Mathematische Formeln für alle

Bei dem Programm Eqe (http://rlehy.free.fr/) handelt es sich um einen Klon des bekannten OS-X-Programm LaTeX Equation Editor. Wie das Original erlaubt es dem Anwender, mathematische Formeln in LaTex-konformer Kommandofolge einzugeben. Das Programm generiert daraus die entsprechende Formelgrafik. Diese exportiert es auf Wunsch als Datei in verschiedenen Formaten.

Eqe besticht dabei durch eine einfache Oberfläche: Sie brauchen keinen komplexen Editor zu starten oder eine Tex-Vorlage zu laden, sondern geben Ihre Formel direkt in das große Freitextfeld ein. Sie leiten die Eingabe durch ein Dollar-Zeichen ein und beenden sie auch wieder mit einem solchen.

Das Ergebnis erscheint als Formel im oberen Fensterbereich. Die Anfang Februar veröffentlichte Version 1.3.0 führt außerdem Tastaturkürzel zum Generieren der Formel ein, was das Arbeiten sehr beschleunigt.

Eqe akzeptiert Formeln in der Eingabe nur als Tex-Befehlsfolge.

Audio-Dateien maßschneidern

Wenn Sie regelmäßig Audio-Dateien nachbearbeiten, dann ist Sweep (http://www.metadecks.org/software/sweep/) genau das Richtige für Sie: Das Programm beherscht zahlreiche Audio-Formate von WAV über MP3 und RAW bis hin zu Ogg-Vorbis, um nur einige zu nennen.

Neben den üblichen Funktionen wie dem Schneiden oder Entfernen von Passagen erlaubt Sweep auch Übergänge durch Ein- und Ausblenden. Bei starken Schwankungen normalisiert es die Lautstärke der Musik oder baut auf Wunsch ein Echo ein. Bei Bedarf entfernt es außerdem ganze Audio-Kanäle oder fügt weitere hinzu.

Sweep eignet sich auch zum Abspielen von Audio-Dateien. Dank Funktionen wie Vorhören, Schleifen spielen, Stummschaltung oder rückwärts abspielen lohnt es sich für Freizeit-DJs durchaus, einen Blick auf die Software zu werfen.

Das Programm liegt im Augenblick in der Version 0.9.1 vor, bei der die Entwickler insbesondere Fehler in der Unterstützung für Alsa beseitigten. Wer eine ältere Version einsetzt, sollte sie auf jeden Fall aktualisieren.

Das Audio-Bearbeitungsprogramm Sweep stellt jeden Tonkanal übersichtlich in einer Zeile dar.

Kurz notiert

Palm Source (http://www.palmsource.com) stellte auf der diesjährigen 3GSM in Barcelona erste Details seiner Access-Linux-Plattform vor. Das Linux-basierte Betriebssystem für Handys ermöglicht unter anderem, native Linux-Anwendungen auf Basis einer angepassten Version der GTK+-Bibliothek und von Gstreamer zu starten. Neben Linux-Programmen laufen auf dem neuen Betriebssystem auch Java- und klassische Palm-OS-Software. Entsprechende Umgebungen und Emulatoren existieren bereits.

Alljährlich sucht die Gnome-Foundation kompetente Referenten, die ihr Wissen und ihre Erfahrungsschatz auf der Guadec 2006 weitergeben. Gefragt sind Referenten aus den Bereichen Oberflächenintegration, Multimedia, Office-Systeme, Gnome in Schulen und Behörden, Gnome auf kleinen Geräten und Gnome Community Groups. Wer sich in diesen Bereichen auskennt und einen Vortrag halten möchte, reicht bis zum 31. März einen Entwurf ein. Nähere Informationen finden sich unter http://beta.guadec.org/callforpapers/.

Nach Sylpheed hat jetzt auch der funktionell erweiterte Abkömmling Sylpheed-Claws (http://claws.sylpheed.org) den Sprung auf die Version 2.0 geschafft. Die neue Version besitzt ein überarbeitetes Handbuch und Übersetzungen in 16 Sprachen. Darüber hinaus optimierten die Entwickler die Oberfläche sowie zahlreiche Dialogfenster und passten die Symbole an die Anforderungen des Human Interface Guides an. Bei den Erweiterungen fassten die Programmierer außerdem die verschiedenen Clamav- und Spamassassin-Plugins zu jeweils einem Plugin zusammen.

Wie erst jetzt bekannt wurde, setzt die Republik Mazedonien bereits seit 2004 erfolgreich Linux in 486 Schulen und 182 Computer-Zentren ein. Bei der passenden Distribution fiel damals die Wahl auf Ubuntu. Besonders die einfache Handhabung und vorhandene Anpassung an die Landessprache gaben damals den Ausschlag für Gnome. Aber auch die große Zahl frei verfügbarer Lernprogramme fiel ins Gewicht. Ein Teil der Programme wird sogar an den Schulen in die Landessprache übersetzt.

Das nächste Gnome Release 2.14 steht vor der Tür. Als Termin handeln die Entwickler derzeit den 15. März. Aus diesem Grund gibt es mit der jetzt erschienenen ersten Beta ein Feature-Freeze. Für die Entwickler bedeutet dies, dass sie nur noch Fehler korrigieren, aber keine neuen Funktionen implementieren. Und Fehler sind bis zum Veröffentlichen noch reichlich zu beheben. Um den Termin zu halten, hoffen die Entwickler auch diesmal wieder auf Testbereitschaft und das Feedback der Gemeinde.

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