Hörtest

Selbst der teuerste Audio-Player macht keinen Spaß, wenn der Sound nicht stimmt. LinuxUser unterzog deshalb sämtliche Testgeräte einem – zugegebenermaßen subjektiven – Sound-Test. Zunächst hörten wir uns die Testgeräte mit den Sennheiser-Ohrhörern des i.Beat Organix an. Hier fiel auf, dass die Player von Werk aus basslastige Equalizer-Einstellungen mitbringen. Diese lassen sich jedoch ändern. Positiv fielen auch die SRS-Einstellungen der Trekstor-Player auf. Der gelungene Sourround-Effekt eignet sich aber mehr für ab und zu, denn als Dauer-Equalizer. Qualitätsunterschiede über die Kopfhörer festzustellen gelang uns im Test nicht. Selbst bei leiser, klassischer Musik boten alle Player gute Qualität – mit einer Ausnahme: Der Festplatten-Player i.Beat 300 drehte beim Wechsel auf ein neues Lied regelmäßig die Festplatte hoch, was einen leisen, aber deutlich hörbaren Pfeifton im oberen Frequenzbereich erzeugte.

Die Spreu vom Weizen trennte der Test über die Stereoanlage. An den Verstärker angeschlossen, zeigten sich nun deutliche Unterschiede im Klangbild: Während bei Popsongs mittlerer Lautstärke noch sämtliche Player mithalten konnten, setzten sich der X5 und der M5 von Cowon bei sehr leiser und sehr lauter Musik deutlich vom Feld ab. Dies trifft sowohl auf klassische Musik als auch auf Jazz, Rock oder Popsongs zu. Während die Musik bei den Flash-Playern und dem i.Beat 300 quasi in den Boxen hängenblieb und und deutlich an Dynamik abnahm, schafften es die Cowon-Festplattenplayer den Raum mit der Musik zu füllen, ohne Details zu vernachlässigen. Unter den Flash-Playern bot der Max-Movie die beste Sound-Qualität, dicht gefolgt vom Cowon G3. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Flash-Playern fallen aber wesentlich geringer aus, als zwischen den 20-GByte-Cowon-Playern und dem restlichen Feld.

Übersicht und Featurevergleich

  organics.png ibeat-300.jpg
Name i.Beat organix i.Beat 300 Max-Diablo Max-Movie Max-Diamond iAudio X5 iAudio M5 iAudio G3
Hersteller Trekstor Trekstor Maxfield Maxfield Maxfield Cowon Cowon Cowon
Speicher 1 GByte Flash 1,5 GByte Festplatte 1 GByte Flash 1 GByte Flash 512 MByte Flash 20 GByte Festplatte 20 GByte Festplatte 1 GByte Flash
Unterstützte Formate ASF, OGG, MP3, WMA, WAV OGG, MP3, WMA ASF, OGG, MP3, WMA, WMA-DRM OGG, MP3, WMA, WMA-DRM ASF, OGG, MP3, WMA, WMA-DRM ASF, FLAC, OGG, MP3, WAV, WMA ASF, FLAC, OGG, MP3, WAV, WMA ASF, OGG, MP3, WAV, WMA
Zubehör USB-Kabel, Ohrhörer, Trageband USB-Kabel, USB-Adapter, Line-In-Kabel,Ohrhörer, Trageband, Schutzhülle (Leder-Imitation) USB-Kabel, USB-Adapter, Line-In-Kabel,Ohrhörer, Trageband, Schutzhülle (Plastik), Sport-Tragearmband USB-Kabel, USB-Adapter, Line-In-Kabel,Ohrhörer, Trageband, Schutzhülle (Plastik), Sport-Tragearmband, Ladegerät USB-Kabel, USB-Adapter, Line-In-Kabel,Ohrhörer, Trageband, Schutzhülle (Plastik), Sport-Tragearmband, Reinigungstuch USB-Kabel, USB-Adapter, Adapter-Set, Line-In-Kabel, Ohrhörer, Ladegerät USB-Kabel, Ohrhörer, Ladegerät USB-Kabel, Line-In-Kabel,Ohrhörer, Trageband, Schutzhülle (Plastik)
Radio Ja Ja Ja Ja Ja Ja Nein Ja
Fotos Nein Ja Ja Ja* Ja* Ja Ja Nein
Video Nein Nein Ja* Ja* Ja* Ja Nein Nein
Line-In-Aufnahme MP3 MP3 MP3 WMA MP3 MP3 MP3 MP3
Transferrate beim Hochladen (OGG) 1,9 MByte/s 2,2 MByte/s 4,6 MByte/s 4,8 MByte/s 0,7 MByte/s 8,2 MByte/s 8,1 MByte/s 1,8 MByte/s
ID3-Tag-Unterstützung (OGG) Ja Nein Nein Nein Nein Ja Ja Ja
Gewicht 42g 80g 34g (ohne Batterien) 35g 36g (ohne Batterien) 148g 145g 36g (ohne Batterien)
Akku integriert integriert 2xAAA integriert 2xAAA integriert integriert 1xAA
Firmware-Upgrade unter Linux Nein Ja Ja Ja Ja Ja   Nein
Preis (ca) 160 Euro 160 Euro 220 Euro 180 Euro 130 Euro 280 Euro 240 Euro 180 Euro
Spezielles 2-Farben-Display, zweiter Ohrhörer über den Line-In-Anschluss Farbdisplay, Spiel Farbdisplay, Design-Ohrhörer Farbdisplay Farbdisplay Farbdisplay Line-In-Aufnahme über separate Docking Station möglich Blaues LED-Display
* Nur mit Windows-Software

In letzter Sekunde

Eigentlich waren für den Test auch drei OGG-Player von Samsung vorgesehen. Wegen Lieferschwierigkeiten konnte uns aber Samsung kurz vor Redaktionsschluss nur den YP-T8 zur Verfügung stellen. Der Flash-Player mit 1 GByte Speicher kostet 220 Euro und überzeugt mit ausgezeichnetem Klang, einem großen Display und einfacher Bedienung. Linux erkennt ihn als USB-Mass-Storage-Gerät.

Vor- und Nachteile

Obwohl die Qualität der Wiedergabe das wichtigste Kriterium beim Player-Kauf darstellt, können Ihnen auch folgende Details bei der Entscheidung helfen. Die getesteten Flash-Player mit internem Akku lassen sich nur über das USB-Kabel aufladen. Sitzen Sie in der Regel täglich vor dem PC, stellt dies kein Problem dar. Bestücken Sie hingegen ihren Player selten mit neuer Musik, lohnt sich der Kauf eines Abspielgeräts mit separatem Ladegerät oder Batteriebetrieb (siehe Übersichtstabelle). Als tückisch erwies sich in den Tests auch der kleine Adapter des Cowon X5. Geht er verloren, lässt sich das Gerät weder aufladen, noch können Sie darauf über USB zugreifen. Beim neueren M5 lässt sich deshalb das Ladegerät direkt an der integrierte USB-Buchse anschließen.

Einen weiteren Entscheidungsgrund kann der DRM-Support darstellen. Möchten Sie auch ab und zu Musik aus Online-Stores kaufen, muss der Player das kopiergeschützte MP3- oder WMA-Format (Windows Media Audio) unterstützen. Von den getesteten Playern erfüllen diese Kriterien der i.Beat Organix sowie die Player von Maxfield.

Arbeiten Sie ausschließlich im Linux-Umfeld, sollte der Player auch ein Firmware-Upgrade unterstützen, ohne dazu Windows booten zu müssen. Außer dem i.Beat Organix und dem Cowon G3 erfüllen die Testkandidaten diese Anforderung. Schließlich spielt auch die Handhabung der teilweise sehr kleinen Geräte keine zu unterschätzende Rolle. Mangelnde ID3-Tag-Unterstützung für OGG-Dateien bei den Maxfield-Geräten und beim i.Beat 300 machen die Song-Auswahl zum Glücksspiel. Auf den kleinen Displays haben zudem maximal 15 Buchstaben Platz. Die Bedienung der Cowon-Festplattenplayer ist dagegen bereits Luxus.

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