Home / LinuxUser / 2006 / 01 / Gnomogramm

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Debian leicht gemacht
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Aufmacher Artikel

Gnomogramm

01.01.2006

Kurz notiert

Das vorläufige Ergebnis des Referendums zur Verkleinerung des GNOME-Foundation-Vorstands steht fest. 117 stimmberechtigte Mitglieder sprachen sich für eine Reduzierung der Vorstandssitze von elf auf sieben aus. 70 Mitglieder waren dagegen. Von 354 Wahlberechtigten gaben nur 188 ihre Stimme ab. Viele Mitglieder versprechen sich von einem kleineren Vorstand mehr Entschlussfreude und schnellere Entscheidungen. Gibt es gegen das Ergebnis keine formalen Einsprüche, stehen bei der anstehenden Wahl des GNOME-Foundations-Vorstands 2005 nur sieben Sitze zur Disposition. Das Referendum zur Vorstandsverkleinerung war im September eingebracht worden.

Galeon 2.0 ist die letzte eigenständige Version des beliebten Browsers. Da dem Entwicklerteam die Zeit für die intensive Weiterentwicklung fehlt, und Galeon in vielen Bereichen Code-technisch mit Epiphany identisch ist, implementieren die Entwickler künftig Funktionen von Galeon als Erweiterung für Epiphany. Galeon selbst erfährt dann lediglich Anpassungen an neue Mozilla-Versionen, um benutzbar zu bleiben. Ein Wiki (http://live.gnome.org/Epiphany_2fGaleonIssues)informiert über die anstehenden Aufgaben für den Feature-Transfer.

In der Gerüchteküche um Suns GNOME-Aktivitäten brodelt es weiter. Wie aus Insider-Kreisen zu vernehmen ist, will das Unternehmen sich von der Entwicklung seines Java Desktop System (kurz JDS) trennen. Bereits vor einem Monat gab der Hersteller bekannt, dass JDS künftig für alle Distributionen verfügbar sein soll. Ursprünglich trat Sun mit JDS an, Microsoft das Fürchten zu lehren. Mittlerweile ist das auf GNOME 2.2 basierende Produkt völlig veraltet. Branchenkenner vermuten, dass Sun sein JDS schlicht unter der GPL frei gibt und sich anschließend nicht weiter darum kümmert.

Das Repository für GTK-basierte Programme GnomFiles.org feiert die tausendste Applikation in seiner Datenbank. In den anderthalb Jahren ihres Bestehens wuchs die Web-Seite kontinuierlich und bedient heute durchschnittlich 22 000 Anfragen pro Tag. Eine verbesserte cHTML-Version ermöglicht dabei auch den Zugriff via PDA oder Smartphone.

Der anhaltende Blog-Trend ist auch an der Gimp-Website nicht spurlos vorüber gegangen. Um Anwendern und Entwicklern eine weitere Möglichkeit zum kreativen Austausch zu schaffen, stellt die Web-Seite mit http://layers.gimp.org/ und http://pixels.gimp.org/ je einen Blog für Entwickler und Anwender bereit. Die Blogs enthalten sowohl Anregungen als auch Hilfestellungen oder nette Tricks. Sogar einige deutschsprachige Beiträge haben ihren Weg in das primär englischsprachige Forum gefunden.

Happydigger verwaltet historische Funde

Auch bei Hobbyarchäologen hat moderne Technik Einzug gehalten. Programme wie Happydigger (http://happydigger.nongnu.org/) helfen dem Freizeitforscher bei der Archivierung und Katalogisierung seiner Funde.

Für jedes Fundstück kann der Benutzer in einer strukturierten Oberfläche eine Nummer und eine Beschreibung vergeben. Typ, Material und vermutliche Epoche legt er über eine Vorauswahl fest. Die wiederum kann in den Programmeinstellungen den eigenen Bedürfnissen angepasst und beliebig erweitert werden. Details zum Fundort – inklusive geografischer Koordinaten – erfasst Happydigger ebenfalls. Wer nicht alle vorgegebenen Eingabefelder benötigt, schrumpft die Eingabeoberfläche in den Einstellungen für die eigenen Bedürfnisse zusammen. Felder lassen sich jedoch nicht neu anlegen oder umbennenen.

Damit der Benutzer später die erfassten Daten visuell einem Fundstück zuordnen kann, besteht die Möglichkeit, mit jeden Eintrag zwei Bilder abzulegen. Alle erfassten Daten speichert Happydigger in einer SQLite-Datenbank. Mit der aktuellen Version 2.0 von Happydigger setzen die Entwickler auf die Version 3.0 der SQLite-Datenbank. Wer noch Datensätze im alten SQLite 2.0-Format sein eigen nennt, findet auf der Happydigger Web-Seite nützliche Tipps zur Migration.

happydigger-01.png

Happydiggers Oberfläche erfasst alle für ein Objekt relevanten Daten.

Tagebuch ohne Papier und Feder

Im IT-Zeitalter liegt es auf der Hand, dass technisch Versierte ihr Tagebuch nicht mehr auf Papier führen. Programme wie Ejourn (http://www.public.iastate.edu/~chris129/code/elog/) unterstützen den Anwender beim Verfassen und Speichern der täglichen Eindrücke.

Unter einer eindeutigen Überschrift verfassen Sie für jeden Tag einen oder mehrere Einträge. Pull-Down-Menüs ermöglichen es, den Einträgen der Tagesform entsprechend eine Stimmungslage zuzuordnen. Wer seine Tagebücher gerne nach dem ein oder anderen Gedanken zu einem Thema oder einer Person durchforstet, findet in der Suchfunktion einen Helfer. Die Besonderheit der Ejourn-Suchroutine ist ihre vordefinierbare Genauigkeit. Mit Hilfe einer Bildlaufleiste grenzen Sie das Suchfeld stufenlos ein oder weiten es aus. Die aktuelle Version 0.2.5 erlaubt es, durch Anklicken der Suchergebnisse direkt zu dem gefundenen Tagebucheintrag zu springen.

Dass die Suchfunktion nicht ungewollt zum Vorteil neugieriger Familienmitglieder gereicht, dafür sorgt der Verschlüsselungsalgorithmus AES256. Er schützt die persönlichen Gedanken bestens vor den Blicken der lieben Angehörigen. Da kann kein Verschluss eines konventionellen Tagebuchs mithalten.

ejourn-03.png

Die Suchschärfe kann der Anwender bei Ejourn stufenlos regulieren.

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

770 Hits
Wertung: 97 Punkte (6 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 05/2014

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...
Treiber
Michael Kristahn, 12.03.2014 08:28, 5 Antworten
Habe mir ein Scanner gebraucht gekauft von Canon CanoScan LiDE 70 kein Treiber wie bekomme ich de...