Linux auf der Nintendo DS

Findige Köpfe haben Linux bereits auf den unterschiedlichsten Geräten zum Laufen gebracht. Nun hat das DSLinux-Projekt http://www.dslinux.org das Betriebssystem auf die tragbare Spielkonsole Nintendo DS portiert.

DSLinux läuft auf dem ARM9-Prozessor und den 4 MByte RAM des Spielzeugs – der zweite eingebaute ARM-Prozessor ist derzeit nicht nutzbar. Die Linux-Variante basiert auf der µClinux-Distribution, einem Betriebssystem für Microcontroller, das auf Kernel 2.6 aktualisiert wurde.

Um das Betriebssystem von eine Speicherkarte zu booten, mussten die DS-Hacker waghalsige Tricks anwenden: Bei einer Methode werden beispielsweise Kontakte des Spielkonsolen-Innenlebens überbrückt, um eine neue Firmware aufzuspielen. Das genaue Vorgehen beschreibt DSLinux-Entwickler Kai Lauterbach in der PDF-Datei http://www.digital-dreaming.de/trans/nds-dslinux.pdf.

Mittlerweile lässt sich auf dem Gerät der Editor Vi benutzen, auch einfache Textadventures mit Ncurses-Oberfläche laufen. Die nächsten Ziele sind ein X-Server sowie Unterstützung für den WLAN-Chip der Spielkonsole.

Der Lohn der fleißigen Bastler vom DSLinux-Projekt: Linux auf der Spielkonsole Nintendo DS.

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