KDE-News

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01.12.2005

VPN-Client aufpoliert

Die Entwickler des VPN-Clients Kvpnc nutzten eine noch junge Einrichtung des KDE-Projektes und stellten ihr Programm zum Review vor. Dabei bringen interessierte KDE-Entwickler Vorschläge zur Verbesserung ein, mit dem Ziel das Programm anschließend in die Kerndistribution oder als eigenständige Applikation ins Extragear-Repository zu überführen. Im Falle von Kvpnc führte der Review-Prozess bereits zu signifikanten Änderungen im Benutzer-Interface.

Das Programm erleichtert das Verbinden zu Virtuellen Privaten Netzwerken (VPN) über das Internet. Es unterstützt verschiedene Protokolle: Vom proprietären Cisco-VPN-Protokoll via VPNC über das standardisierte IPSec (FreeS/WAN, OpenS/WAN) über Racoon bis hin zu dem von Microsoft bevorzugten PPTP. Außerdem beherscht die Software OpenVPN-Verbindungen.

Das aktuelle Release 0.8 inklusive Paketen für Suse und Ubuntu (Breezy Badger) steht unter http://home.gna.org/kvpnc/de zum Download bereit.

Kvpnc verwaltet bequem VPN-Verbindungen. Nach ausführlichen Überarbeitung bietet die Software nun ein übersichtlicheres Interface.

Mehr OpenDocument in KOffice 1.4.2

Das KOffice-Team um den Release-Koordinator Boudewijn Rempt hat die zweite Version der Serie 1.4 (http://www.koffice.org) freigegeben. Neben zahlreichen Fehlerkorrekturen heben die Entwickler vor allem hervor, dass die KOffice-Anwendungen KWord, KSpread und KPresenter nun besser mit dem OpenDocument-Standard der OASIS zurechtkommen – einStandard, den OpenOffice 1.1.5 beim Import sowie das aktuelle 2.0 auch zum Speichern unterstützen.

Auf dem Format ruhen hohe Erwartungen: Es ermöglicht den freien Austausch von Dokumenten zwischen verschiedenen Anwendungen. Neben OpenOffice und StarOffice setzen auch der IBM-Workplace, die Textverbeitung Text Maker und das DTP-Programm Scribus in der Version 1.3 auf OpenDocument.

KOffice-Entwickler David Faure hofft, dass sich KOffice mit dem Support für OpenDocument entgültig als leichtgewichtige Alternative zu OpenOffice etabliert. Trotz des Fortschrittes hat die aktuelle KOffice-Version jedoch noch nicht alle Aspekte von OpenDocument implementiert. Dies planen die Entwickler für die Version 1.5, die für Januar angesetzt ist. Dann löst OpenDocument voraussichtlich die native KOffice-Formatfamilie endgültig ab.

Das schlanke Schreibprogramm KWord arbeitet mit dem freien OpenDocument-Format plattformübergreifend.

Updates mit KDE 3.4.3

Während die Anwender immer noch auf KDE 3.5 warten, haben die Entwickler das dritte Wartungs-Release 3.4.3 freigegeben. Vor allem im Edutainment-Modul sowie im PDF-Betrachter KPDF behebt die Version viele Fehler. Auch der Audioplayers Juk und der Webeditor Quanta profitieren von einem Update auf die neue Version.

Das KDE-Projekt stellt wie üblich auf seinen Download-Servern (http://download.kde.org) neben den Quellen auch die von den Distributoren gebauten Binärpakete bereit. Dazu gehörten bis Redaktionsschluss Suse, Slackware, Arch Linux und Kubuntu 5.04. Die neue Kubuntu Version 5.10 (Breezy Badger) hat KDE 3.4.3 bereits an Bord.

Terminal auf den Spuren von Quake

Als die Macher des Action-Shooters Quake ihrem Spiel eine Konsole spendierten, ahnten Sie wohl kaum, welche Popularität diese Idee Jahre später auf dem Desktop erlangen würde. Mit Yet Another Quake Console (Yakuake) entwickelte Autor Francois Chazal die derzeit wohl beste Variante des Originalprogramms. Der ansprechende Terminal-Emulator zieht sich – ganz wie das Original – automatisch an den Bildschirmrand zurück, sobald Sie ihn nicht mehr benötigen.

Sie erhalten alle Funktionen, die Sie vom KDE-Terminal-Emulator Konsole gewohnt sind. Mit [F12] erscheint die Konsole, bei einem erneuten Druck verschwindet sie wieder. Optional blendet sie sich auch aus, sobald sie den Fokus verliert. Die aktuelle Version 2.6 behebt einige Probleme, die dabei auftraten. Außerdem zeigt die Software mehrere Terminals nun in Tabs an – wie von Konsole gewohnt.

Yakuake (http://yakuake.uv.ro) eignet sich ideal für alle, die sich eine unauffällige, aber stets verfügbare Konsole wünschen, und die sich nicht länger unter anderen Fenstern versteckt.

Yakuake begeistert nicht nur Quake-Fans mit sinnvollen Features und ansprechendem Design.

Jabber-Server für schnelle Kommunikation

Instant-Messaging verbinden die meisten Leute mit den Marktführern ICQ, AIM oder MSN-Messenger. Das Jabber-Protokoll kennen dagegen die wenigsten. Dabei eröffnet es neue Möglichkeiten: Jabber-Server bilden ein verteiltes Netzwerk, und Nutzer verschiedener Server treten transparent miteinander in Kontakt. Ausserdem steht Jabber nicht unter der Kontrolle eines Herstellers. Das zugrundeliegende Protokoll XMPP wurde von der IETF verabschiedet und steht frei zur Verfügung.

Das KDE-Projekt hat für Entwickler und Benutzer einen Jabber-Server aufgesetzt, der unter der Addresse http://kdetalk.net einen Zugang ins weltweite Jabber-Netz über die Infrastruktur des Projektes herstellt. Obwohl die Server-Betreiber den Instant-Messenger Kopete empfehlen, funktioniert der Server auch mit jedem anderen Jabber-fähigen Instant-Messenging Client.

Als Kopete-Benutzer melden Sie sich direkt über ihren Client am KDE-Talk-Server an. Verwenden Sie bereits einen anderen Instant-Messenging-Dienst, nutzen Sie diesen einfach parallel weiter. Kopete kommt mit mehreren Protokollen klar und ordnet sogar einem Kontakt mehrere Identitäten bei verschiedenen Instant-Messenging-Anbietern zu. Symbole hinter dem Namen repräsentieren die Protokolle, über die der Kontakt erreichbar ist.

Der Instant-Messenger Kopete versteht neben dem Jabber noch zahlreiche weitere Protokolle.

Scribus auf dem Weg zur Version 1.4

Die Entwickler des DTP-Programmes Scribus (http://www.scribus.org.uk) haben unter dem Codenamen Unité die Version 1.3.1 freigegeben. Die neue Release speichert Grafiken intern und erlaubt es, einzelne Seiten in einem Dokument in der Größe zu variieren. Mit dem Support für ICC-Farbprofile bringt das Programm eine weitere Profifunktion mit.

Die Software baut nun auf der Grafikbibliothek Cairo auf. Allerdings warnen die Entwickler in diesem Zusammenhang vor Geschwindigkeitseinbußen. Während sie eine native Windows-Version noch vorbereiten, wartet ein Release für Mac OS X bereits unter http://scribus.net auf Tester.

Die Versionierung entspricht der des Linux-Kernels: Bei einer ungeraden Minor-Nummer (Zahl nach dem ersten Punkt) gilt die Software als Entwicklungszweig. 1.3.1 ist somit die zweite Entwicklerversion, der am Ende ein stabiles Release mit der Nummer 1.4 folgt.

KOffice-Entwickler antworten Microsoft

KOffice-Marketing-Koordinator Inge Wallin hat mit einem offenen Brief auf Microsoft-Manager Allan Yates geantwortet. Dieser zweifelte in einem öffentlichen Schreiben an die Bundesregierung von Massachusetts die Legitimation von OpenDocument als Standard an. Die Regierung des amerikanischen Bundesstaates plant, das Format als Standard für Behörden einzuführen.

Yates argumentierte, es gäbe de facto nur eine Referenzimplementation des Formates, nämlich in OpenOffice. Da IBMs Workplace Shell und KOffice angeblich die gleiche Codebasis verwendeten, seien diese nicht als eigene Implementationen zu sehen.

Wallin entgegnete darauf, dass KOffice ein unabhängiges Produkt mit eigener Codebasis sei. Zusätzlich existierten bereits Implementationen für das GTK-basierte Abiword und ein Import-Filter für das DTP-Programm Scribus.

Eine Reaktion seitens Microsoft erhielt Wallin bislang nicht. Das Format OpenDocument überzeugte die Entscheider in Massachusetts indes: Sie beschlossen die Migration zum freien Standard, an dessen Definition unter anderem OpenOffice- und KOffice-Entwickler mitwirkten.

Kooperation für Barrierefreiheit

Die Accessiblity-Projekte der beiden Desktops-Umgebungen KDE und Gnome wollen zusammen mit der Accessibility-Arbeitsgruppe der Free Standards Group aktiv an der Barrierefreiheit des Linux-Desktops arbeiten. Zu diesem Zweck gaben die Gruppen ein gemeinsames Manifest heraus, in dem es unter anderem heißt, dass auch behinderten Menschen die freie Wahl zwischen Applikationen der beiden Desktop-Umgebungen zusteht. Daher sei das Ziel eine nahtlose Zusammenarbeit.

Darüber hinaus ist das KDE-Projekt Gründungsmitglied der Freedesktop-Accessiblity-Initiative, kooperiert mit der deutschen Accessiblity-Gemeinschaft Linaccess und arbeitet mit dem OpenUsability-Projekt zusammen, das Richtlinien für Barrierefreiheit definiert. An diesen sollen sich Entwickler von KDE-Programmen künftig orientieren.

Flickr-Bilder einfach hochladen

Der Bilderdienst Flikr erfreut sich unter Gelegenheitsfotografen zunehmender Beliebtheit. Er ermöglicht es, die zahlreichen Urlaubfotos mit anderen zu teilen, aber gleichzeitig den Zugriff auf die Dateien zu steuern. Um an dem Dienst teilzunehmen, reicht zunächst das kostenlos Registrieren als Mitglied.

Traditionell laden Hobbyfotografen ihre Fotos mit Hilfe eines Web-Interfaces zum Bilderdienst Flikr hoch. Zwei neue Helferlein schicken sich an, den Upload unter Linux zu erleichtern: Benutzern der Programme Digikam, Kimdaba, Showimg und Gwenview greifen dabei die kürzlich erschienenen Kipi-Plugins (http://extragear.kde.org/apps/kipi/)der Version 0.1.0rc1 unter die Arme. Diese Plugins stellen unter anderem ein Tool bereit, das eine Bildergalerie direkt in das Webportal hochlädt. Dabei legt der Benutzer gleich die Zugriffsberechtigungen fest.

Wer bereits mit einem anderen Programm arbeitet, greift alternativ auf das Programm Kflikr zurück. Für die kommenden Versionen planen die Entwickler unter anderem eine Unterstützung für Tags vor. Diese ermöglichen es dem Fotografen, die Bilder mit Stichwörtern zu versehen und so einzelne Motive schneller wiederzufinden.

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