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Ungleiches Paar

USB-Festplatte als Mediaplayer

01.03.2006 Multimedia-Player mit interner Festplatte gibt es viele. Mit den Grab'n'Go-Produkten von Conceptronic existieren neuerdings auch externe Festplatten mit integriertem Multimedia-Player. LinuxUser hatte sie auf dem Prüfstand.

Grab'n'Go bedeutet frei übersetzt "packen und gehen". Das Konzept Grab'n'Go-Player besteht denn auch darin, dass Sie Multimedia-Dateien einfach auf die USB-Festplatte packen und dann damit dahin gehen können, wohin Sie wollen. Dort schließen Sie die Platte an einen Fernseher, Videorecorder oder PC-Monitor an (nur beim CMED3PL160) und schon können Sie Ihre Bilder und Videos anschauen oder Musik hören.

Mal dick mal dünn

Die zwei Modelle von Conceptronic [1] unterscheiden sich nicht nur in der Kapazität der Festplatte, sondern auch in puncto Abmessungen und Features. So nimmt der kleinere CMED2PL40 gerade mal die Ausmaße einer DVD-Hülle an. Auch die Fernbedienung ist nicht viel größer als zwei Kreditkarten. Der größere CMED3PL160 gleicht vom Umfang und Gewicht her eher einem dicken Karl-May-Buch, als einer externen Festplatte. Zusätzlich zum Composite-Videoausgang verfügt er auch über einen S-Video- und einen VGA-Ausgang sowie einen Mikrofon-Eingang und einen optischen Ausgang. Die Fernbedienung zum Gerät unterscheidet sich kaum von den üblichen DVD-Player- oder TV-Fernsteuerungen. Weitere Informationen zu beiden Geräten finden Sie in der Tabelle "Technische Details".

Technische Details

Conceptronic CMED2PL40

Conceptronic CMED3PL160

 
Unterstützte Audioformate: MP3 MP3
Unterstützte Videoformate: MPEG1/2/4, XviD, AVI, (S)VCD, VOB MPEG1/2/4, XviD, AVI, (S)VCD, VOB
Unterstützte Bildformate: JPEG JPEG
Eingänge: USB 2.0 (OGT) USB 2.0 (OGT), Mikrofon
Ausgänge: Composite Video, Audio Composite Video, Audio, S-Video, VGA, digital Audio
Zubehör: Fernbedienung, Audio- und Videokabel, Scart-Stecker, USB-Kabel, OTG-Adapter wie CMED2PL40, optisches Kabel
Abmessungen (LxBxH): 16x11x1,7 cm 20x14,5x5 cm
Gewicht: ca. 320g ca. 1,1 kg
Preis: ca. 170 Euro ca. 190 Euro

Anschließen, kopieren

Für den Anschluss an den PC verfügen beide Player über eine USB 2.0-Schnittstelle, die mit dem beiliegenden Adapter auch als OTG-Anschluss benutzt werden kann. In unseren Tests erreichte die flotte 2,5-Zoll-Festplatte des kleineren Players laut Dateimanager Konqueror eine Schreibrate von guten 20 MByte pro Sekunde. Beim Lesen kam die Harddisk auf eine Durchsatzrate von 15 MByte/s. Die größere 3,5-Zoll Festplatte des CMED3PL160 erreichte beim Lesen ebenfalls 15 MByte/s, der Schreibvorgang verlief mit 19 MByte/s leicht langsamer.

Während die Notebook-Platte des kleineren Players die Spannungsversorgung über USB löst, benötigt die normale IDE-Harddisk des CMED3PL160 Strom aus der Steckdose. Der größere Player braucht aber nicht nur mehr Energie, sondern arbeitet wegen des Gehäuselüfters auch wesentlich lauter. Schade, dass Conceptronic hier an einem leisen Lüfter gespart hat. Die Aluminium-Abdeckung des Gehäuses lässt sich aber leicht öffnen und Sie können den Stecker des lästigen Lüfters ziehen. Bei einem 2-Stunden-Dauertest erwärmte sich die Samsung-Festplatte dabei nicht überdurchschnittlich, eine saubere Lösung ist dies allerdings nicht. Sie müssen zudem das berüchtigte Siegel mit der Aufschrift "Warranty void if seel is damaged" durchbrechen.

So lange die Grab'n'Go-Player per USB mit einem Computer verbunden sind, sendet der Videoausgang kein Signal. Es ist also nicht möglich, gleichzeitig einen Spielfilm zu schauen und die Platte zu füllen. Die Zusammenarbeit mit einem TV- oder Video-Gerät stellt aufgrund der beiliegenden Adapter kein Problem dar. Im Test traten lediglich beim Anschluss des größeren Grab'no'Go-Players an einen LCD-Monitor leichte Schwierigkeiten auf, da dieser zunächst die Frequenz nicht akzeptierte und in den Standby-Modus schaltete. Nach mehrmaligem Betätigen der [VGA]-Taste zeigte aber auch dieser Bildschirm das Hauptmenü des Conceptronic-Gerätes an.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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