Verdammt, ist die klein
Damn Small Linux auf Live-CD
Trautes Heim, Glück allein?
Etwas besonderes haben sich die Entwickler vor allem für Windows-Benutzer ausgedacht, die lediglich ab und zu die Vorzüge von Linux geniessen möchten, ohne dazu das System neu zu booten. Die Embedded-Version von DSL startet in einer von Qemu emulierten Umgebung. Das entsprechende Paket finden Sie auf der Heft-CD im Verzeichnis LinuxUser/dsl/. Je nach verwendetem Wirtssystem reicht zum Start das Ausführen des Skripts dsl-windows.bat respektive dsl-linux.sh.
So schön die Idee anmutet, so ernüchternd ist das Ergebnis. Zwar läuft das System einwandfrei, jedoch stehen die vom Wirtssystem benötigten Ressourcen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Selbst der Start kleiner Programme sorgt teilweise für eine minutenlange Prozessorauslastung von 100 Prozent.
Wesentlich performanter verhält sich DSL in dem (auf der Heft-CD enthaltenen) Vmware Player. Damit lässt sich das volle Potenzial des Systems ausschöpfen, ohne das Wirtssystem über Gebühr zu beanspruchen. Das passende Image finden Sie auf der Heft-CD im Verzeichnis LinuxUser/vmplayer/vmplayer-dsl.
Fazit
Das Slim-Line-Debian DSL enthält trotz seiner Größe von lediglich 50 MByte nicht nur eine grafische Oberfläche, sondern auch diverse Anwendungen aus den Bereichen Multimedia, Office und Netzwerk. Ein umfangreiches Online-Repository bietet jede Menge Zusatz-Software, die – eine Verbindung ins Internet vorausgesetzt – in wenigen Augenblicken installiert ist.
Die Distribution lässt sich nicht nur von CD betreiben, sondern auch auf einem USB-Stick oder eine Festplatte installieren. Der schonende Umgang mit Systemressourcen macht die Distribution zu einem idealen Betriebssystem für ältere Rechner. Eine reichhaltige Informationsquelle zu DSL finden Sie im Forum [4] des Distributors.
Infos
[1] Damn Small Linux: http://damnsmalllinux.org/
[2] Fluxbox: http://fluxbox.sourceforge.net
[3] Jwm: http://www.joewing.net/programs/jwm/index.shtml
[4] DSL Forum: http://damnsmalllinux.org/cgi-bin/forums/ikonboard.cgi



