Home / LinuxUser / 2005 / 11 / Workshop: LAN-Verkabelung selbst gemacht

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Strippenziehen

Workshop: LAN-Verkabelung selbst gemacht

01.11.2005 Auch zu Hause oder im kleinen Büro möchte man auf die Annehmlichkeiten eines kleinen Netzwerks nicht verzichten. Mit ein wenig Hintergrundwissen und etwas Werkzeug installieren Sie das Haus-LAN schnell selbst.

Bei den meisten Altbauten ist die Telefondose noch im Flur montiert, so dass auch das DSL-Modem oder die ISDN-Telefonanlage dort angebracht werden müssen. Bis zu den Rechnern sind oft mehrere Räume oder gar Geschosse zu überbrücken, wofür etliche Löcher gebohrt und Kabel gezogen werden müssten. Da DSL maximal 3 Mbit/s Bandbreite zur Verfügung stellt, reicht eine WLAN-Verbindung mit 11 oder 54 Mbit/s vom DSL-Modem zu den Rechnern völlig aus: Der DSL-WLAN-Router im Flur kümmert sich um die Internet-Einwahl und stellt die Firewall bereit, wobei je nach Bausubstanz und Mauerdicke eine externe Antenne sinnvoll ist. Zudem sollte der Router bereits die WPA-Verschlüsselung unterstützen, damit niemand den Internet-Zugang missbraucht.

Wollen Sie mehrere Rechner verkabeln, die sich den Internet-Zugang teilen und untereinander größere Datenmengen austauschen sollen, reicht eine reine WLAN-Verbindung alleine nicht mehr aus: Je nach Signalstärke ergeben sich effektive Transferraten von 1 bis maximal 4 MByte/s, eine DVD zu kopieren dauert damit zwischen 20 Minuten und über einer Stunde – über herkömmliches Fast Ethernet mit 100 Mbit/s braucht der gleiche Kopiervorgang nur sieben bis acht Minuten.

WLAN und Ethernet kombiniert

Abbildung 1 zeigt eine kombinierte Vernetzung in einem Haus: Der WLAN-Router residiert im Flur nahe des DSL- oder ISDN-Anschlusses, Kabel werden hier keine verlegt. Die Rechner im ersten Stock und im Dachgeschoss hingegen nehmen über einen Ethernet-Switch Kontakt zueinander auf. Eine dritte Leitung führt zu einer Ethernet-Dose im Erdgeschoss, die Anschluss für einen weiteren Rechner bietet. Für die Internet-Anbindung des Switches und damit der beiden Rechner sorgt ein WLAN-Host-Adapter: Auf Seite 90 in dieser Ausgabe stelle wir solche Geräte vor. Auch ein Notebook greift bei Bedarf über den WLAN-Router auf das Internet oder auch die anderen PCs zu.

Abbildung 1: Bei vielen Altbauten befindet sich der Telefonanschluss im Flur. Will man keine Kabel vom Flur in die anderen Geschosse ziehen, bietet WLAN eine gute Alternative. Für den schnellen Datenaustausch zwischen den PCs ist Ethernet jedoch noch nicht zu ersetzen.

Sowohl bei WLAN als auch dem drahtgebundenen Ethernet gibt es viele verschiedene Protokolle und Vernetzungsmöglichkeiten. Heute spielen jedoch nur noch wenige Netze eine bedeutende Rolle.

Netzwerk-Standards

Bei WLAN geht der Trend zu Geräten, die nach den Standards IEEE 802.11b und IEEE 802.11g arbeiten: Diese erreichen Geschwindigkeiten zwischen 1 und 54 Mbit/s nominal und sind heutiger Stand der Technik. Die häufig beworbenen Adapter mit 108 Mbit/s hingegen folgen keinem Standard; bei gemischten Installationen mit WLAN-Adaptern verschiedener Hersteller bleibt die Datenrate also meist auf 54 Mbit/s nominal beschränkt. In WLAN-Netzwerken mit einem Access Point oder WLAN-Router kommunizieren alle WLAN-Clients zentral mit dem Access Point, es handelt sich also topologisch um ein sternförmiges angeordnetes Netz.

Bei den drahtgebundenen Netzwerken hat sich Ethernet nach IEEE 802.3 mit Brutto-Transferraten von 10, 100 und 1000 Mbit/s mit sternförmiger Twisted-Pair-Verkabelung (verdrillte Adernpaare) durchgesetzt. Alle Rechner und Netzwerkgeräte kommunizieren über ein eigenes Kabel mit dem Ethernet-Switch, der die Daten dann an den eigentlichen Empfänger weiterleitet. Netzwerkgeräte mit 10 Mbit/s gibt es kaum noch, lediglich manche USB-Netzwerk-Adapter oder DSL-Modems arbeiten noch mit der niedrigen Geschwindigkeit. Standard ist heute eine Transferrate von 100 Mbit/s, auch Fast Ethernet genannt. Die Zukunft gilt allerdings dem 1000 Mbit/s schnellen Gigabit Ethernet; passende Switches und Router sind derzeit aber noch relativ teuer.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare
Schirmauflegen nach EMV-Richtlinie???
Björn (unangemeldet), Donnerstag, 10. Mai 2012 16:19:24
Ein/Ausklappen

Schade, dass hier in solchen prinzipiell gut gemeinten und gut aufbereiteten HowTos derartig grobe Fehler in großen Bildern (Abb. 4: Verkabelung in Ethernet-Dosen) gezeigt werden!

Genauso, wie in der Abbildung gezeigt, sollte der Schirm NICHT aufgelegt werden (sog. Pig Tails), da dadurch der Schirm an dieser Stelle ein "Loch" bekommt. Das ist besonders in EMV-mäßig rauhen Umgebungen für die Übertragungsqualität + ~-Sicherheit tödlich. Laut EMV-Richtlinien müssen an Kommunikationsleitungen Schirme prinzipiell BEIDseitig und möglichst GROSSflächig aufgelegt werden (gleiche Erdungspotentiale vorausgesetzt => siehe EMV-Richtlinien). Nicht umsonst gibt es in dieser Anschlussdose diese große metallische Schelle (siehe Bild) - sie sollte auf jeden Fall benutzt werden (nicht nur zur Zugentlastung des Kabels) ...

MfG, Björn.


Bewertung: Noch keine Bewertung abgegeben!
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

2863 Hits
Wertung: 139 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...