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Linux und die MightyMouse

01.03.2006
Sie war Apples Shootingstar im vergangenen Jahr: Die MightyMouse. Wir zeigen, wie das Plastiksteil sich mit Linux verträgt.
Abbildung 1: Mit der MightyMouse stellt Apple zum ersten Mal seit langem wieder eine Mehrtastenmaus her.

Es sind eben die kleinen Dinge im Leben, die manchmal mehr Aufruhr verursachen, als erwartet: Als Steve Jobs Anfang 2005 die MightMouse vorstellte, ging ein Raunen durch die Presselandschaft. Damit hatte nun wirklich keiner gerechnet. Ausgerechnet Apple, das seit Jahren propagierte, eine Maustaste reiche völlig aus, warf eine Mehrtasten-Maus mit Scrollball auf den Markt – mit viel Tam-Tam, versteht sich.

Offiziell ist die Mighty Mouse natürlich für Mac OS konzipiert. Das heißt aber ja nicht, dass sie ausschließlich mit dem Apple-System funktioniert. In diesem Artikel erfahren Sie, wie gut das Gerät unter Linux arbeitet.

Verpackungsinhalt

Die MightyMouse geht mittlerweile zu Straßenpreisen von 55 bis 60 Euro über den Ladentisch. Neben der Maus erhalten Sie ein kurzes Handbuch, die Garantieklauselnsowie der Treiber-CD, die für Linux-Anwender allerdings nutzlos ist.

Die Hardware gibt es aktuell ausschließlich kabelgebunden. Apple plant eine schnurlose Maus, nennt dafür aber weder konkrete Details noch einen offiziellen Erscheinungstermin. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass das Unternehmen mit der Wireless Mouse, einer Bluetooth-Variante von Apples Standardmaus, negative Erfahrungen im Bezug auf den Leistungsverbrauch gemacht hat. Nicht selten fiel dort ein monatlicher Batteriewechsel an.

Form und Funktion

Die Maus entspricht im Grunde dem Apple-typischen Design für Zeigergeräte: Sie hat keine zwei einzelnen Maustasten. Stattdessen funktioniert die gesamte Maus eine Taste. Ein Druck bewirkt, dass sich die obere Schale der Maus komplett nach vorne neigt und so den Druck der Maustaste simuliert.

Die MightyMouse weist drei Neuerungen auf: Zunächst verfügt sie links und rechts am Rand über jeweils eine Zusatztaste. Obendrauf befindet sich zudem eine Scroll-Kugel, die sich auch seitwärts bewegt (Abbildung 1). Diese fungiert ebenfalls als Taste. Schließlich verfügt die Maus im Inneren über einen Sensor, der parallel zum Klick mit dem Mausknopf registriert, ob ein Finger auf der linken oder auf der rechten Seite der Maus lag. Abhängig davon simuliert das Gerät einen Links- oder ein Rechtsklick.

Kennen Sie die Mäuse für Windows, kommen Sie vermutlich nicht sofort mit einer Maus im Apple-Design klar. Fest steht aber, dass diese Form gewisse Vorteile hat: Zum einen ist die Maus so viel leichter, als eine kabellose Windows-Maus und schont damit die Handgelenke. Zum anderen erlaubt dieses Maus-Design eine flexiblere Handhaben des Geräts – und macht es für Rechts- und Linkshänder interessant.

Gerade dieses Problem tritt bei aktuellen, besonders ergonomisch geformten und mit besonders tollen Designs versehenen Mäusen häufig auf. Von der Tatsache einmal abgesehen, dass Menschen mit größeren Händen mit der Form dieser Mäuse oft Probleme haben.

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