Terabyte-NAS fürs Wohnzimmer

Raumwunder

Chronische Enge auf der Festplatte? Kein Problem: Die Terastation stellt binnen Minuten ein Terabyte Speicherkapazität bereit.

Ein Terabyte Plattenplatz waren noch vor wenigen Jahren eine absolute Ausnahme. Lediglich für große Datenbanksysteme in Industrie und Forschung benötigte und leistete man sich derartige Speicherkapazitäten. Mit heutigen Festplattengrößen und preiswerten ATA-Harddisks lässt sich aber auch für den Einsatz zu Hause oder im kleinen Büro ein Terabyte-Speichersystem zu erschwinglichen Preisen realisieren.

Dies demonstriert der taiwanesische Hersteller Buffalo Technology [1] mit seiner Terastation: Das als Network Attached Storage (NAS) ausgelegte System ist mit Bruttokapazitäten von 600 MByte, 1 TByte und 1,6 TByte zu haben. Wir nahmen das Modell HD-H1.0TGL/R5 alias Terastation 1TB näher unter die Lupe.

Terastation 1 TB

Das Netzwerk-Speichersystem verfügt über vier Ultra-ATA/100-Festplatten mit je 250 GByte Kapazität. Sie lassen sich in vier verschiedenen Konfigurationen betreiben:

  • Einzelplatten – in diesem Modus fungieren die Disks als einzelne Netzwerk-Shares zu je 250 GByte.
  • Spanning – alle vier Festplatten dienen als 1 TByte großes Volume. In diesem Setup liefert Buffalo die Terastation aus.
  • RAID 1 – die Terastation bündelt zwei der Harddisks zu einem Volume und spiegelt dieses auf die beiden anderen Platten, sodass die Netto-Kapazität auf 500 GByte sinkt.
  • RAID 5 – die Platten dienen als ausfallsicheres Stripe-Set mit Parity, die Nutzkapazität des Arrays beträgt hier 750 GByte.

Auf die gewünschte Konfiguration müssen Sie sich bereits bei Inbetriebnahme der Terastation festlegen. Ein Verändern des Modus im laufenden Betrieb unterstützt das System nicht. Als Dateisystem kommt XFS [2] zum Einsatz, das durch seine Journaling-Fähigkeiten eine hohe Datensicherheit auch nach unerwarteten Unterbrechungen gewährleistet.

Genügt die angebotene Plattenkapazität Ihren Ansprüchen nicht, erweitern Sie die Speicherkapazität einfach über externe Festplatten. Dazu stellt das System insgesamt vier USB-Ports zur Verfügung, die sich paarweise an Front und Rückseite der Terastation finden. Auf Wunsch betätigt sich die Terastation auch als Printserver für einen am USB-Port angeschlossenen Drucker.

Ihren Betriebszustand signalisiert die Terastation über insgesamt elf auf der Gehäusefront angeordnete LEDs. Acht davon zeigen zeigen den Betriebszustand und Status der vier Festplatten an, drei weitere Zustand von Spannungsversorgung, Netzwerkanschluss und System.

Verbindung ins lokale Netzwerk nimmt das Gerät über ein 10/100/1000-Mbit/s-Interface auf, wobei es die optimale Netzwerkgeschwindigleit automatisch aushandelt. Daneben verfügt die Terastation über eine serielle Schnittstelle zum Anschluss an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Kontaktfreudig

Die Installation der Terastation ist binnen Minuten erledigt: Sie schließen das NAS-System lediglich an Stromversorgung und Netzwerk an. Betreiben Sie in Ihrem LAN bereits einen DHCP-Server, besorgt sich die Terastation dort eine IP-Adresse sowie alle notwendigen Informationen zum Netz. Optional stellt sie via NTP auch gleich die Systemzeit korrekt ein. Fehlt der DHCP-Server, dann verwendet die Terastation die IP-Adresse 192.168.11.150.

Für Konfiguration und Wartung stellt das NAS-System eine konfortable Web-Oberfläche zur Verfügung, über die Sie nach der Inbetriebnahme die weiteren Einstellungen vornehmen. Dazu zählt unter anderem das Anlegen von Netzwerkfreigaben, die sich von anderen Rechnern im Netz nicht nur über das voreingestellte Windows-Protokoll SMB erreichen lassen. Alternativ bietet die Terastation die Daten auch per FTP zum Zugriff an, Apple-Rechner erreichen das System bei Bedarf auch über das eigene AppleTalk-Protokoll. Mithilfe der integrierten Benutzer- und Gruppenverwaltung lassen sich für die Freigabe detaillierte Zugriffsrechte vergeben (Abbildung 1).

Bei der Arbeit mit der Terastation treten zwei kleinere Schwächen zutage. Zum einen kommt das Web-Interface nicht mit Umlauten zurecht, sodass sich keine Freigaben oder Freigabebeschreibungen mit solchen erstellen lassen. Auf Dateisystemebene stellt das dagegen kein Problem dar. Zum zweiten lässt sich der FTP-Zugriff auf Freigaben nur wahlweise für anonymes FTP oder für einzelne Benutzerkonten freischalten. Ein Mischen der Modi oder FTP-Freigaben für Benutzergruppen unterstützt die Terastation nicht.

Abbildung 1: Die Terastation ermöglicht die Vergabe detaillierter Zugriffsrechte für die Netzwerkfreigaben.

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