KDE-News

Aus LinuxUser 10/2005

KDE-News

Glamour aufs Mousepad

Maus-Tuner “Pat Says Now” bringt mit dem Modell Glamrock ein Sondermodell auf den Markt. Ein Echtheitszertifikat garantiert die auf 999 Stück limitierte Ausgabe. 33 von Hand eingesetzte Swarovski-Kristalle funkeln dem Benutzer entgegen. Zudem irrt, wer die Farbe der Maus in Richtung “rosa” ansiedeln würde, handelt es sich laut Hersteller doch um den eigens kreierten Farbton “Champagne-Bronzée”. Neben dem Mode-Aspekt bietet die Eingabehilfe einen optischen Sensor, der den Untergrund mit 800 dpi abtastet. Ein extra breites Scrollrad sorgt für Bedienkomfort, lässt sich aber nicht zum horizontalen Scrollen kippen. Der Anschluss erfolgt via USB oder PS/2. Rund 75 Euro kostet das Modell Glamrock beim Hersteller. “Pat Says Now” (http://www.patsaysnow.com) gibt zwar Windows und Mac OS als unterstützte Betriebssysteme an, auf Nachfrage von LinuxUser versicherte ein Unternehmens-Sprecher aber, dass die Maus unter Linux getestet sei und funktioniere. Treiber oder spezielle Software für die einzelnen Plattformen seien ohnehin nicht im Lieferumfang, sagte der Sprecher.

Limited Edition: Das Modell Glamrock schmückt den Schreibtisch von maximal 999 Benutzern.

Limited Edition: Das Modell Glamrock schmückt den Schreibtisch von maximal 999 Benutzern.

Firefox übt Verzicht auf SSL 2.0

Mit den markigen Worten “SSL2 must die”, kündigt Firefox-Entwickler Gervase Markham in seinem Weblog (http://weblogs.mozillazine.org/gerv/archives/2005/09/ssl2_must_die.html)den anstehenden Verzicht auf SSL 2.0 im Browser Firefox an. Die Secure Sockets Layer Version 2 gilt als überholt und unsicher. Sie weist mehrere bekannte Lecks auf und ermöglicht so etwa Man-in-the-Middle-Attacken.

Dass der Nachfolger SSL 3.0 (http://wp.netscape.com/eng/ssl3/)bereits im Netscape Navigator 2.0 aus dem Jahr 1996 integriert war, verdeutlicht den musealen Charakter von SSL 2.0. Aktuell konfigurierte Webserver und Webseiten verwenden SSL 3.0 oder TLS 1.0 (http://www.ietf.org/rfc/rfc2246.txt) wenn es darum geht, sichere Verbindungen herzusstellen. Aus Kompatibilitätsgründen haben noch immer alle aktuellen Browser Unterstützung für die veraltete Technologie an Bord. Trifft ein Browser auf eine Webseite, die für verschlüsselte Inhalte nur SSL 2.0 anbietet, käme mit einem reinen SSL-3-Browser keine Verbindung zustande.

Markham arbeitet bereits seit einigen Monaten daran, die verbleibenden schwarzen Schafe ausfiltern, die nur SSL2 anbieten. Von 10?000 Webseiten, die noch Anfang 2005 mit SSL2 anzutreffen waren, seien nur noch rund 2000 übrig, schätzt Markham. Allein die Neukonfiguration der Server eines großen Providers habe die Zahl drastisch gesenkt. Mozilla bittet um Mithilfe, um Betreiber von Webseiten von SSL 3.0 oder TLS 1.0 zu überzeugen. Aufspüren sollen Benutzer die fraglichen Seiten, indem sie SSL 2.0 in den Einstellungen ihres Browsers deaktivieren. Wann Firefox konkret auf SSL 2.0 verzichtet, steht noch nicht fest. Die Weichen seien aber definitiv gestellt.

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