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Einfach zauberhaft

Bildbearbeitung auf der Shell

Umwandlungskünstler Convert

Der Name ist Programm: Das Tool konvertiert zwischen verschiedenen Bildformaten, verändert die Größe, beschriftet Ihre Bilder und kann sogar aus Grafiken PostScript-Dateien erstellen. Um aus einer Bitmap-Datei ein JPEG zu erstellen, reicht der Aufruf convert bild.bmp bild.jpg.

Anhand der Dateiendung erkennt das Programm wieder, in welches Format Sie umwandeln wollen; das Original bleibt zusätzlich zur neuen Datei enthalten. Möchten Sie der neuen JPEG-Datei eine andere Endung verpassen, verraten Sie Convert einfach, welches Zielformat sie wünschen: convert bild.bmp JPEG:bild.neu.

Da Convert auch ins PostScript-Format umwandelt, drucken Sie auf diese Weise schnell über die Kommandozeile Fotos aus. Geben Sie als zusätzliche Optionen die Papiergröße (Beispiel: -page A4) und eventuell die Position des Bildes an, etwa +0+0 für die obere linke Ecke. Besitzen Sie keinen Farbdrucker, bietet sich darüber hinaus die Option -monochrome an, um die Ausgabe nach Schwarz-Weiß umzuwandeln:

convert -page A4+0+0 -monoch↩
rome bild.jpg bild.ps

Das fertige PostScript-Dokument (Abbildung 1) schicken Sie anschließend an den Drucker. Noch schneller geht's, wenn Sie die entsprechenden Befehle miteinander kombinieren und den Output nicht in eine Datei umleiten, sondern über eine Pipe direkt an das Kommando lpr übergeben.

Als Namen der Ausgabedatei wählen Sie dabei den einfachen Bindestrich "-", den viele Programme als Standardein- oder -ausgabe interpretieren. Da dieser Dateiname nicht die korrekte Endung .ps für eine PostScript-Datei hat, geben Sie Convert einen Hinweis auf das gewünschte Zielformat, indem Sie dem "-" die PostScript-Kennung ps: voranstellen:

convert -page A4+0+0 -monoch↩
rome bild.jpg ps:- | lpr
Abbildung 1

Abbildung 1: Mit Convert wandeln Sie Ihre Farbfotos in schwarz-weiße PostScript-Dokumente um.

Geschnitten oder am Stück?

Besonders praktisch ist der Einsatz von Convert, wenn Sie schnell Thumbnails von Ihren Fotos erstellen wollen. Zusammen mit der Option -resize (-geometry erledigt in diesem Fall dasselbe) und der Angabe der neuen Größe schrumpfen Sie Ihre Bilder zurecht. Dabei bleiben standardmäßig beim Skalieren die Proportionen erhalten, das Seitenverhältnis ändert sich also nicht. Wenn Sie also

convert -resize 200x200 bild↩
.jpg bild_thumb.jpg

auf ein 1074x768 Pixel großes Bild loslassen, passt convert das Seitenverhältnis automatisch an und skaliert auf 200x150 Pixel. Soll das Foto auf jeden Fall auf 200x200 Pixel gebracht werden (um den Preis, dass das Bild verzerrt), setzen Sie ein Ausrufezeichen hinter die Größenangabe:

convert -resize 200x200! bil↩
d.jpg bild_thumb.jpg

Alternativ versteht die Option -resize auch Prozentangaben statt der genauen Pixelzahl. So erstellt das folgende Kommando einen Thumbnail von 10 Prozent der Originalgröße:

convert -resize 10% bild.jpg↩
 bild_thumb.jpg

Sollen gleich mehrere Bilder eines Verzeichnisses auf Daumennagelgröße gebracht werden, sparen Sie viel Tipperei, wenn Sie mit einer for-Schleife auf der Kommandozeile zaubern:

for i in *.jpg; do convert -↩
resize 20% $i `basename $i .jpg`↩
_thumb.jpg; done

Dabei weist die Software jede Datei mit der Endung .jpg der Variablen i zugewiesen und ruft für diese anschließend convert -resize 20% auf. Der erste Parameter ist die Ausgangsdatei ($i), der zweite die Ausgabedatei, gebildet aus dem "Basisnamen" ohne die Endung, dem String _thumb und wiederum der Endung .jpg.

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LinuxUser 05/2014

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