Linux für den Eismann

Wenn Ingenieure sich mit der Herstellung von Eiscreme beschäftigen, kommt wohl so etwas wie Moobella heraus. Die im Format eines Getränkeautomaten gestaltete Eismaschine produziert frisches Eis aus unterschiedlichen Zutaten und mit unterschiedlichen Aromen. Der Kunde stellt per Eingabe über ein 15-Zoll-Display seine Mischung selbst zusammen. 96 Kombinationen aus den diversen Geschmacksrichtungen und Beigaben sind möglich.

Basis des Eisvollautomaten (http://moobella.com) bildet ein Linux-Betriebssystem nebst Dateisystem-Technologie von Red Hat. Für die Eingabe am Touchscreen haben die Entwickler eine Firefox-Oberfläche gestaltet. Zu steuern gilt es für das Embedded-Linux-System diverse mechanische Komponenten wie Mixer, Kühlung und Pumpen. Clou der Maschine: Das frische Eis ist in 45 Sekunden fertig.

Smartphone verbindet GSM und WLAN

Das in Shanghai ansässige Unternehmen E28 gilt als Pionier für Smartphones auf Linux-Basis und hat vor einigen Jahren mit dem E2800 – zumindest nach eigenen Angaben – das erste kommerzielle Linux-Smartphone der Welt angeboten. Bei der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona (13. bis 16. Februar) hat E28 zusammen mit Bridgeport Networks ein Linux-basiertes Smartphone vorgestellt, das den Brückenschlag zwischen Mobilfunknetz und WLAN (802.11b) beherrscht.

Demonstriert haben die beiden Firmen einen Anruf, der ohne Unterbrechung vom Mobilfunknetz an eine VoIP-Verbindung überging. Die Lösung entspricht nach Angaben der beiden Unternehmen den Anforderungen an ein IP-based Multimedia Subsystem (IMS), wie es von der Mobilfunk-Initiative 3GPP – dem 3rd Generation Partnership Project – festgelegt wurde (http://www.3gpp.org). Das Feature des IMS, das dabei angewandt wurde, heißt Voice Call Continuity (VCC).

Bridgeport steuert dafür die Netzwerktechnologie und die Server-Ausstattung bei. Die Technologie ist für Provider interessant, die mit Hilfe des munteren Wechsels zwischen Mobilfunk und WLAN neue Angebote entwerfen können. Das von E28 (http://www.e28.com) beigesteuerte Smartphone liegt im mittleren Preissegment und braucht – neben dem Vorteil der Kostenersparnis in der Anschaffung – deutlich weniger Strom als kombinierte Mobilfunk-WLAN-Lösungen in PDAs. Drei Stunden Gesprächszeit – egal ob über GSM oder WLAN – und 72 Stunden in Wartestellung sind laut Hersteller möglich.

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