Mehr Komfort mit K

Das KDE-Gegenstück zu Gnome-Sudoku heißt – wie könnte es anders sein – Ksudoku. Zum Selbstkompilieren setzt das Programm nur die KDE-Bibliotheken voraus, fertige Pakete für Fedora und Debian finden sich ebenfalls auf der Homepage [6]. Nach dem Start über ksudoku erscheint ein Fenster wie in Abbildung 2.

Abbildung 4: Ksudoku beherrscht einen 3D-Modus, der im Spielprinzip dem normalen Sudoku gleicht. Es ordnet nur die Kästchen im Raum an, statt auf einer zweidimensionalen Fläche.

Darin zeigt sich gleich der etwas höhere Komfort, den Ksuduko gegenüber Gnome-Sudoku bietet: Es färbt Zeile, Spalte und das Quadrat ein, die zum Kästchen gehören, über dem sich der Mauszeiger befindet.

Es gibt zwei Wege, um eine Ziffer in ein Kästchen zu setzen: Entweder in der linken senkrechten Toolleiste eine Zahl aussuchen und dann mit der linken Maustaste in ein Kästchen klicken oder die entsprechende Zahlentaste auf der Tastatur betätigen. Liegen Sie damit falsch, färbt das Programm die Zahl rot ein. Mit der rechten Maustaste löschen Sie die eingegebene Ziffer wieder.

Als praktisches Feature erlaubt Ksudoku auch Notizen über mögliche Kandidaten für ein Feld. Dazu wählen Sie über Menü oder Tastatur eine Zahl aus und klicken mit der rechten Maustaste. Ksudoku schreibt den Kandidaten dann in kleinerer Schrift ins Feld. Prinzipiell sind dabei beliebig viele Einträge mögliche, die Software zeigt allerdings aufgrund der Schriftgröße maximal vier davon an.

Hilfestellung

Bei einem Klick auf Hint füllt Ksudoku einfach das aktuelle Kästchen aus. Subtilere Hilfe leistet die Shift-Taste. Damit zeigt Ksudoku alle Felder, in die die gleiche Zahl passt, wie im aktuellen Kästchen (Abbildung 3). Das ist natürlich gegenüber dem analogen Sudoku auf Papier eine wesentliche Erleichterung. Wer also wirklich in Eigenleistung seine Sudoku-Rätsel lösen möchte, sollte davon am besten keinen Gebrauch machen.

Abbildung 3: Beim Drücken der Shift-Taste zeigt Ksudoku alle Felder, die die gleiche Zahl enthalten können, wie diejenige, über der sich der Mauszeiger befindet. Alle anderen färbt es rosa ein.

Die Hilfe-Funktion fällt ausgesprochen mager aus und gibt weder Anleitung zur Programmbedienung, noch zum Spiel selbst. Stattdessen bringt Ksudoku noch einen 3D-Modus mit, der die sonst zweidimensional angeordneten Kästchen in einem räumlichen Modell darstellt (Abbildung 4). Am Spielprinzip selbst ändert sich dabei nichts, der Modus bietet erfahrenen Sudoku-Spielern aber eine interessante neue Perspektive auf das Spiel.

Abbildung 4: Ksudoku beherrscht einen 3D-Modus, der im Spielprinzip dem normalen Sudoku gleicht. Es ordnet nur die Kästchen im Raum an, statt auf einer zweidimensionalen Fläche.

Für ganz hartgesottene Fans erzeugt Ksudoku auch größere Spielfelder mit mehr als neun mal neun Feldern. Da die Ziffern von 1 bis 9 in diesem Fall nicht mehr reichen, verwendet das Programm stattdessen Buchstaben.

Neben Ksudoku und Gnome-Sudoku gibt es noch eine Reihe weiterer Programme, die sich mit dem beliebten Logikspiel beschäftigen. Der Sudoko-Solver [7] löst Rätsel, bei denen auch der Experte nicht mehr weiter weiß. Der Sudoku-Explainer [8] dagegen begnügt sich nicht damit, eine fertige Lösung zu präsentieren. Er erklärt den Lösungsweg vorgegebener Sudoku-Rätsel. Das letzte Programm liest Sudoku-Rätsel über ASCII-Formate ein. Dazu müssen Sie also ein Spielfeld in diesem programmspezifischen Format in eine Textdatei eintippen.

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