Turntablerocker
Linux Multimedia Studio – Musik für alle!
Haste Töne?
Als nächstes wollen wir LMMS nicht nur Drum-Samples entlocken, sondern "richtige" Töne. Zu diesem Zweck kommt LMMS mit einem Software-Synthesizer namens Triple Oscillator, der aus drei Oszillatoren besteht und dessen Output Sie mit Filtern, Hüllkurven und Niederfrequenzoszillatoren (LFOs) steuern.
Da gerade Anfänger mit all diesen Dingen nicht viel anzufangen wissen, bringt LMMS einige Presets mit. Preset-Dateien enthalten bestimmte Voreinstellungen für einen Kanal. Sie speichern Informationen über das verwendete Plugin (etwa Triple Oscillator, Audio File Processor), dessen Einstellungen sowie die der Filter und Hüllkurven.
Indem Sie ein solches Preset laden, müssen Sie sich nicht selbst mit den komplexen Parametern der Klangerzeugung herumplagen. Gleichzeitig dienen Presets als ideale Ausgangsbasis für eigene Sounds, indem Sie an den entsprechenden Knöpfen schrauben. Den Preset Browser erreichen Sie über einen Klick auf den gelben Stern an der linken Seite. Für jedes Plugin existiert ein eigener Ordner.
Bevor es weiter geht, sollten Sie eine neue Bassline anlegen, damit sich anschließend nicht die Melodie (im folgenden Bassline genannt) mit dem Beat vermischt. Klicken Sie in der Werkzeugleiste des Song-Editors auf den Button Beat/Bassline hinzufügen. Anschließend öffnen Sie für dieses Beispiel das Preset Rough!.
Da Sie mit diesem Preset sicher mehr anstellen möchten, als Beats daraus zu kreieren, editieren Sie das Pattern im Piano Roll. Dieses Werkzeug öffnen Sie im Beat+Bassline-Editor durch einen Doppelklick auf das Pattern (ober- oder unterhalb der Step-Buttons). Im Piano Roll (Abbildung 2) setzen Sie durch einfaches Klicken Noten oder ändern die Position sowie deren Größe. Letzteres geschieht durch Verschieben des hell-markierten Notenendes. Mit der rechten Maustaste entfernen Sie einzelne Noten.
Im Song-Editor verbinden Sie nun den Beat mit der eben erstellten Bassline. Ein Klick der linken Maustaste erzeugt Playlisten-Objekte, die festlegen, wann und wie lange ein Beat oder eine Bassline gespielt wird.
Wie in Abbildung 3 zu sehen, kann auch die Playliste Kanäle enthalten (Im Bild ganz oben, der Triple Oscillator). Das ist dann sinnvoll, wenn die zugehörigen Patterns nicht aus ständig wiederholten Basslines bestehen, sondern lange Melodien enthalten, die im gesamten Stück nur einmal vorkommen. Patterns in solchen Kanal-Spuren legen Sie durch Klick mit der linken Maustaste an und bearbeiten sie mit einem Doppelklick.
Sample-Spuren
Neben den Kanal- und Beat/Bassline-Spuren gibt es in LMMS auch noch Sample-Spuren. Auf diese legen Sie längere Sample-Dateien wie Rap-Samples oder selbst aufgenommene Gitarren-Solos. Die ganze Technik der Sample-Spuren befindet sich derzeit noch in Entwicklung, sodass sich die Funktion auf das Laden der Samples beschränkt.
In Zukunft sollen Aufnahme- sowie einfache Schnittfunktionen für LMMS entstehen. Außerdem soll die Software dann Samples nach dem Auswählen nicht komplett in den Arbeitsspeicher laden, sondern beim Abspielen den entsprechenden Teil des Samples von der Platte holen.



