lohnt sich der Kauf einer Harddisk, die neben USB auch eine Firewire-400-Schnittstelle (IEEE 1394A) mitbringt. Für den Aufpreis von 10 bis 20 Euro könnten Sie sich zwar auch einen USB-Hub kaufen, diese arbeiten aber nicht immer zuverlässig. Firewire 400 arbeitet allerdings leicht langsamer als USB 2.0 (Abbildung 1). Kommt es für Sie vorrangig auf Geschwindigkeit an, legen Sie sich eine Disk mit Firewire-800-Schnittstelle (IEEE 1394B) und eine passende PCI- oder PCMCIA-Karte zu.

Abbildung 1: Während Firewire 400 und USB 2.0 beim Lesen noch fast gleichauf liegen, zeigt sich beim Schreiben doch ein deutlicher Performance-Vorteil für USB 2.0. Firewire 800 ist allerdings deutlich schneller als USB 2.0.

Sind Sie viel unterwegs, geht nichts über eine externe 2,5-Zoll-Festplatte, die keinen zusätzlichen Stromanschluss benötigt. Hier existieren Lösungen sowohl auf Basis von USB auch mit Firewire. Doch Vorsicht: Es funktionieren dabei nur Firewire-Platten mit dem großen, fünfeckigen Stecker – der in den meisten Laptops eingebaute kleinere viereckige Stecker mit Einbuchtung bietet keine Stromzufuhr.

Tipp

Anstelle einer externen Festplatte können Sie auch ein Laufwerksgehäuse mit Firewire oder USB-Anschluss kaufen (ab 30 Euro). Im Gegensatz zu den hier vorgestellen Modellen lässt sich darin die Festplatte beliebig tauschen, ohne das Gehäuse zu beschädigen.

3,5-Zoll-Laufwerke

Aus dem riesigen Angebot an externen 3,5-Zoll-Laufwerken testete die Redaktion fünf Geräte (siehe Tabelle "Übersicht"). Die Platten von Seagate [1], Maxtor [2] und Lacie [3] bewegen sich auf der Preisskala eher im oberen Bereich, Trekstor [4] kämpft in der unteren Preisklasse. Mit Ausnahme von Seagate lieferten alle Hersteller die Platten mit dem Dateisystem FAT32. Die Barracuda dagegen war mit NTFS vorformatiert. Obgleich die Wahl des Dateisystems unseren Benchmarks zufolge auf die Performance nur einen geringen Einfluss hat, sollten Sie folgende Punkte überdenken, bevor Sie die Festplatte zum ersten Mal in Gebrauch nehmen:

  • Für den Datenaustausch mit Windows oder Mac OS X eignet sich FAT32 am besten.
  • FAT32 beschränkt die maximale Dateigröße auf 4 GByte.
  • FAT32 speichert keine Benutzerrechte. Für ein Backup sollten Sie deshalb Ext3 oder ReiserFS benutzen oder die Dateien vorher in ein Tar-Archiv packen.

Entscheiden Sie sich für FAT32, sollten Sie die vorformatierte Platte nicht neu formatieren. Windows XP hatte in unseren Tests Probleme, unter Suse Linux erstellte Partitionen zu erkennen. Möchten Sie eine Platte, die größer als 30 GByte ist, nachträglich wieder ins FAT32-Format umwandeln, sollten Sie dies allerdings unter Linux tun, da Windows mit Bordmitteln keine FAT32-Partitionen über 32 GByte anlegen kann.

Rufen Sie dann mkfs.vfat unbedingt mit der Option -F 32 auf, da Linux sonst eine FAT16-Partition erstellen will. Für die Partition /dev/sda1 lautet der entsprechende Befehl etwa mkfs.vfat -F 32 /dev/sda1.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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