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Zurück in die Zukunft: Gnome 2.12

Multimedia und mehr

Totem (Abbildung 15), seit Gnome 2.10 der Standard-Multimedia-Player, wurde abermals verbessert. Auf GStreamer [8] basierend, demonstriert das Programm die Funktionalität des Frameworks. Statt GStreamer können Sie alternativ aber nach wie vor das Xine-Backend verwenden. Gnome favorisiert freie Formate, die Totem ausnahmslos unterstützt. Aber auch proprietäre Audio- und Videoformate, wie MP3 oder DivX, bereiten Totem keine Schwierigkeiten und lassen sich einfach integrieren.

TIPP

Auf der diesjährigen Gnome Entwicklerkonferenz GUADEC in Stuttgart wurde live ein Großteil der Vorträge im OGG-Format gestreamt, die Sie bei Interesse unter [9] herunterladen und mit Totem ansehen können.

Die auffälligste Neuerung bei Totem stellt die integrierte Abspielliste im Hauptfenster dar. So erhalten Sie jetzt noch schneller Zugriff auf Ihre Musiksammlung. Hinzugekommen sind außerdem die Unterstützung von DVD-Menüs und Untertiteln. Die Arbeit an einem entsprechenden Mozilla-Plugin hat bereits begonnen, erste Resultate können Sie man bereits bewundern: Totem spielt nun auch innerhalb von Mozilla/Firefox Filme ab.

Abbildung 15: Totem, Gnomes Standard-Multimedia-Player, stellt neuerdings eine integrierte Abspielliste zur Verfügung.

Zum Auslesen von Audio-CDs bringt Gnome 2.12 den Soundjuicer mit. Das Programm gibt es zwar schon seit längerem; die Gnome-Entwickler hielten es aber erst jetzt für stabil genug, um es in Gnome zu integrieren. Zu den Neuerungen der aktuellen Version zählt unter anderem, dass man nun vor dem Auslesen einzelne Musikstücke anspielen kann. Standardmäßig extrahiert Soundjuicer den Inhalt der CDs in das OGG-Format, da die Fraunhofer-Gesellschaft ein Patent für das MP3-Format hält [10].

Ägyptischer Vektor

Das Gimp-Toolkit (kurz: Gtk+) greift nun auf die Vektorbibliothek Cairo [11] zurück. Dies bietet zum einen den Vorteil, dass Grafikelemente trotz Skalierung ohne grobe Pixel in attraktiver und detaillierter Darstellung erscheinen. Für Entwickler ist es wichtig, dass Gtk+ dennoch abwärtskompatibel bleibt.

In Zukunft darf man sich auf eine beschleunigte Ausgabe durch OpenGL freuen. Erste Demos sind schon sehr eindrucksvoll und zeigen, dass reichlich Potential in Cairo und Gtk+ steckt. Derzeit arbeiten die Entwickler an einer Gtk-Engine, die auf Cairo setzt [12]. Auch die Mozilla-Foundation erwägt, Cairo in der Version 1.9 zu verwenden.

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Infos zum Autor

Christian Meyer

Linux-Nutzer seit 1996, aktiv bei Gnome zwischen 2000 und 2006.


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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