Hardware-News

01.03.2006

Horst trifft Fritz

In Kürze werben zwei WLAN-DSL-Router mit deutschem Vornamen in der Produktbezeichnung um die Gunst der Käufer. AVM (http://www.avm.de) reiht die Fritzbox Fon 7170 in sein Portfolio ein – und dies an der prominenten Flaggschiff-Position für die drahtlosen Boxen.

Linkys (http://www.linksys.de) tritt erstmals mit der so genannten Horstbox an. Horst hat im Unterschied zu Fritz die freie VoIP-Anlagen-Software Asterisk an Bord und ein Linux-Betriebssystem. Die Zielgruppe umfasst neben dem privaten Nutzer auch Arbeitsgruppen und kleine Firmen.

Gemeinsam ist den Boxen die Fähigkeit, als DSL-Modem, WLAN-Router, Ethernet-Switch und Telefonie-Anlage zu dienen. Weitere Übereinstimmung: Die Eignung als USB-Host für die Einbindung von Peripherie wie Druckern und externen Festplatten. Die WLAN-Anbindung erfolgt bei beiden DSL-Modems über 802.11 g/b. Im Preis gibt es dagegen Unterschiede. Die Horstbox soll rund 450 Euro kosten und im ersten Quartal 2006 erscheinen, die Fritzbox 7170 geht für rund 250 Euro an den Endkunden und ist bereits verfügbar.

DECT-VoIP-DSL-Kombi

Zur Cebit 2006 (9. bis 15. März) bringt AVM eine Kombination aus DECT-Telefon, VoIP-Anlage und DSL-WLAN-Modem mit nach Hannover. Das Gerät bringt die Funktionen der bekannten Fritzbox Fon WLAN in einem Formfaktor unter, den sonst herkömmliche DECT-Telefone mit Basisstation für die reine Telefoniefunktion beanspruchen. Preise gibt es vor der Präsentation auf der Messe nicht. Die Einführung erfolgt später in gewohnter AVM-Manier über Netzbetreiber und Provider. Vom Gang in den Einzelhandel erwähnt der Hersteller derzeit noch nichts.

Schnurloses Telefon nebst DSL-Modem und WLAN-Router von AVM.

Digitalkamera mit leuchtstarkem Display

Der Hersteller Casio hat sein Kameramodell Exilim Zoom Ex-Z600 mit einem besonders hellen Display ausgestattet. Damit der Digitalfotograf auch bei strahlendem Sonnenschein etwas auf dem Bildschirm erkennen kann, leuchtet die 6,9 cm große TFT-Anzeige rund dreimal so hell wie bei den Casio-Schwestermodellen, nämlich mit 1200 cd/qm.

Die Kamera verfügt über einen Sensor mit 6 Megapixel Auflösung, das Dreifach-Zoom-Objektiv umfasst eine Brennweite von 38 bis 114 mm (umgerechnet auf Kleinbild-Verhältnisse). Mit dem eingebauten Blitz sind innerhalb einer Sekunde drei so genannte Rapid-Flash-Aufnahmen möglich. 36 vorprogrammierte Kameraeinstellungen und ein Bildstabilisator gegen Verwackeln sollen für gelungene Fotos sorgen. Daneben zeichnet das Gerät Videos im Motion-JPEG-Format in der VGA-Auflösung 640 x 480 Pixel auf.

Zum Aufladen des Kamera-Akkus und zum Übertragen der Bilder kommt eine Dockingstation zum Einsatz. Nach Angaben des Herstellers lässt sich die Station unter Linux als USB-Storage-Gerät einbinden. Die Exilim Zoom Ex-Z600 (http://www.exilim.de) kostet rund 330 Euro.

Ein strahlendes Lächeln: Casio hat der Exilim Zoom Ex-Z600 ein besonders helles Display spendiert.

WLAN vom Keller bis zum Dach

Netzwerkspezialist Zyxel hat mit dem G5705 ein WLAN-Gerät vorgestellt, das Access-Point, Repeater, Bridge und Wireless-Client vereint. Benutzer, die etwa eine WLAN-Verbindung über mehrere Stockwerke im Haus hinweg brauchen, können zwei Geräte im Repeater-Betrieb kombinieren, um das Signal zwischen den Etagen aufzufrischen.

Die Übertragungsrate soll dank Zyxels aufgebohrtem 802.11g namens "Super-G" bei bis zu 108 Mbit/s liegen. Die Gegenstelle – etwa in Form von Notebooks – muss dabei allerdings mitspielen. Sicherheit gewährleisten die Verschlüsselungstechnologien WPA und WPA2, 802.1x sowie WEP-Verschlüsselung mit 152 Bit. Mittels der "One-touch Intelligent Security Technology" (OTIST) verkuppeln sich die WLAN-Geräte auf Knopfdruck mit einem von allen Beteiligten unterstützten Sicherheitsstandard. Über einen Ethernet-Anschluss an der Rückseite ist der drahtgebundene Anschluss möglich. Als Betriebssystemvoraussetzung nennt Zyxel http://www.zyxel.de Linux, Mac OS oder Windows. Für 125 Euro soll die Box im Fachhandel zu kaufen sein.

Bedient anspruchsvolle Benutzer oder kleine Firmen – das WLAN-Vielzweckgerät G5705 von Zyxel.

Linux auf der Nintendo DS

Findige Köpfe haben Linux bereits auf den unterschiedlichsten Geräten zum Laufen gebracht. Nun hat das DSLinux-Projekt http://www.dslinux.org das Betriebssystem auf die tragbare Spielkonsole Nintendo DS portiert.

DSLinux läuft auf dem ARM9-Prozessor und den 4 MByte RAM des Spielzeugs – der zweite eingebaute ARM-Prozessor ist derzeit nicht nutzbar. Die Linux-Variante basiert auf der µClinux-Distribution, einem Betriebssystem für Microcontroller, das auf Kernel 2.6 aktualisiert wurde.

Um das Betriebssystem von eine Speicherkarte zu booten, mussten die DS-Hacker waghalsige Tricks anwenden: Bei einer Methode werden beispielsweise Kontakte des Spielkonsolen-Innenlebens überbrückt, um eine neue Firmware aufzuspielen. Das genaue Vorgehen beschreibt DSLinux-Entwickler Kai Lauterbach in der PDF-Datei http://www.digital-dreaming.de/trans/nds-dslinux.pdf.

Mittlerweile lässt sich auf dem Gerät der Editor Vi benutzen, auch einfache Textadventures mit Ncurses-Oberfläche laufen. Die nächsten Ziele sind ein X-Server sowie Unterstützung für den WLAN-Chip der Spielkonsole.

Der Lohn der fleißigen Bastler vom DSLinux-Projekt: Linux auf der Spielkonsole Nintendo DS.

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