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Vier Notebooks im Test

Ungereimtheiten

Das vorinstallierte Linux-System des Testgeräts wies etliche Ungereimtheiten auf: So war das TFT-Display mit 1400x1050 Pixeln als VESA-Monitor mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln eingetragen. Die Standard-Auflösung des Desktops betrug hingegen 1280x1024 Pixel, war also größer als die des Monitors. Das Ergebnis war ein äußerst schwammiges, unscharfes Bild, da das Notebook den Bildschirminhalt auf die maximale Anzeigegröße des Displays skaliert. Den Nvidia-Treiber für Linux installierte Feat ebenfalls nicht, so dass out of the box weder 3D-Hardwarebeschleunigung noch Multihead-Betrieb zur Verfügung standen.

Das Power-Management bereitete zusätzliche Probleme. So erkannte Linux nicht, wenn das Notebook vom Netz getrennt wurde. Statt dessen zeigte kpowerd weiterhin das Stecker-Symbol in der KDE-Startleiste an. Dadurch warnte der Daemon nicht, als der Akku fast entladen war, und fuhr das System auch nicht herunter. Auch einen geschlossenen Display-Deckel erkannte Linux nicht und schaltete die Hintergrundbeleuchtung nicht ab, wenn der Bildschirmschoner lief.

Letztlich blieb der Redaktion nur die Neuinstallation der Suse Linux 10 und Nachinstallation des Nvidia-Treibers – womit sich fast alle Probleme von selbst lösten: Die Batterieanzeige funktionierte plötzlich und das Display schaltete die Hintergrundbeleuchtung automatisch ab, wenn der Bildschirmschoner aktiv wurde. Allerdings war die 3D-Unterstützung nicht stabil: Es gelang uns mehrfach reproduzierbar, die Grafikkarte samt Notebook mit dem Tuxracer abstürzen zu lassen. Auch die Soundkarte wies Stabilitätsprobleme auf, hin und wieder konnte der Treiber die Karte nicht initialisieren – nach dem nächsten Neustart funktionierte sie dann.

Centrino oder nicht?

Obwohl Faet fast überall auf der Homepage mit dem Centrino-Logo wirbt, ist der WLAN-Adapter eine kostenpflichtige Option – ein Sternchen weist den aufmerksamen Kunden ganz am Ende der Seite darauf hin, dass zu einem Centrino-Gerät ein Pentium-M-Prozessor und ein WLAN-Modul gehört. Bei einem Preis von rund 1600 Euro hätten wir jedoch erwartet, dass das WLAN-Modul zum Standard-Lieferumfang gehört.

Im mobilen Einsatz offenbaren sich weitere Schwächen des Faet-Notebooks. So befinden sich auf der Unterseite etliche halbkreisförmige Plastiknasen, die auf ebenem Untergrund für einen guten Stand des Geräts sorgen. Legt man sich das Notebook hingegen auf die Knie, bohren sich die Plastiknasen unbarmherzig ins Fleisch. Zudem verdecken die Knie die Luftzufuhr für den CPU-Lüfter – ein weicher Untergrund verlegt zudem noch den überaus lärmenden Lüfter für den Grafik-Chip. Insgesamt war das Faet-Notebook das lauteste im Test.

Für unterwegs besitzt das Feat-Notebook einen eingebauten, autarken CD-Player, der über fünf Tasten an der Gerätefront gesteuert wird, wenn das Notebook ausgeschaltet ist. Einen Regler für die Lautstärke gibt es jedoch nicht – und scheinbar auch keinen Anschluss für den Kopfhörer, denn die einzigen beiden Klinken-Buchsen waren mit S/P-DIF und Mikrofon beschriftet. Die S/P-DIF-Buchse entpuppte sich beim Test allerdings als der vermisste Kopfhöreranschluss.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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LinuxUser 06/2012

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