Farbenfroh
Verbesserungen und Neuheiten im kommenden Suse Linux 10.0
Der erste Start
Suse Linux 10.0 bootet auf den getesteten Rechnern spürbar schneller als die Vorgängerversionen 9.3 und 9.2. Auch das neue Bootsplash-Thema (Abbildung 2) gefiel dem Autoren gut. Die ersten Tests mit einem Multifunktionsgerät von HP und einem als USB-Stick benutzten MP3-Player überstand das System problemlos. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, da die Suse-Entwickler für diese Version Hotplug komplett aus dem System entfernten und es durch Udev und den moderneren Hardware Abstraction Layer (HAL) ersetzten [3].
Auch für größere externe Festplatten soll Suse Linux 10.0 – endlich – eine Lösung bringen: Findet das System in der Partitionstabelle /etc/fstab einen Eintrag für das entsprechende Gerät, hängt der HAL-Daemon die Platte nicht über Subfs, sondern konventionell ein. In der von der Redaktion getesteten Beta4 funktionierte diese Feature allerdings noch nicht so, wie von den Entwicklern beabsichtigt.
Im K-Menü hat Novell eine Schnellsuche integriert. Ein Klick auf das Eingabefeld unter Alle Programme aktiviert diese (Abbildung 3, rot markierter Bereich). Bereits nach den ersten paar Zeichen reduziert das K-Menü die Auswahl der Programme auf die gefundenen Suchbegriffe. Erfahrene Anwender verzichten auf die Maus und starten die Suche über die [/]-Taste.
Versionsnummern
| Komponente | Version |
|---|---|
| Kernel | 2.6.13 |
| X.org | 6.8.2 |
| KDE | 3.4.2 |
| Gnome | 2.11.92 |
| Gtk | 2.8.2 |
| Gcc | 4.0.2 |
| Samba | 3.0.20 |
| Firefox | 1.0.6 |
| Thunderbird | 1.0.6 |
| Mozilla | 1.7.11 |
| Scribus | 1.2.2 |
| OpenOffice.org | 1.9.125 |
YaST
YaST steht zweifellos vor einer größeren Revision. Allein schon der Umstand, dass Novell die Suse-Grafiken aus der Kopfzeile des Tools entfernen ließ (Abbildung 4), deutet darauf hin, dass sich hier etwas anbahnt. Die 10.0 bringt denn auch erstmals kein einziges neues YaST-Modul mit.
An vielen Stellen haben die Entwickler jedoch neue Features eingefügt. So unterstützt die 10.0 als Installationsquelle erstmals auch Yum-Repositories. Diese über YaST einzurichten, ist allerdings nicht sehr benutzerfreundlich, da unter Software / Installationsquelle wechseln kein separater Eintrag für Yum-Repositories vorhanden ist. YaST wertet zudem keine Einträge aus /etc/yum.repos.d/ aus oder trägt dort welche ein. Für Yum-Experten eignet sich daher die Kommandozeile oder das grafische Tool Kyum (Abbildung 5) besser.



