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Knipsen ohne Schwund

JPEG-Bilder automatisch umbenennen und verlustlos bearbeiten

Ohne Verluste

Wer eine Kamera mit Orientierungssensor sein Eigen nennt, will seine Fotos in der Regel richtig herum betrachten. Während der Bildanzeiger Kuickshow das Bild gemäß der Orientierungsinformation gleich richtig herum darstellt, lädt Gwenview das Bild erstmal ein, stellt es dar und dreht es dann. Kview, Eye of Gnome (EOG), Gqview, Feh, Display (in ImageMagick) und Showfoto (in Digikam) drehen das Bild nicht automatisch.

Daher müssen Sie die Bilder eigenhändig drehen beziehungsweise von einer Helferapplikation rotieren lassen. Dabei ergibt sich allerdings eine potenzielle Fehlerquelle: Das JPEG-Format ist verlustbehaftet, wodurch sich viel Platz sparen lässt. Bei jedem Einladen, Bearbeiten und Speichern eines JPEG-Bildes gehen jedoch Informationen verloren. Das endet je nach verwendeter Qualitätsstufe früher oder später in unerwünschten Artefakten.

Glücklicherweise gibt es Programme, die JPEG-Bilder verlustfrei bearbeiten. Diese machen sich den internen Aufbau des JPEG-Formats zunutze: Ein Schritt des JPEG-Verfahrens besteht darin, das Bild in Blöcke von acht mal acht, 16 mal acht oder 16 mal 16 Pixeln einzuteilen. Daher können Programme nur solche Bilder verlustfrei bearbeiten, deren Größe ein Vielfaches von acht mal acht, 16 mal acht oder 16 mal 16 Pixeln beträgt (also 1600 x 1200 oder 3072 x 2048).

Anwendern stehen einige grundsätzliche verlustfreie Bearbeitungsschritte zur Verfügung: Das oft benötigte Rotieren, Spiegeln und Beschneiden eines Bildes sowie dessen Umwandlung in ein Schwarzweißbild. Bei letzterem gehen natürlich die Farbinformationen verloren.

Drehen und spiegeln

Beim Drehen von Fotos helfen die EXIF-Informationen von Kameras mit Orientierungssensor. So verwendet jhead -autorot *.jpg den Befehl jpegtran, um alle JPEG-Bilder des aktuellen Verzeichnisses gemäß ihrer EXIF-Daten zu drehen. Dabei setzt es den Wert für die Orientierung nach dem Drehen automatisch auf 1 für "oben links". Praktischerweise berücksichtig Jhead dabei anders als Exiftran von vorneherein nur die Fotos, die gedreht werden müssen.

Um Fotos manuell zu rotieren, benutzen Sie Exiftran. exiftran -i -9 Bild.jpg dreht ein Bild um 90 Grad, mit -1 um 180 Grad, mit -2 um 270 Grad. Die Option -f spiegelt horizontal und die Option -F vertikal.

Jpegtran arbeitet zwar bei Bildern, deren Abmessungen nicht der JPEG-Blockgröße entsprechen, ohne Verluste. Das funktioniert aber nur, indem das Werkzeug den eventuell übrig bleibenden Randbereich nicht umwandelt, sodass ein Balken am Rand des Bildes erhalten bleibt. Rufen Sie Jpegtran mit der Option -trim auf, entfernt es diesen Randbereich, arbeitet dann aber nicht verlustfrei.

Mit der Option -perfect quittiert Jpegtran Transformationen von Bildern, deren Größe nicht durch die JPEG-Blockgröße teilbar ist, mit einem Fehler. So dreht jpegtran -perfect -rotate 90 Bild.jpg > Bild_neu.jpg || djpeg Bild.jpg | pnmflip -r90 | cjpeg > Bild_neu.jpg ein Bild verlustfrei, wenn die Abmessungen passen, ansonsten kommen Djpeg und Cjpeg zur Anwendung, die verlustbehaftet arbeiten.

Anwendungen

Anwendung EXIF-Unterstützung Verlustfreies Drehen und Spiegeln
Digikam 0.7.2, Fotoverwaltung Einladen, anzeigen, jedoch nicht speichern Im Kontextmenü zum Bild, auch automatisch nach EXIF-Informationen
Eye of Gnome 2.8.2, Bildanzeiger Einladen, anzeigen und speichern Nein
Feh 1.3.4, Bildanzeiger Nein Über FileEdit in Place. EXIF-Information geht verloren
Gimp 2.2.7, Bildbearbeitung Speichern Nein
Gqview 2.0.1, Bildanzeiger Einladen und anzeigen Über BearbeitenIn Rotiere ...
Gwenview 1.2.0, Bildanzeiger Einladen, anzeigen, speichern und automatisches Drehen bei der Anzeige Über Bearbeiten und Plugins / Bilder, auch automatisch nach EXIF-Informationen
Kpaint 0.6.2, Malprogramm Nein Nein
Kolourpaint 1.4.1, Malprogramm Nein Nein
Kuickshow 0.8.7, Bildanzeiger Einladen, anzeigen, automatisches Drehen bei Anzeige, jedoch nicht speichern Nein
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LinuxUser 05/2014

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