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Internet-Radio: Programmtipps aus der Redaktion
Mutterland der Internet-Träume
Aus dem Mutterland aller Internet-Träume kommt soma.fm, ein Internet-Radiosender, der gleich mehrere Streams anbietet. Die Server stehen in einem Keller in San Francisco, in der Gegend South Of Market, was teilweise den eigentümlichen Namen erklärt. Die musikalische Bandbreite reicht von Ambient ("Groove Salad"), über House und Funk ("Secret Agent") bis zu Indie-Rock und Pop ("Indie Pop Rocks"). Alle Streams finden sich aufgelistet in unterschiedlichen Qualitäten und Formaten auf der Homepage (Abbildung 1).
Wer wissen will, wie das tolle Stück heißt, das eben lief, kann für jeden Kanal in einer Song History auf der Webseite nachsehen.
Rusty Hodge, der sich schon seit 1995 mit Internet-Radio beschäftigt, gründete Soma.fm; im Jahr 2000 erfüllte sich endlich sein Traum: Der Sender ging online. Zwischendurch existenziell bedroht durch absurd hohe Sendegebühren (die mittlerweile auch bei Internet-Sendern anfallen), streamt soma.fm zur Zeit acht Sender, weitere sollen folgen.
Weil aber auch kleine Internet-Radios in USA weiterhin Gebühren zahlen müssen, braucht soma.fm die finanzielle Unterstützung der Hörer – für eine Spende von 50 Dollar gibt es sogar ein T-Shirt.
Breakbeats und Samba
Wo Soma.fm auf klar abgegrenzte Spartenkanäle setzt, ist Dublab.com (Abbildung 2) immer für eine Überraschung gut. Der musikalische Stil ist mit "Eclectic" gut beschrieben. Minutenlange Breakbeats wechseln mit Samba und Low-Fi-Stücken ab, die wie Simon und Garfunkel klingen – nur ohne die akustische Gitarre. Dub spielt dublab.com natürlich auch, gelegentlich.
Ansonsten bleibt Dublab.com seinem Motto "positive music and culture" treu. Der einzige Wermutstropfen ist der Zugang: Weil der Link zum Stream in einem Flash-Applet versteckt ist, klappt es nur, wenn der Browser richtig konfiguriert ist. Für alle anderen sei hier die aktuelle Adresse des Streams genannt: Es ist http://205.188.215.225:8008/listen.pls



