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Desktop-Modding

Grafische Desktops individualisieren

Auf's Icon gedrückt

Bei der Auswahl des Icon-Sets gilt es zu berücksichtigen, dass nicht alle dort angebotenen Sammlungen alle möglichen Symbole enthalten. Derzeit versuchen Designer und Entwickler unter dem Projektnamen Tango [10] eine Referenzsammlung sowie Richtlinien für die Gestaltung zusammenzutragen.

Diese hat aber keinen bindenden Charakter, und das KDE-Projekt zeigte sich bereits abgeneigt, den Designvorgaben zu folgen. Es verfolgt zudem mit Oxygen [11] ein eigenes Icon-Projekt, deren Mitglieder als Teil des größeren Appeal-Frameworks [12] an einer völlig neuen KDE-Desktop-Infrastruktur arbeiten.

Abbildung 6: Skalierbare SVG-Icons erlauben es, große Datenmenge treffsicher zu entsorgen.

Mit der kommenden Version 4 von KDE bekommen visuelle Features also noch mal einen gewaltigen Schub nach vorne. Bis dahin bleibt aber noch ein bisschen Zeit und mit einem guten Grafikprogramm, einem Editor und einem interessanten Motiv zaubern Sie leicht ein komplettes Design für Ihren Linux-PC, dass Sie vom ersten Einschalten bis zum Desktop begleitet.

Neue Kleider für Gnome

Das Angebot auf der "Arts&Themes"-Website des Gnome-Projekts [8] beschränkt sich nicht auf neue Themes für den Gnome Display Manager: Hier finden sich im Bereich Desktop Themes auch zahlreiche weitere Elemente mit denen Sie den Desktop individuell anpassen können. Das Angebot gliedert sich in die Rubriken:

Application – Themes für den Innenteil eines Bildschirmfensters, die die Farbgestaltung sowie das Aussehen von Eingabefeldern, Buttons und Auswahlfeldern festlegen Window Border – Themes aus diesem Bereich beschreiben das Aussehen des Fensterrahmens samt der Titelleiste und deren Schaltern Icons – Icon-Pakete mit Symbolen für alle Bereiche der Gnome-Oberfläche

All diese Bestandteile lassen sich in Form einzelner Archive herunterladen. Aus diesen Komponenten stellen Sie nun ganz nach Lust und Laune ein eigenes Thema zusammen. Wählen Sie dazu in der Menüleiste am oberen Bildschirmrand SystemEinstellungenThema. Gnome zeigt ihnen nun die Themeneinstellungen an – ein Fenster an, in dem Sie bereits installierte Themes auswählen oder eigene zusammenstellen können.

Klicken Sie dort auf den Schalter Thema installieren, und geben Sie im daraufhin erscheinenden Dateiauswahlfenster den Pfad zum gewünschten Theme-Archiv an – ganz gleich, ob es sich dabei um ein Paket aus der "Arts&Themes"-Rubrik Application, Window Border oder Icons handelt. Gnome packt in jedem Fall die einzelnen Bestandteile aus und richtet sie gebrauchsfertig ein. Anschließend erscheint ein Meldungsfenster, in dem Gnome die korrekte Einrichtung des Themes bestätigt.

Über den Schalter Themendetails stellen sie nun ihre Wunsch-Oberfläche aus beliebigen Komponenten der Typen Fensterinhalt (Application), Fensterrahmen (Window Border) und Symbole (Icons) zusammen. Als Resultat erscheint in den Themeneinstellungen ein Benutzerdefiniertes Thema, das Sie zur künftigen Verwendung über den Schalter Thema speichern... auf der Festplatte ablegen. Dabei können Sie Ihre neue Kreation mit einem aussagekräftigen Namen sowie einem Kommentar versehen.

Abbildung 7: Zur Auswahl und Einrichtung von Themes sowie zur Installation der entsprechenden Einzelkomponenten stellt Gnome übersichtliche grafische Werkzeuge zur Verfügung.

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Jörg Luther

Jörg Luther

Jörg Luther arbeitet seit 1995 als IT-Journalist. Seine Vorliebe für das freie Betriebssystem lebt er privat in der LUG Erding und beruflich seit 2004 als Chefredakteur des LinuxUser aus.

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