Video-CDs mit GNU VCDImager

Vorhang auf im Heimkino!

Sie möchten ein Video nicht nur am Rechner im Büro, sondern auch auf dem heimischen DVD-Player betrachten? Sie besitzen aber nur einen CD-Brenner? Dann erstellen Sie einfach eine Video-CD!

GNU VCDImager ist eine umfangreiche Sammlung von Open-Source-Werkzeugen, die Ihnen das Erstellen von Video-CDs (VCD) erleichtern. Mit ihrer Hilfe lässt sich der nicht selten mühsame Vorgang oft schon mit einem Kommando erledigen. Welche Programme das Paket beinhaltet und welche Aufgabe sie erfüllen, entnehmen Sie Tabelle 1. Die Programme sind kommandozeilenbasiert: Sie arbeiten also mit der Shell.

Tabelle 1: Programme und Ihre Aufgabe

vcdimager Zum Brennen nötiges Image erstellen
vcd-info Informationen über ein Image anzeigen
vcdxgen XML-Vorlage für eine Video-CD erstellen
vcdxbuild Auf einer XML-Datei basierendes Image erstellen
vcdxrip Inhalte und XML-Informationen aus einer VCD extrahieren
vcdxminfo Eigenschaften einer MPEG-Datei anzeigen
cdxa2mpeg RIFF-Informationen aus einer CD-XA-Datei entfernen

Wollen Sie den Dienst an der Konsole verweigern, greifen Sie alternativ auf grafische Benutzeroberflächen zurück. Die auf GTK2 basierende VCDImager GUI und die Integration von VCDImager in das Brennprogramm K3b kommen weiter unten zur Sprache.

Installation

VCDImager installieren Sie komfortabel über die Paketverwaltung Ihrer Distribution, es sei denn, das Programm ist bereits vorhanden. Zur Installation unter Debian/Ubuntu genügt ein atp-get install vcdimager, unter Fedora Core klappt es mit yum install vcdimager. Im Internet [1] finden Sie RPM-Pakete für SUSE und Mandriva, die Sie als Root mit rpm -Uhv Paketname in Ihr System integrieren. Alternativ übersetzen Sie das Programm einfach selbst aus den zugehörigen Quellen [2].

Erste Schritte

Ist das Programm installiert, erstellt der folgende Befehl aus einer MPEG-Datei eine menülose VCD:

vcdimager video.mpg

Im aktuellen Verzeichnis befinden sich nach dem Aufruf des Kommandos die Dateien videocd.cue und videocd.bin, die Sie mit dem Programm Ihrer Wahl auf eine CD brennen. Um nicht unnötig Rohlinge zu verschwenden, nutzen Sie den CD-Emulator CDEmu. Er ebnet den Weg, um das Image zu testen, ohne es zu brennen. Das Programm finden Sie samt Anleitung unter [3].

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