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Aber bitte mit XSane!

Scannen mit XSane

Bildersturm

Nun stellt sich die Frage: Was tun Sie mit dem gescannten Bild? Zunächst sichern Sie es. Wählen Sie dazu im Menü XSane Modus im Hauptfenster den Modus Speichern. XSane verwendet als Standard das Format pnm, über das Drop-down-Menü Typ wechseln Sie zu einem anderen Bildformat. Mit welcher Kompression Sie die Bilder generell speichern, legen Sie unter Konfiguration im Menü Einstellungen im Hauptfenster von XSane fest. Im Reiter Bild bestimmen Sie, in welcher Qualität Sie die Formate JPEG, PNG und TIFF sichern. Weitere Reiter heißen Photokopie, Fax oder E-Mail, hinter ihnen verbergen sich die Konfigurationen für die externen Programme zur Bildverarbeitung. Es ist nämlich möglich, die gescannten Bilder per E-Mail zu versenden, eine Texterkennung durchzuführen, sie zu faxen oder auszudrucken. Unter Photokopie legen Sie zum Beispiel fest, mit welcher Auflösung und mit wie breiten Rändern Sie die Fotos drucken wollen. In den Reiter E-Mail tragen Sie die SMPT-Einstellungen aus Ihrem Mail-Programm ein. Wählen Sie nun als XSane Modus im Hauptfenster den Eintrag E-Mail, Photokopie oder Fax, reicht XSane die Bilder – basierend auf den Einstellungen – an externe Programme weiter. Auf diese Weise schicken Sie über den Eintrag E-Mail die kompromittierenden Party-Fotos bequem über eine grafische Oberfläche an all Ihre Freunde – so macht XSane richtig Spaß!

Scanner einrichten

Generell hängt erfolgreiches Scannen davon ab, ob XSane über ein Backend für Ihren Scanner verfügt. Die Chancen erhöhen sich, wenn der Scanner erstens etwas älter und zweitens sehr verbreitet ist. Die Installation des im Test genutzten Canon LiDE 30 verlief unter sämtlichen Betriebssystemen mit Hilfe des Backends plustek völlig unproblematisch – unter Debian funktionierte er allerdings nur im Root-Modus. Um zu erfahren, wie gut Ihr Scanner mit SANE kooperiert, finden Sie auf den Seiten des Projekts eine Übersicht unterstützter Scanner [1]. Als Grad der Unterstützung gibt die Liste für den getesteten Scanner zutreffend complete an. Welche Scanner das Backend von plustek noch unterstützt, lesen Sie auf einer anderen Liste im Netz [2]. Bevor Sie den Scanner anschließen, installieren Sie zunächst die Software. Die Pakete variieren zwischen den Distributionen: Für Suse 9.3 brauchen Sie sane, xsane, sane-frontends, für Suse 9.2 sane, yast2-scanner sowie XSane, das Sie auf der Heft-CD finden. Für Ubuntu installieren Sie via apt-get sane, sane-utils, xsane, xsane-common, libsane und libsane-extras. Debian benötigt xsane, sane und libsane. Über das Kontrollzentrum installieren Sie für Mandrake 10.2 saned, sane-frontends und xsane. Nach der Installation der Software schließen Sie den Scanner an. Unter Mandrake kontrollieren Sie über das Kontrollzentrum, ob der Scanner korrekt erkannt wurde, drücken dann [Alt-F2] und starten XSane mit dem Aufruf xsane. Unter Suse 9.2/9.3 installieren Sie den Scanner via Yast2 über den entsprechenden Eintrag im Bereich Hardware. Sie konfigurieren den Scanner, indem Sie das passende Modell aus einer Liste wählen. Abschließend starten Sie XSane ebenfalls über [Alt-F2] und den Aufruf xsane. Bleiben noch Debian und Ubuntu. Die Befehle sane-find-scanner und scanimage -L identifizieren den Scanner – rufen Sie die Befehle notfalls als Root auf. Sie starten das Programm über [Alt-F2] und die Eingabe von xsane.

Infos

[1] Von SANE unterstützte Scanner: http://www.sane-project.org/sane-supported-devices.html

[2] Das SANE-Backend für den Canon LiDE 30 und verwandte Chipsätze: http://www.sane-project.org/man/sane-plustek.5.html

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Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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LinuxUser 06/2012

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