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01.01.2006

Kurz notiert

ATI hat eine neue Version seines proprietären Grafiktreibers für XFree 4.x und Xorg 6.8 herausgebracht. Besonderheit dieses Treibers ist die Unterstützung von Stromsparfunktionen wie Suspend und Resume. Bei neueren ATI-Karten wird außerdem die Powerplay-Funktion unterstützt, die den Wechsel zwischen verschiedenen Leistungsmodi erlaubt.

Wer beweisen will, dass sein Betriebssystem die Nase vorn hat, startet am 9. September 2006 in Treuchtlingen beim Seifenkistenrennen Race against root. Ziel des Rennens (http://www.race-against-root.org)ist es, eine 1,5 km lange Strecke mit einer Seifenkiste zu bewältigen, die ein Rechner steuert. Die Teilnehmer sind in verschiedene, von Betriebssystem und Prozessor abhängige Klassen eingeteilt. Sogar eine 8-Bit-Klasse für Renner mit antiken PCs geht an den Start. Im Gegensatz zur Grand Challenge muss die rechnergesteuerte Seifenkiste die Strecke aber nicht ohne menschliches Eingreifen meistern. Ein Pilot ist an Bord und gibt Kursänderungen via Joystick, Maus oder Tastatur ein.

Nokia erweitert und konzentriert mit der Web-Seite Open Source at Nokia (http://opensource.nokia.com/) sein Engagement im Open Source-Sektor. Die Seite beherbergt zur Zeit sieben Projekte, von denen die Entwicklungsumgebung Maemo für das Nokia 770 das bekannteste sein dürfte. Daneben listet die Website Nokia-Entwickler auf, die im Open Source Bereich tätig sind – mit magerer Ausbeute: Bis zum Redaktionsschluss hatte sich nur ein Entwickler eingetragen. Die Seite soll sich dennoch zur zentralen Anlaufstelle für Entwickler und Anwender von Nokia-basierter Open-Source-Software mausern.

Wer sich schon immer über das ISDN-Modul von Linux geärgert hat, darf mit Freude vernehmen, dass Daniele Orlandi mit vISDN (versatile ISDN) eine Neuimplementierung startet. Die Lösung setzt auf einen offenen, modularen Aufbau und unterstützt ausschließlich Kernel 2.6 und den EuroISDN-Standard. Eine Portierung auf Kernel 2.4 gibt es laut Entwickler nicht, die Integration weiterer Standards ist jedoch geplant. Darüber hinaus unterstützt vISDN D-Kanal-Sharing zwischen Applikationen und E-Kanal-Sniffing. Mit Hilfe des Moduls Ethereal soll zudem die Analyse des Datentransfers möglich sein. Das Projekt hat aktuell die Betatest-Phase erreicht.

Vom 21. bis 24. März 2006 findet an der Universität Osnabrück wieder das GUUG-Frühjahrsfachgespräch statt. Auf der viertägigen Veranstaltung, die an den ersten beiden Tagen mit Tutorien beginnt, stehen technische Themen im Vordergrund. Rechtliche, soziale und ökonomische Aspekte kommen außerdem zur Sprache. Wer selber einen Vortrag halten möchte, hat noch bis zum 6. Januar Gelegenheit, einen Themenvorschlag inklusive kurzer Zusammenfassung online (http://www.guug.de/veranstaltungen/ffg2006/)bei den Veranstaltern einzureichen. Weitere Informationen sowie ein vollständiges Tagungsprogramm gibt es Ende Januar.

Zur Freude aller Zocker veröffentlichte Transgaming Cedega 5.0. Die auf Wine basierende Applikation unterstützt unter anderem aktuelle Windows-Spiele wie Battlefield 2 oder Dungeon Siege II. Wie bereits die aktuelle Wine-Version beherrscht Cedega das SafeDisc-Kopierschutzverfahren, das viele Spiele-Hersteller zum Schutz vor Raubkopien einsetzen. Darüber hinaus glänzt Cedega mit mehr Benutzerfreundlichkeit, etwa durch bessere Integration von Front-Ends. Die Unterstützung von OpenGL 2.0 und Pixel-Shader 1.4 runden das Produkt ab.

Von der OSDL-Japan und mehrere japanischen Firmen kam jetzt ein erneuter Vorstoß in Richtung eines einheitlichen APIs zur Pflege von proprietären, binären Treibern für Linux. Es gibt zwar ein Treiber-API, das ist aber permanentem Wandel unterzogen. Unterstützer des Vorstoßes, wie NEC oder Hitachi, favorisieren die Implementierung einer Abstraktionsschicht, die Kernel und Treiber trennt. Die Hersteller versprechen sich davon, dass sie ihre Hardware künftig einfacher mit Linux-Treibern ausstatten können, ohne den Quellcode offenlegen zu müssen. Bei den Kernel-Entwicklern stieß dieser Ansatz auf wenig Gegenliebe.

Sendmail, Klassiker unter den Mail-Transfer-Agents, erscheint nach vierjähriger Entwicklungsphase in der komplett überarbeiteten Version X. Nachdem den Vorgänger viele Sicherheitslücken plagten, soll bei der neuen Version alles anders sein – uahc in sachen Effizienz: So organisiert ein Queue-Manager den Mail-Fluss und vermeidet Systemüberlastungen und die Adressen der Mails durchlaufen vor dem Routen eine Prüfung. Der Syntax der Konfigurationsdatei haben sich die Entwickler ebenfalls angenommen, sie soll stark vereinfacht sein. Funktionen zum Modifizieren von Mail-Inhalten bietet Sendmail X noch nicht – das Feature soll in späteren Versionen folgen.

Finanzverwaltung mit JGnash

Das Programm JGnash (http://jgnash.sourceforge.net) ist eine Java-basierte Finanzverwaltungssoftware im Stil von GNUCash oder Quicken. Stringent lokalisiert, unterstützt das Programm in der aktuellen Version 1.10.1 zehn verschiedene Kontotypen von Anlagekonten über Investmentfonds bis zu Verbindlichkeitskonten. Eine Erinnerungsroutine verwaltet wiederkehrende Transaktionen und sorgt dafür, dass Überweisungen nicht unerledigt bleiben.

Sämtliche Finanzdaten legt das Programm als XML-Datei ab, die der Anwender auf Wunsch mit einem Passwort verschlüsseln kann. Wer bereits Finanzdaten im QIF- oder GNUCash-Format abgelegt hat, importiert diese problemlos in JGnash.

Damit der Anwender seine Finanzlage überblickt, verfügt JGnash über eine Berichtsfunktion, die die finanzielle Situation über einen definierten Zeitraum tabellarisch oder grafisch anzeigt. Berichte über Monatssalden dürfen zur Verwertung in Drittapplikationen als CSV-Dateien exportiert werden. Nettowert- sowie Gewinn- und Verlustberichte speichert JGnash außerdem als PDF- oder HTML-Datei. Privatanwender und Freiberufler finden in JGnash ein Tool mit ansprechendem Funktionsumfang.

JGnash wirkt übersichtlich und professionell.

Spielend strategisch Denken

Den meisten ist das strategische Brettspiel Risiko ein Begriff. Beim Spiel JRisk (http://jrisk.sourceforge.net/) handelt es sich um eine Java-basierte Open-Source-Implemetierung. Wie beim Original hat der Spieler die Wahl zwischen unterschiedlichen Spieltypen wie Hauptstadt oder Eroberung. Anders als beim Brettspiel darf der Spieler bei JRisk zwischen verschieden Landkarten auswählen. Wem die zehn mitgelieferten Karten nicht ausreichen, lädt weitere von der JRisk-Website herunter.

Wer keine menschlichen Mitspieler findet, spielt einfach gegen mehrere vom Rechner gesteuerte Gegner. Die Spielstärke dieser Bots stellt der Benutzer für jeden einzelnen individuell ein. JRisk verbindet auch zu einem Server, so dass Sie auch im Internet Gegner finden können. Um ein Online-Spiel zu starten, sind mindestens zwei Gegner notwendig.

Falls Sie ihr strategisches Geschick testen möchten, können Sie JRisk in der Version 1.0.8.3 einfach herunterladen. Dank eines komfortablen Installer-Pakets ist das Spiel im Handumdrehen auf der Festplatte und spielbereit.

JRisk: Zu Beginn des Spiel ist es wichtig, die Einheiten strategisch zu verteilen.

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