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Linux-PCs miteinander verknüpfen

Home sweet home

Für viele PC-Benutzer stellt bereits die Administration eines einzigen Rechners eine große Herausforderung dar. Gehören Sie nicht dazu, lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie ein komplettes Linux-Netzwerk erstellen.

In Familien oder Wohngemeinschaften kommt schnell der Zeitpunkt, ab dem ein Rechner die unterschiedlichen Bedürfnisse nicht mehr gleichzeitig befriedigen kann. Zum Desktop-PC gesellt sich dann ein Laptop oder ein weiterer PC. Oft bleibt auch der alte Rechner noch in Betrieb, nachdem er bereits durch einen neueren ersetzt wurde. Bereits ab drei vier Rechnern lohnt sich der Aufwand für einen zentralen Server.

Drei Szenarien

Dieser Artikel beschreibt anhand von drei Szenarien, wie Sie zu Hause ein Linux-Netzwerk in Betrieb nehmen. Das erste Szenario erklärt dabei, wie Sie einen DHCP-Server einrichten und vom Client aus per Masquerading ins Internet gelangen (Abbildung 1). Teil zwei geht auf die Einrichtung von NFS ein, um auf dem Server ein zentrales Home-Directory anzulegen. Im dritten Szenario finden Sie eine Anleitung, wie Sie über NIS eine zentrale Benutzerverwaltung verwirklichen.

Erstes Szenario

Schließen Sie zwei Windows- oder Mac-Rechner mit Hilfe eines Crosslink-Kabels zusammen, finden sich diese in der Regel automatisch. Nicht so unter Linux. Hier gilt es, die Netzwerkadressen von Hand einzustellen – etwa mit dem Befehl ifconfig eth0 10.254.1.1 auf Rechner 1 und ifconfig eth0 10.254.1.2 auf Rechner 2. Müssen Sie diese Befehle jedoch täglich eingeben, ist es Zeit, an einen DHCP-Server zu denken. Dieser verteilt automatisch IP-Adressen an Rechner unter Linux, Windows und Mac OS X. Damit der über DHCP angebundene PC auch auf das Internet zugreifen kann, müssen Sie zudem die Masquerading-Funktion einschalten. Dazu muss der Server über zwei Netzwerkverbindungen verfügen.

Im folgenden beschreibt der Artikel die Einrichtung des DHCP-Servers für Suse Linux 9.3 und Ubuntu Linux 5.10 (Breezy Badger). Sie benötigen dazu das Paket des ISC-DHCP-Servers, das je nach Distribution dhcp-server, dhcp3-server oder dhcpd heißt. Der Artikel beschränkt sich dabei auf die praktischen Schritte und übergeht Details zur Theorie und zu einzelnen Optionen. Einen ausführlichen Artikel zum DHCP-Server finden Sie in einembereits früher erschienenen Artikel [1].

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