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Schnelles Office-Paket des KDE-Desktop

Krita und Karbon14

Mit dem neuen Krita bringt KOffice in der Version 1.4 erstmals ein Bildbearbeitungsprogramm mit (Abbildung 7). Hatte Sie bisher wegen der Bedienung Mühe, sich mit Gimp anzufreunden, sollten Sie einen Blick auf die KDE-Software werfen. Sie bietet einen mit Gimp vergleichbaren Funktionsumfang, lässt sich aber für Einsteiger leichter handhaben. Auch die Muster, Farbverläufe und Pinsel hat das KDE-Programm von Gimp übernommen. Krita liest zudem Gimp-Dateien inklusive Ebenen-Support ein. Die Anwendung lässt sich weitgehend intuitiv bedienen und stürzte in den Tests kein einziges Mal ab. Einziges Manko für den professionellen Einsatz: Krita unterstützt nur den RGB-Farbraum.

Abbildung 7: Einer der Höhepunkte des neuen Office-Pakets: Das Bildbearbeitungsprogramm Krita.

Mit Karbon14 stellt das KOffice-Paket auch ein umfangreiches Verktorzeichenprogramm bereit (Abbildung 8). Der Einstieg in das Programm ist nicht ganz leicht, sind doch die wichtigsten Funktionen hinter einen Doppelklick auf das jeweilige Werkzeugsymbol versteckt. Um zum Beispiel einen Text einzugeben, müssen Sie zuerst doppelt auf das T-Symbol klicken, damit das Eingabefenster für den Text erscheint. Hier müssen Sie seltsamerweise nach der Eingabe des Textes auf Abbrechen klicken. Erst danach können Sie mit dem Textwerkzeug die Grundlinie des Schriftzuges ziehen. Auch um einen bereits eingetippten Text zu verändern, klicken Sie wieder doppelt auf das Textsymbol, danach bestätigen Sie die Änderungen über OK. Über diesen Weg wandeln Sie auch Schriftzüge in Vektoren um.

Abbildung 8: Das Verktorzeichenprogramm Karbon14 lässt der Kreativität freien Raum. Die Werkzeugpalette haben die Entwickler allerdings noch nicht optimal gelöst.

Möchten Sie einen neuen Farbverlauf erstellen, müssen Sie ebenfalls doppelt auf das entsprechende Symbol klicken. Karbon14 zeigt dann das Fenster Verlauf bearbeiten an. Hier sehen Sie unter dem Farbbalken des Verlaufs für jede Farbe ein Dreieck. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein solches Dreieck, entfernt Karbon14 dieses aus dem Verlauf. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Dreieck und halten die Maustaste gedrückt, können Sie die Farbe verschieben. Um eine neue Farbe hinzuzufügen, klicken Sie doppelt auf den in Abbildung 9 rot markierten Bereich und wählen dann die neue Farbe aus. Sind Sie mit dem Farbverlauf zufrieden, wählen Sie Zu vordefinierten Verläufen hinzufügen. Wechseln Sie nun auf den Reiter Vorhanden, können Sie den neuen Verlauf auswählen.

Negativ fiel in den Tests von Karbon14 auf, dass sich die Werkzeugfenster nicht frei skalieren lassen. Dieses Problem hat Krita besser gelöst. Karbon14 und Krita sind gut in KOffice integriert. So ist es ohne Weiteres möglich, in KWord, KSpread oder KPresenter mit Krita oder Karbon14 eine Zeichnung einzufügen.

Abbildung 9: Das Verlaufswerkzeug von Karbon14 ist zwar schwer zu finden und zu bedienen, liefert im Endeffekt aber sehr gute Resultate.

KChart

Treu der Unix-Devise "ein Programm für eine Aufgabe" erstellt KChart Diagramme. Dies mit einer verblüffenden Einfachheit. Nach dem Start des Programms über [Alt+F2] und der Eingabe von kchart erscheint der einheitliche KOffice-Dialog für das Öffnen oder Neuerstellen von Dateien. Wählen Sie hier Balkendiagramm und klicken auf OK, ist Ihr Diagramm bereits fertig. Sie müssen nur noch über Bearbeiten | Daten bearbeiten die Werte der jeweiligen Säulen anpassen.

Die Details wie Diagrammtyp, Legende, Farben, Schrift und Hintergrund legen Sie anschließend über Bearbeiten | Diagramm | Diagramm einstellen fest. Seine Aufgabe erfüllt KChart auch in KWord und KSpread – hier sogar noch besser. Während das Einzelprogramm für Legenden stets das Englische wählt, beschriftet KChart eingebettete Diagramme auf Deutsch.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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