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Aber bitte mit XSane!

Scannen mit XSane

01.10.2005 Oh nein, da kommt Ihr analoger Freund mit den unscharfen, aber unzensierten Party-Fotos. Keine Panik – das Scan-Programm XSane hilft beim Bergen der zweifelhaften Schätze.

Vor dem eigentlichen Scannen steht unter Linux eine grundsätzliche Hürde: die Hardware. Die so genannten Backends des Programms SANE kümmern sich um dieses Problem. SANE ist die Abkürzung für Scanner Access Now Easy: Es handelt sich dabei um ein application programming interface (API), das unter der GPL steht und einen Standard für den Zugriff auf bildverarbeitende Geräte schafft. Die Treiber für bildverarbeitende Geräte – wie Scanner – heißen Backends. Verfügt SANE über ein passendes Backend für Ihren Scanner, ist die Installation recht einfach (siehe Kasten Scanner einrichten). Sie bedienen SANE mit Hilfe von Frontends – grafischen Oberflächen wie Kooka, QuiteInsane oder XSane – die Bibliotheken von SANE nutzen.

Es ist angerichtet

Um XSane zu starten, öffnen Sie mit [Alt-F2] ein Schnellstartfenster und geben xsane ein. Mitunter fragt das Programm nach dem grafischen Gerät, das es verwenden soll, bevor es verschiedene Fenster öffnet.

Das Hauptfenster erkennen Sie an der Beschriftung xsane, rechts daneben erscheint der Name Ihres Scanners. Über das Menü Fenster blenden Sie die einzelnen Fenster ein oder aus. Wechseln Sie erstmal zum Fenster Vorschau (Abbildung 1). Legen Sie eine farbige Grafik auf die Oberfläche des Scanners und klicken Sie auf Vorschauscan. Nach einer kleinen Aufwärmphase erzeugt der Scanner ein Vorschaubild in niedriger Auflösung. Das hilft Ihnen, einen Ausschnitt für den eigentlichen Scan-Vorgang zu bestimmen und die Farben zu justieren.

Abbildung 1: Im Vorschaufenster bereiten Sie den eigentlichen Scan-Prozess vor. Hier justieren Sie die Farben und wählen den Bildausschnitt, den Sie scannen möchten.

Wahltag

Über die fünf Lupensymbole im oberen Bereich erhalten Sie Einblicke in das Dokument: Die linke durchkreuzte Lupe zeigt das gesamte Bild an, über das zweite Lupensymbol von rechts zoomen Sie direkt in einen ausgewählten Bereich hinein.

Um einen Ausschnitt des Dokuments zu markieren, halten Sie die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Maus über den gewünschten Bereich. Eine gestrichelte Linie umgrenzt Ihre Auswahl. Klicken Sie auf das linke der drei Pfeilsymbole rechts neben den Lupen, wählt das Programm automatisch einen Bildausschnitt – über das rechte Symbol markieren Sie den gesamten Bereich. Mit Hilfe des Totenkopfes ganz rechts löschen Sie die aktuelle Vorschau.

Wollen Sie eine Serie 10 x 15 cm großer Fotos scannen, stellen Sie im Drop-down-Menü unten links nicht volle Größe, sondern 10cm x 15cm ein. So scannen Sie einen kleinen Bereich, was den Prozess beschleunigt. Steht das Foto nach dem Scannen auf dem Kopf, hilft das Drop-down-Menü rechts daneben. Über den Eintrag 180 – der für 180 Grad steht – stellen Sie das Foto vom Kopf auf die Füße, über die Angabe 000 spiegeln Sie es an der vertikalen Achse. Das Menü ganz rechts weist dem ausgewählten Bereich ein festes Seitenverhältnis zu.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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LinuxUser 06/2012

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