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Gnome-News

01.10.2005

Kurz notiert

Die gewachsene Struktur der Gnome-Bibliotheken wurde immer unübersichtlicher. Daher hat der Red-Hat-Entwickler Blandford jetzt das Project Ridley (http://live.gnome.org/ProjectRidley)in Leben gerufen. Es soll externe Funktionen, die bisher in kleineren und problematischen Bibliotheken liegen, in GTK+ integrieren. Insbesondere Bibliotheken wie Libgnome, Libgnomeui oder Libgnomecanvas haben die Programmierer im Visier. Blandford hofft außerdem, mit dem Projekt die Gnome-Entwicklung zu bündeln und neue Entwickler zu gewinnen. Mit ersten Ergebnissen ist in GTK+ 3.0 zu rechnen.

Der diesjährige Gnome Developers' Summit findet vom 8. bis 10. Oktober im Stata Center des Massachusetts Institute of Technology (MIT) statt. Ein konkretes Veranstaltungsprogramm existiert für den Gnome-Gipfel nicht – die Teilnehmer werden hauptächlich lange Programmiersitzungen absolvieren. Weitere Informationen gibt es im Veranstaltungs-Wiki unter http://live.gnome.org/Boston2005.

Gnome 2.12 erscheint im September und bringt einige Neuerungen: Dazu gehört unter anderem der vielseitige Document-Viewer Evince, der Ggv und Gpdf ersetzt. Weitere spendieren die Entwickler der Umgebung eine schmalere vertikale Panel-Ansicht, optimierten die Scroll-Geschwindigkeit und die Groupware-Funktionen von Evolution. Außerdem existiert dann ein Mozilla-Plugin des Media-Player Totem und die Oberfläche für Gnome-Dictionary wurde vereinfacht. Eine vollständige Liste der Neuheiten steht unter http://live.gnome.org/ReleasesNotes2p12Items.

In der Version 2.8 wurden Mitte August die GTK+-Bibliotheken wurden Mitte August in der Version 2.8 freigegeben, die als Grundlage für Gnome 2.12 dient. Bemerkenswerte Änderung ist die Unterstützung der Vektorgrafik-Bibliothek Cairo, die das Rendering der grafischen Elemente übernimmt. Cairo nutzt dazu besonders die Hardware-Beschleuniger der Grafikkarten, so dass Funktionen wie Anti-Aliasing noch schneller werden. Darüber hinaus überarbeiteten die Entwickler auch die Dateidialogfenster sowie die Funktionen GTKTreeView und GTKCalender.

Entwicklung mit Maemo

Nach dem positiven Start des Linux- und Gnome-basierten Nokia 770 Internet Tablet sucht Nokia verstärkt Entwickler, um das Maemo-Entwicklerteams aufzustocken. Die Entwicklungsumgebung Maemo für Nokia 770-Applikationen http://www.maemo.org baut auf GTK+ und Gnome auf. Wer schon immer als Linux-Entwickler, Linux-System-Architekt oder Multimedia-Projekt-Manager arbeiten wollte, sollte sich jetzt online bei Nokia bewerben.

Mit Hilfe von Maemo portierte eine Gruppe ambitionierter Programmierer den Ego-Shooter Doom auf die Nokia-Hardware. Die Steuerung mit einem Stift auf dem Display dürfte allerdings gewöhnungsbedürftig sein. Doom-Fans müssen sich auch noch ein wenig gedulden: Das Spiel steht noch nicht zum Download bereit.

Programme lokalisieren leicht gemacht

Wer sich schon immer darüber ärgerte, dass die Lieblings-Software keine deutsche Oberfläche hat, kann jetzt mit dem Gtranslator http://gtranslator.sourceforge.net selbst eine Überstzung erstellen. Das Programm erlaubt bequemes Bearbeiten der so genannten PO-Files. Diese Dateien verarbeitet das Programm Gettext, das viele Software-Projekte zur Internationalisierung der Oberfläche einsetzen (siehe dazu auch Artikel "Poedit" in dieser Ausgabe). Gtranslator kann auch mit entsprechenden Dateien umgehen, wenn diese komprimiert vorliegen.

Oft existiert im Quelltext eines Programmes bereits eine Blanko-Vorlage, die sämtliche Menüpunkte und Nachrichten enthält. Diese kann der Anwender wahlweise mit einem Text-Editor oder – komfortabler – mit Gtranslator anpassen. Gtranslator führt auf Wunsch während der Eingabe eine Rechtschreibprüfung durch. Außerdem besitzt er einen Lernpuffer mit dessen Hilfe sich wiederkehrende Ausdrücke automatisiert übersetzen lassen. Auch die Kopfzeilen der po-Datei lassen sich mit Gtranslator anpassen. So kann sich der Übersetzer verewigen.

Zur Zeit liegt Gtranslator in Version 1.1.6 vor, die es lediglich einige Fehler behebt. Neue Funktionen kamen seit der Vorgängerverion nicht hinzu.

Abbildung 1

Abbildung 1: Grafische Oberfläche, Rechtschreibprüfung und gespeicherte Ausdrücke: Gtranslator macht das Lokalisieren von Anwendungen einfach.

SSH-Tunnel mit Komfort

Viele Anwendungen verwenden unverschlüsselte Netzwerk-Protokolle. Um Daten und Passwörter zu schützen, setzen viele Anwender daher die Port-Weiterleitung des SSH-Pakets ein. Mit dem Gnome SSH Tunnel Manager (Gstm) http://sourceforge.net/projects/gstm lassen sich solche per SSH getunnelten Verbindungen bequem verwalten.

Gstm dient lediglich als grafische Oberfläche für den SSH-Client. Der Anwender kann für jeden entferntem Rechner eine Liste mit getunnelten Verbindungen von oder zu dieser Maschine anlegen. Nach Anklicken des jeweiligen Rechners und Eingabe des Passworts baut Gstm die Verbindungen auf.

Die Übergabe weiterer Kommandozeilenparameter wie beispielsweise Kompression oder X11-Weiterleitung unterstützt die Oberfläche aber nicht. Diese Einstellungen muss der Benutzer nach wie vor in der SSH-Konfigurationsdatei vornehmen. Seine eigene Konfiguration legt Gstm für jedes Rechnerkonto in einer XML-Datei ab.

Bei Redaktionsschluss lag das Programm in der Version 0.2 vor. Gstm befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. Das zeigt sich unter anderem daran, dass in dieser Version Funktionen wie Hinzufügen, Löschen und Einstellungen von Verbindungen neu eingeführt wurden. Der Entwickler Mark Smulders stuft das Programm trotzdem als zuverlässig ein.

Abbildung 2

Abbildung 2: Gstm verwendet Profile und baut für den ausgewählten Rechner die eingestellten SSH-Tunnel auf.

Das richtige Programme zur richtigen Zeit

Unter Unix kann jeder Anwender eine persönliche Crontab-Datei anlegen, die dafür sorgt, dass ein Programm zu einer festgelegten Zeit gestartet wird. Die grafische Oberfläche Gnome-schedule http://gnome-schedule.sourceforge.net/ assistiert dem Anwender beim Eintragen und Verwalten solcher Programmtermine.

Der Benutzer braucht nicht mehr mit dem Cron- und At-System vertraut zu sein und die Syntax der Konfigurationsdateien zu beherrschen. Beim Anlegen eines neuen Auftrags muss er lediglich entscheiden, ob der Auftrag einmalig oder wiederholt ausgeführt wird – das lässt sich im Nachhinein allerdings nicht mehr ändern. Welches Programm wann zu starten ist, stellt der Anwender bequem in der leicht verständlichen Oberfläche ein. Das große Hauptfenster listet alle Aufträge auf.

Die aktuelle Version 0.9.0 ist vor allem für Cron-System ausgelegt, die traditionelle Konfigurationssyntax des Vixie-Cron unterstützen. Neben einigen kosmetischen Anpassungen, etwa der Änderung der Icon-Größe auf 48x48 Pixel, wurden auch einige Fehler korrigiert.

Abbildung 3

Abbildung 3: Die Verwaltung von Aufträgen für Cron und At wird mit Gnome-schedule zum Kinderspiel.

Mehr als nur ein RSS-Reader: PenguinTV

PenguinTV http://penguintv.sourceforge.net/ ist mehr als ein einfacher RSS-Reader. Während ein Standard-Reader lediglich Textnachrichten anzeigt und auf Klick die jeweilige Web-Seite im Browser öffnet, kann PenguinTV auch mit multimedialen Inhalten im RSS-Feed umgehen.

Ob Podcast, MP3 oder Video: PenguinTV lädt die Daten über das Peer-to-Peer-Protokoll Bittorrent auf den heimischen Rechner. Nach dem Download wird die Datei mit dem Media-Player Totem abgespielt. Der Reader lässt sich aber auch für das Zusammenspiel mit Mplayer oder Xine konfigurieren.

Die aktuelle Version 0.75 unterstützt den Im-und Export von Feed-Listen im OPML-Format. Außerdem wurde die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich optimiert und eine Reihe von Fehlern eliminiert.

Abbildung 4

Abbildung 4: Der RSS-Reader PenguinTV: Stark im Zusammenspiel mit Multimedia-Playern.

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LinuxUser 05/2014

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