KDE 3.5 fast fertig

Das KDE-Team hat den ersten Release Candidate für KDE 3.5 fertiggestellt und damit die wohl letzte Testversion vor der Freigabe der finalen Version.

Dabei scheint das Release-Team bereits jetzt von der Qualität überzeugt: Der Hinweis "RC1" taucht in den Versionshinweisen der Software gar nicht erst auf. Nur die Pakete weisen auf den Status hin.

Testen lohnt sich diesmal besonders: KDE 3.5 stellt nach den bisherigen Plänen die letzte Version vor dem großen Sprung auf KDE 4 dar, mit dessen Freigaben die Entwickler gegen Ende 2006 rechnen. Zwar sollen bis dahin noch fehlerbereinigte Versionen von KDE 3.5 erscheinen, neue Funktionalitäten enthalten die aber nicht mehr.

Für Suse und Kubuntu haben die Distributoren bereits Binärpakete zum Herunterladen (http://www.kde.org/info/requirements/3.5.php) bereitgestellt. Nutzer anderer Distributionen greifen bei Bedarf auf das Installationsskript Konstruct zurück.

Brasilien setzt auf günstige Linux-PCs

Im Rahmen des Programmes "Computers for All" setzt die brasilianische Regierung auf preisgünstige Rechner mit Linux. Für umgerechnet 440 US-Dollar zielt der PC auf Bevölkerungsschichten mit geringem Einkommen. Staatlich geförderte Kredite helfen zusätzlich bei der Finanzierung.

Das Wissenschaftsministerium hofft, auf diesem Weg im nächsten halben Jahr eine halbe Million Desktop-PCs unters Volk zu bringen.

Prinzipiell darf jeder Hersteller solche PCs anbieten, solange diese die Hardware-Voraussetzungen erfüllen, die das Ministerium festgelegt hat: So sollen die Rechner über 128 MByte RAM, sowie Floppy- und CD-ROM-Laufwerk verfügen und komplett mit Tastatur, Monitor und Faxmodem geliefert werden. Zu den Anforderungen auf Softwareseite zählen Linux als Betriebssystem sowie insgesamt 27 Programme mit Open-Source-Lizenz, darunter Textverarbeitung, Browser und Foto-Editor.

Die brasilianische Firma "Positivo" hat bereits mit dem Verkauf solcher PCs auf Basis der Mandriva-Distribution begonnen. Als Desktop kommt KDE zum Einsatz. Die Firma erwartet, jeden Monat ungefähr 10.000 Rechner umzusetzen. Vor dem Umstieg auf Mandriva verwendete Positivo die ebenfalls KDE-basierte Distribution Insigne.

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