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Netz-Geheimnisse

Grundlagen: Linux im TCP/IP-Netzwerk

Auskunftsdienst

Die DNS-Server (auch Nameserver genannt) sind in einer Namenshierarchie organisiert. Kann ein Server einen Namen nicht auflösen, dann fragt er den nächsten in der Hierarchie. Abbildung 4 zeigt die Zusammenhänge: Der Client xyz.example.de sucht die IP-Adresse von www.linuxuser.de. Er kennt aber nur die Adresse seines übergeordneten DNS-Servers. Dieser zeichnet verantwortlich für die Domäne example.de – der gesuchte Name ist ihm aber ebenfalls unbekannt. Er fragt daher beim de-Server nach. Der verweist den Nameserver von example.de weiter zum Nameserver linuxuser.de, der schließlich die passende Adresse kennt.

Mindestens einen DNS-Server muss jeder Client kennen, um sich weiter durch die Hierarchie zu hangeln. Jeder Nameserver kennt seine über- und untergeordneten Instanzen. Durch diese hierarchische Anordnung gelingt das Kunststück, dass jeder Client die für Menschen gedachten Namen in computertaugliche Nummern übersetzt und dennoch keine zentrale Instanz die Namen fest zuteilt.

Zusammengefasst muss ein Client im lokalen Netz drei IP-Adressen wissen: Seine eigene, die des Routers sowie die IP des DNS-Servers. Dazu gesellt sich die Netzmaske, um Netz- und Host-Anteil in der IP-Adresse zu unterscheiden. MAC-Adressen braucht niemand zu konfigurieren, die ermittelt der Rechner sowieso per ARP.

Flüchtige IP-Adressen

In vielen Fällen ist es sogar unnötig, die IP-Adressen und Netzmasken einzugeben – DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) übermittelt die jeweils aktuellen Einstellungen an die Client-Computer [2]. Die verbreiteten DSL- und WLAN-Router verwenden dieses Prinzip. Sie fungieren als Router mit NAT-Funktion und bieten den Rechnern im internen Netz die automatische Konfiguration per DHCP.

Ein DHCP-Client-Rechner sendet bereits beim Booten eine Rundsendung (Broadcast) in das LAN. Jeder DHCP-Server, der diese Anforderung hört, antwortet mit einem entsprechenden Angebot. Der Client nimmt das erste Angebot an, woraufhin der DHCP-Server alle relevanten Daten sendet, vor allem die drei wichtigen IP-Adressen (eigene, Router und DNS-Server) sowie die Netzmaske.

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