Sehen und gesehen werden

Zwischen den Bildern innerhalb eines Verzeichnisses wechseln Sie mit den Pfeil-Buttons in der Werkzeugleiste. Im Menüpunkt View | Auto Image Size stellen Sie ein, in welcher Größe das Bild dargestellt wird. Damit lässt sich sowohl die Bildgröße an das Fenster anpassen, als auch umgekehrt. Diese Option bezieht sich jedoch lediglich auf das aktuell angezeigte Bild. Möchten Sie alle zukünftig angezeigten Bilder beispielsweise an die Fenstergröße anpassen, öffnen Sie über den Menüpunkt Tools | Options das Konfigurationsfenster. Klicken Sie in der linken Spalte auf den Eintrag View und stellen Sie den Wert Auto Image Size: nach Ihren Wünschen ein.

Verwenden Sie eine Maus mit Scroll-Rad, so wählen Sie im Unterpunkt Mouse, ob es zum Blättern zwischen den Bildern oder zum Zoomen verwendet wird.

Möchten Sie die in der Grundeinstellung sehr großen Zoom-Schritte reduzieren, klicken Sie im Options-Dialog auf den Punkt View und aktivieren Sie die Checkbox neben dem Eintrag Change zoom in fixed steps. Im Feld rechts daneben tragen Sie nun ein, in welchen (Prozent)-Schritten die Anzeige zukünftig in der Größe geändert wird. Der Punkt High zoom quality darunter bewirkt, dass Xnview das Bild beim Ändern der Größe neu berechnet. Damit zeigt das Programm speziell die vergrößerte Darstellung deutlich detailierter an. Diese Einstellung ist jedoch nur zu empfehlen, wenn Sie über einen schnellen Rechner verfügen. Ansonsten nimmt die vergrößerte Anzeige von Bildern durchaus einige Minuten in Anspruch.

Die Vollbildanzeige des Programmes starten Sie mit einem Klick auf den Schalter Full Screen in der Werkzeugleiste oder die Tastenkombination [Strg + F]. Über der rechte bzw. linke Maustaste navigieren Sie zum nächsten bzw. vorherigen Bild, über [Esc] verlassen Sie die Vollbildansicht.

Zur automatischen Anzeige mehrerer Bilder hintereinander bringt Xnview eine Slide Show Funktion mit. Um diese zu starten wählen Sie den Menüpunkt View | Slide Show.... Im Dialogfenster wählen Sie, welche Bilder oder Verzeichnisse Sie in Ihre Diaschau aufnehmen wollen.

Ein Feature, über das sich Web-Designer und Grafiker freuen werden ist der Tooltip Display Color Information, welchen Sie über die gleichnamige Bezeichnung im Menüpunkt View aktivieren. Es zeigt die Farbwerte als hexadezimal-und RGB-Werte an der Stelle, an der sich der Mauszeiger befindet. Dieser Tooltip scheint jedoch durch alle darüber liegenden Fenster, weswegen er sich nach kurzer Zeit mehr stört als hilft. Ob es sich dabei um ein vermeintliches Feature oder einen Bug handelt, ist unklar.

Tiefergelegt

Seine wahren Qualitäten zeigt das Programm, wenn es darum geht, Bilder zu bearbeiten. Die dafür notwendigen Werkzeuge fassen die Menüpunkte Image und Filter zusammen. Ähnlich wie bei anderen Bildbearbeitungsprogrammen beinhaltet Filter in erster Line Operationen, um das Bild zu verfremden, während über Aktionen in Image Änderungen bezüglich der Größe, des Kontrastes oder der Farbtiefe vorgenommen werden.

Zur Größenänderung von Bildern wählen Sie den Menüpunkt Image | Resize vor. Möchten Sie die Grafik in eine Standardgröße konvertieren, wählen Sie aus dem Pull-down-Menü Custom eine der Vorgaben. Andernfalls tragen Sie im oberen Drittel des Dialogfensters unter Screen Size entweder die gewünschte Höhe oder Breite des Bildes ein. Um Verzerrungen zu vermeiden, aktivieren Sie die Checkbox Keep ratio, wodurch sich der zweite Wert automatisch proportional zum ersten angleicht.

Fortgeschrittenen Anwendern stellt das Programm eine breite Palette von acht verschiedenen Resize-Algorithmen von Nearest Neighbor bis Lanczos zur Verfügung, die nicht einmal Programme wie Gimp oder Photoshop bieten.

Zum Anpassen der Helligkeit und Farbtemperatur wählen Sie aus dem Menü Image den Punkt Adjust | Brightness/Contrast/Color Balance (Abbildung 4). Über Schieberegler stellen Sie nun den gewünschten Wert ein. Ist die Einstellung Auto view am unteren Rand des Fensters aktiviert, sehen Sie direkt, wie sich Veränderungen auf das Bild auswirken.

Zum Drehen und Spiegeln von Bildern im JPEG-Format verwenden Sie das Werkzeug JPEG Lossless Transformations. Gewählte Änderungen wendet das Programm zwar sofort auf das Bild an, dafür aber verlustfrei, womit Sie die Aktionen beliebig wiederholen können, ohne die Qualität des Bildes zu verschlechtern.

Abbildung 4: Dank der Vorschaufunktion sieht der Anwender direkt im Bild das Ergebnis seiner Bemühungen.

Mit Ausnahme von globalen Veränderungen wie der Farbkonvertierung oder dem Ändern der Größe lassen sich praktisch alle verfügbaren Bearbeitungselemente auch auf eine Auswahl im Bild anwenden. Diese legen Sie fest, indem Sie an beliebiger Stelle im Bild mit der linken Maustaste ein Rechteck aufziehen. Die Quadrate an den Kanten des Auswahlrahmens sind so genannten "Anfasser", die es erlauben, das Auswahlrechteck nach Belieben in der Größe zu verändern. Ein Klick auf die Schere in der Werkzeugleiste stellt die Auswahl alleine dar.

Auch zur Korrektur roter Augen, die bei Blitzaufnahmen ohne Vorblitz entstehen, bringt Xnview das richtige Werkzeug mit. Da diese Funktion jedoch alle Rottöne einer bestimmten Bandbreite in dunklere umwandelt, ist es notwendig, über die Auswahlfunktion den Bereich, auf den der Effekt angewendet wird, möglichst genau zu definieren. Idealerweise nehmen Sie diese Korrektur an jedem Auge einzeln vor indem Sie den gewünschten Bereich markieren und im Anschluss über den Menüpunkt Image | Edit red eye correction die Änderung vornehmen. Sollte das Ergebnis nicht zu Ihrer Zufriedenheit ausfallen, genügt ein Klick auf den Undo-Button in der Werkzeugleiste, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

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