Home / LinuxUser / 2005 / 12 / Desktop-Suche mit Beagle, Kat und Kio-Clucene

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Eingedost
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Aufteiler
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Hund und Katz

Desktop-Suche mit Beagle, Kat und Kio-Clucene

Alltagstauglich?

Beagle behauptet von sich, dass sich die grafische Oberfläche noch im Beta-Stadium befände. Kio-Clucene ist sogar noch Alpha-Software. Kat schweigt sich über die Stabilität des Programms aus. Was stimmt nun? Ganz klar noch nicht für die Praxis geeignet ist der Kio-Slave für die Clucene-Engine. Ohne zusätzliche Tools und Einstellungen indiziert das Programm lediglich Textdateien. Darüber hinaus ist die Einrichtung ziemlich umständlich. Kio-Clucene bringt aber gute Ansätze mit, wie das Speichern von Anfragen als virtuellem Ordner und die Integration in Konqueror. Die Zusammenarbeit mit den Entwicklern von Kat und Kio-Beagle lässt hoffen. Zur Zukunft der Suchmaschinen von KDE lesen Sie den Kasten "Einer für alle".

Einer für alle

Linux ist bekannt dafür, dass für eine Aufgabe verschiedene Lösungen existieren. Leider sind diese Lösungen nicht immer perfekt. Auch die KDE-Suchmaschinen Kat, Kio-clucene und Kio-beagle bringen jeweils Vor- und Nachteile mit. Das Projekt KQUEST soll nun die Vorteile der drei Lösungen vereint und eine einheitliche Lösung für alle drei Ansätze schaffen. Details zum Projekt finden Sie auf der Homepage des Kio-Clucene-Projekts [3]. Kat soll zudem in KDE4 zentraler Bestandteil des KDE Desktops werden und über die nötige Konqueror-Integration verfügen.

Beagle und Kat sind bereits desktop-ready. Keines der Programme stürzte in den Tests ab und die Suchergebnisse waren durchaus zufriedenstellend. Beagle hat allerdings einen deutlichen Vorsprung gegenüber Kat. So bringt es nicht nur das übersichtlichere Interface mit und muss kaum konfiguriert werden, sondern liefert auch deutlich mehr Treffer. Zum Beispiel wertet Beagle bei OpenOffice-Dokumenten auch Metainformationen wie Autor und Kommentar aus, nicht nur den Datei-Inhalt. Auch bei Wörtern mit Sonderzeichen hat der Hund die Nase vorn. Hier findet Kat unter Mandriva 2006 nur Begriffe im Zeichensatz ISO-8859-15. Beagle unter Suse Linux 10.0 sucht hingegen das volle Unicode-Spektrum ab und findet – zumindest in PDF-Dateien – zum Beispiel auch Kyrillische Texte. Notizen in Office- oder PDF-Dokumenten findet keine der Suchmaschinen.

Ein Nebeneffekt, der nur auftritt, wenn Sie Kat und Beagle parallel benutzen: Kat durchsucht auch die Index-Dateien von Beagle. Das KDE-Tool listet deshalb viele Treffer unnötig doppelt auf. Beagle scheinen die SQLite-Datenbanken von Kat hingegen keine Sorgen zu bereiten. Unter Suse Linux fiel bei Kat weiter negativ auf, dass sich das Programm an den KDE-Daemon kded koppelt. Da dieser unter Suse auch für den URI media:/ verantwortlich ist, lässt er sich nicht so einfach abstellen. Das Kätzchen-Icon von Kat im Systemabschnitt des KDE-Panels lässt sich deshalb nicht entfernen, ohne das Kat-RPM zu löschen.

Glossar

Kio-Slave

KDE Input/Output Slave. Virtuelle Adresse, um auf einheitliche Art und Weise Zugang zu allen möglichen Arten von Daten zu erlangen.

Inotify

Eine spezielle Funktion des Kernels, die das System über neue oder geänderte Dateien informiert. Der Kernel unterscheidet dabei bis zu 15 verschiedene Ereignisse. Inotify ist seit Kernel 2.6.13 fester Bestandteil von Linux.

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 189 Punkte (19 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 05/2014

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...
Treiber
Michael Kristahn, 12.03.2014 08:28, 5 Antworten
Habe mir ein Scanner gebraucht gekauft von Canon CanoScan LiDE 70 kein Treiber wie bekomme ich de...