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Die ersten Schritte

Professioneller Textsatz mit LaTeX

Gliederung und Inhalt

Gliedern Sie mehrere Seiten lange Dokumente in Kapitel und Abschnitte, generiert LaTeX dazu automatisch ein Inhaltsverzeichnis. Wenn Sie die einzelnen Teile korrekt auszeichnen, brauchen Sie sich um dessen Layout nicht weiter zu kümmern. Die Tabelle "Gliederungsbefehle" zeigt die verfügbaren Auszeichnungsoptionen.

Gliederungsbefehle

LaTeX-Befehl Beschreibung
\part{Überschrift} Teil
\chapter{Überschrift} Kapitel
\section{Überschrift} Abschnitt
\subsection{Überschrift} Unterabschnitt
\subsubsection{Überschrift} Unterunterabschnitt
\paragraph{Überschrift} Paragraph
\subparagraph{Überschrift} Unterparagraph

Den Gliederungsbefehlen übergeben Sie die Überschrift als Argument zwischen geschweiften Klammern. Bei Bedarf, beispielsweise im Falle einer sehr langen Überschrift, tragen Sie eine Kurzform in eckigen Klammern zwischen Befehl und Überschrift ein. Diese erscheint dann anstatt der echten Überschrift im Inhaltsverzeichnis:

\gliederungsbefehl[Kurzform]{Überschrift}

Das Kommando \part nimmt eine Sonderposition ein. Es beeinflusst die Nummerierung der anderen Gliederungsbefehle nicht und existiert nur in den Dokumentklassen article, book und report. Der Befehl \chapter dagegen existiert nicht bei den Dokumentklassen article und proc. Hier beginnt die Gliederung erst mit den durch \section definierten Abschnitten. Im nächsten Teil unserer LaTeX-Reihe erfahren Sie genauer, welche Klasse sich für welches Dokument am besten eignet.

Nachdem Sie Ihr Dokument mit den Gliederungsbefehlen unterteilt haben, erstellen Sie das Inhaltsverzeichnis ("Table of contents"). Es enthält die Abschnittsüberschriften mit den zugehörigen Seitennummern, die LaTeX in der .toc-Datei speichert. An der Stelle, an der das Inhaltsverzeichnis im Dokument erscheinen soll, fügen Sie im LaTeX-Quelltext den Befehl \tableofcontents ein.

Damit LaTeX spätere Änderungen im Inhaltsverzeichnis berücksichtigt, rufen Sie den LaTeX-Interpreter zwei Mal: Der erste Durchlauf bringt die Einträge der .toc-Datei auf den neuesten Stand und der zweite bindet das aktualisierte Inhaltsverzeichnis ins Dokument ein.

Listen

Mit Listenumgebungen statten Sie Dokumente mit Aufzählungen aus. LaTeX stellt dafür die Kommandos itemize, enumerate und description bereit, die Sie ebenfalls mit \begin{Umgebung} einleiten und mit \end{Umgebung} beenden.

Alle drei Funktion rücken den Text ein wenig ein und versehen ihn am Anfang mit einer jeweils unterschiedlichen Markierung. Bei itemize erhält jedes neue Aufzählungselement einen schwarzen, ausgefüllten Punkt, enumerate nummeriert die Elemente durch und die description-Umgebung nimmt vor dem Text des Items in eckigen Klammern eine Beschreibung des Punktes entgegen, den es fett druckt. Sie bietet sich beispielsweise an, um Begriffe näher zu erläutern. Bei allen drei Umgebungen kennzeichnen Sie ein neues Aufzählungselement mit dem Befehl \item.

Die beiden Umgebungen itemize und enumerate unterstützen bis zu vier Verschachtelungsebenen. Bei jeder Ebene ändert sich das den Einträgen vorgestellte Markierungszeichen beziehungsweise die Art der Nummerierung. Der Text der Aufzählungspunkte darf beliebig lang sein und sogar aus mehreren Absätzen bestehen. Die folgenden Zeilen zeigen eine itemize-Umgebung, die wiederum ein enumerate-Umgebung enthält. Das Ergebnis sehen Sie in Abbildung 5.

\begin{itemize}
\item Punkt
\item Punkt
\begin{enumerate}
\item Unterpunkt
\item Unterpunkt
\end{enumerate}
\item Punkt
\end{itemize}
Abbildung 5

Abbildung 5: Aufzählungen lassen sich miteinander kombinieren und in verschiedene Unterebenen verschachteln.

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LinuxUser 05/2014

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