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Einfach archiviert

Daten sichern mit der Videokamera

Zurücklesen

Die gesicherten Dateien wiederherzustellen, funktioniert genauso einfach. Zuerst müssen Sie selbstverständlich an den Anfang des DV-Bands zurückspulen. Wenn Sie dvconnect restore.dv starten, wartet das Programm auf vom Camcorder kommende DV-Daten. Drücken Sie den Wiedergabeknopf am Gerät, liest DVconnect das Backup und schreibt das Ergebnis in die Video-Datei restore.dv. Mit dvbackup -d < restore.dv > restore.dat extrahieren Sie die Nutzdaten wieder aus dem Video.

Dabei kann es sich um beliebige Datenformate handeln, je nachdem was Sie vorher auf dem Band gespeichert haben, zum Beispiel Tar- oder Cpio-Archive. Rufen Sie Dvconnect mit dem Schalter -v auf, dokumentiert es den Lesefortschritt mit der Ausgabe der aktuell gelesenen Frame-Nummer.

Die hier einzeln demonstrierten Schritte lassen sich natürlich auch zusammenfassen indem man die Programme mit Pipes verkettet. Die folgende Zeile erstellt eine Tar-Datei des Verzeichnisses mp3, schreibt diese in die Standardausgabe und erledigt mit Dvbackup und Dvconnect den Rest:

tar cvf - mp3 | dvbackup --prefix=150 ↩
| dvconnect -s -d /dev/video1394 – -

Entsprechend lesen Sie das Video wieder vom Recorder, extrahieren die Nutzdaten und entpacken das Backup-Archiv. Letzteres übernimmt entsprechend der Verpackmethode wieder Tar:

dvconnect -d /dev/video1394 | ↩
dvbackup -d | tar xvf -

Gleichzeitiges Lesen von der Festplatte und Schreiben aufs Videoband setzt voraus, dass alle beteiligten Komponenten schnell genug für diesen Wettlauf sind. Bricht die Befehlssequenz ab, versuchen Sie es besser mit der oben beschriebenen Einzelschrittmethode. Eventuell hilft es auch, die Puffergrößen von Dvconnect mit dem Schalter -b zu vergrößern.

Mehr Kapazität

DVbackup ist eine originelle Backup-Lösung für Menschen, die bereits einen DV-Camcorder besitzen. Gute 10 GByte finden damit auf einer 60-Minuten-Kassette Platz. Verwendet man den LP-Modus (Long Play), sind es nach Angaben des Autors sogar 15 GByte. Allerdings empfiehlt sich in diesem Fall, eine fortgeschrittene Fehlerkorrektur zu verwenden [3], denn Long Play ist naturgemäß fehleranfälliger. Und Fehler gilt es beim Backup möglichst zu vermeiden.

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LinuxUser 06/2012

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