Den Code zusammenklappen
Code-Browser (http://code-browser.sourceforge.net) ist ein schlanker Editor. Er unterstützt Syntax-Highlighting für 16 Programmier- und Markupsprachen, darunter Java, C und Python sowie TeX und HTML.
Daneben kann der Anwender selber ein Farbschema für die Sprache seiner Wahl definieren. Die leistungsfähige Suchfunktion des Code-Browser beherrscht auch reguläre Ausdrücke. Daneben besticht der Editor durch eine unbegrenzte Anzahl von Redo-/Undo-Schritten. Auf diese Weise hält sich der Schaden durch voreilige Änderungen in Grenzen. Daneben bindet Code-Browser externe Compiler und Debugger via Pull-Down Menü ein.
Eine Stärke des Programms ist das Einklappen (Folding) von Textblöcken zu Ordnern, die der Anwender mit einem eindeutigen Namen versehen kann. Code-Browser blendet diese Blöcke aus dem normalen Quellcode aus und stellt sie als separate Einträge in der Baumansicht des Codes dar. Das erhöht die Übersichtlichkeit und erleichtert die Navigation im Quellcode.
Code-Browser steht jetzt in der Version 2.4 zur Verfügung. Diese Version ist besonders für Python-Programmierer interessant, die die Folding-Funktionen intensiv nutzen.
Visitenkarten, Ordnerrücken und CD-Cover
Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich bei GLabels (http://glabels.sourceforge.net/news/) um ein Programm zum Erstellen von Etiketten. Bereits vor vier Jahren berichtete der LinuxUser über dieses Tool – damals jedoch noch über Version 0.4.6, für Gnome 1.x. Nun ist Version 2.0.4 erschienen.
Als erstes fällt auf, dass die Liste der unterstützten Layout-Vorlagen stark gewachsen ist. Über 100 verschiedene Papiervorlagen von über 20 verschiedenen Anbietern lassen kaum Wünsche offen. Sollte die benötigte Vorlage dennoch nicht dabei sein, hilft ein menügeführter Vorlagen-Designer beim Anlegen eines neuen Layouts. Vor vier Jahren musste der Anwender noch die XML-Konfiguration von Hand bearbeiten.
Die restlichen Funktionen wie das Einfügen von Texten, grafischen Objekten, Bildern oder Barcodes sind in Umfang und Funktionsweise größtenteils unverändert. Allerdings hat der Anwender nun die Wahl zwischen 28 verschiedenen Barcode-Typen, von Postnet über UPC bis ISBN. Einen farbigen Hintergrund oder ein Wasserzeichen für ein Etikett kann der Benutzer hingegen nach wie vor nicht festlegen. Ungeachtet dessen ist GLabels immer noch der einfachste und schnellste Weg, Etiketten unter Linux zu erstellen.



